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Prof. Dr. Gerhard Pape: „Geschäftsführerhaftung in der Eigenverwaltung“ – 18. Juni 2019 – Crowne Plaza Neuss

Der BGH hat in einem Urteil vom 26. April 2018 (Az. IX ZR 238/17) die Haftung des Geschäftsführers, der sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach §§ 270 ff. InsO befindet, über die ihm sonst eigentümliche Innenhaftung gegenüber der Gesellschaft hinaus erweitert. Der BGH legt damit an den die Eigenverwaltung ausführenden Geschäftsführer ähnliche Haftungsmaßstäbe an, wie an den gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter.

Mit seiner Entscheidung hat der BGH die Haftung des Geschäftsführers bei der Ausübung von Insolvenzverwaltertätigkeiten gegenüber Dritten erweitert, also vor allem an die Insolvenzverwalterhaftung angeglichen. Bisher musste der Geschäftsführer eine solche Außenhaftung nur in Ausnahmefällen fürchten. Durch die Haftungserweiterung wird der Geschäftsführer im Eigenverwaltungsverfahren
zu einem zusätzlichen potentiellen Schuldner für die Gläubiger der eigenverwalteten Gesellschaft.

Für den Geschäftsführer, auch für den eigens in einem solchen Verfahren bestellten CRO, besteht somit ein zusätzliches Haftungsrisiko, das vor der Beantragung des Eigenverwaltungsverfahrens sorgfältig abgewogen werden muss. Insbesondere wird der Geschäftsführer sich
künftig verstärkt an schutzwürdigen Interessen der Gläubiger zu orientieren haben, um eine persönliche Haftung zu vermeiden. Damit ist ein Umdenken in der Geschäftsführertätigkeit verbunden. Dieses sollte sich jeder Geschäftsführer vor dem Hintergrund der Haftungsfolgen zu eigen machen. Offen geblieben ist im Rahmen der BGH Entscheidung, ob das Haftungsrisiko für einen Externen, der nicht zum Geschäftsführer bestellt wird, sondern als Generalbevollmächtigter handelt, für sich das Haftungsrisiko aus den §§ 60,61 InsO ausschließen kann.

Die Entscheidung des BGH führt zu einer erheblichen Ausweitung der Haftung des Beraters, der für die Dauer des Verfahrens als CRO in die Gesellschaft eintritt und eventuell auch für den Generalbevollmächtigten. Dieses Haftungsrisiko wird in der Praxis insbesondere dann manifest, wenn die Eigenverwaltung scheitert und zu einem späteren Zeitpunkt in die Regeleinsolvenz überführt wird.

Der Bundesverband ESUG und Sanierung Deutschland e.V. (kurz: BV ESUG) und das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht e.V. (DIAI) laden zur Veranstaltung rund um das Thema „Restrukturierung und Insolvenz“ nach Düsseldorf-Neuss ein.

Es erwartet Sie Prof. Dr. Gerhard Pape, Richter am Bundesgerichtshof, zu dem Thema „Geschäftsführerhaftung in der Eigenverwaltung“, am Dienstag, den 18.06.2019, ab 15 Uhr.
Veranstaltungsort Crowne Plaza Düsseldorf -Neuss, Rheinallee 1, 41460 Neuss (Nähe Rheinpark-Center)

Teilnahmegebühr: ESUG- und DIAI-Mitglieder: 80,00 EUR; Verbundpartner: 100,00 EUR; Nicht-Mitglieder: 140,00 EUR

Anmeldungen unter:

BV ESUG: Vier neue Vertiefungsseminare: Mitarbeitermanagement, Insolvenzplan, Haftung des Sanierungsgeschäftsführers und Steuern im ESUG-Verfahren

Der Bundesverband ESUG und Sanierung Deutschlang e.V. (kurz: BV ESUG) setzt seine ganztägigen Vertiefungsseminare mit aktuellen Themen zur Insolvenz und Restrukturierung fort.
Für den Auftakt des Seminarzyklus am 14. März 2019 konnten wir als externe Referentin Frau Anja Schauenburg von dem Unternehmen „Die Personalumbauer“ (Kiel/Hamburg) zu dem Thema „Das richtige Mitarbeitermanagement in der Restrukturierung/Insolvenz“ gewinnen. Frau Schauenburg ist Expertin für Personalveränderung und Trennungsmanagement und begleitet Unternehmen bei komplexen Personalumbauprozessen.

Weitere Themen und Termine:
Das richtige Mitarbeitermanagement in der Restrukturierung/Insolvenz – So schaffen Sie den Turnaround“
Donnerstag, 14.03.2019, 9:00 – 17:00 Uhr
Referentin: Anja Schauenburg / „Die Personalumbauer“ – Kiel/Hamburg
Moderation: RA Robert Buchalik

  • Veränderungskommunikation organisieren
  • Change Tools und Interventionsfelder für einen reibungslosen und ausballancierten Prozess
  • Erfolgsfaktoren zur Mitarbeiterbindung in Turnaround Projekten
  • Transfergesellschaften in der Praxis

Der Insolvenzplan als Sanierungsinstrument
Freitag, 15.03.2019, 9:00 – 17:00 Uhr
Referenten: RA Alfred Kraus/Fachanwalt für Insolvenzrecht
RA Dr. Jasper Stahlschmidt/Fachanwalt für Insolvenzrecht/CRO

  • Fallstricke bei der Erstellung eines Insolvenzplans unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung und der neuen Rechtslage zum Sanierungsgewinn
  • Einsatz eines CRO unter Insolvenzbedingungen
  • Fallbeispiele

Haftung und Strafbarkeit des Sanierungsgeschäftsführers – Risiken erkennen und vermeiden
Donnerstag, 09.05.2019, 9:00 – 17:00 Uhr
Referent: RA Dr. Olaf Hiebert, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Strafverteidiger

  • Haftung und Strafbarkeitsrisiken des Sanierungsgeschäftsführers – zwei Seiten derselben Medaille
  • Zahlungspflichten und -möglichkeiten: Vor Antragstellung, ab Antragstellung, ab Eröffnung – Wann darf ich was bezahlen?
  • Zahlungen auf Altverbindlichkeiten – zulässig oder gar erforderlich?
  • Eigentumsvorbehalte, Pfandrechte & Co.
  • Weiternutzung bisheriger Geschäftskonten
  • Verschärfung der Haftung für Sanierungsgeschäftsführer in der Eigenverwaltung durch BGH, Urt. v. 26.04.2018 – IX ZR 238/17
  • Insolvenzforderungen und Masseverbindlichkeiten
  • Aus- und Absonderungsrechte richtig prüfen, Fehler vermeiden
  • Einzelermächtigung oder Treuhandkontenmodell – Risiken, Fehler und praktische Umsetzung
  • Haftung bei Stellung von Insolvenzantrag ohne vorherige Anfechtungsprüfung
  • Der richtige Umgang mit einem Ermittlungsverfahren

Steuerliche Besonderheiten im ESUG-Verfahren
Freitag, 10.05.2019, 9:00 – 17:00 Uhr
Referent: Martin Rekers, Rechtsanwalt, Steuerberater

  • Steuerentrichtungspflichten, insbesondere im Eröffnungsverfahren
  • Vermeidung steuerlicher Haftung
  • Besonderheiten Lohnsteuer und Umsatzsteuer in der Insolvenz
  • Ertragsteuern in der Insolvenz, insbesondere Sanierungsgewinn

Die Teilnahmegebühr pro Seminar beträgt für BV ESUG-Mitglieder 80,00 EUR, für Nicht-Mitglieder 200,00 EUR. Veranstaltungsort ist die Geschäftsstelle des BV ESUG in Düsseldorf. Anmeldung und weitere Informationen erhalten Sie von Frau Inke Schumacher, E-Mail:

Gläubiger stimmen Insolvenzplan für die Enerco Systems zu / Nimex Petroleum wird den Gaslieferanten nach Verfahrensaufhebung übernehmen

Ludwigsburg. 20. Dezember 2018. Die Gläubiger der insolventen Enerco Systems GmbH & Co. KG haben den Insolvenzplan zur Sanierung des Unternehmens bei nur einer Gegenstimme mehrheitlich angenommen. Direkt im Anschluss an den Erörterungs- und Abstimmungstermin bestätigte das Amtsgericht Ludwigsburg den Plan. Das Eigenverwaltungsverfahren des Gaslieferanten soll nun Ende Dezember 2018 aufgehoben werden. Das positive Votum für den Insolvenzplan ist eine wichtige Voraussetzung für die Beendigungen des insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahrens. Mit der Aufhebung wird der eingetretene Investor, die Nimex Petroleum (Neu-Isenburg), den Energielieferanten unter Beibehaltung der Firmierung Enerco Systems fortführen.

Enerco Systems, die zuletzt einen Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro erwirtschaftete, konnte nun in einer Rekordzeit von nur sechs Monaten mittels eines Insolvenzplans in Eigenverwaltung entschuldet werden. „Viele Energielieferanten sind bisher mit der Sanierung innerhalb eines Insolvenzverfahrens gescheitert. Umso mehr freut es mich, dass wir dieses Ergebnis durch den engagierten Einsatz von Mitarbeitern, Gläubigerausschuss, Lieferanten, Kunden, Gericht und Sachwalter erreichen konnten. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die den Sanierungsweg unterstützt haben“, erklärt Geschäftsführer Thomas Schuster nach der Gläubigerversammlung. In einem Eigenverwaltungsverfahren trägt die Geschäftsführung weiterhin die Verantwortung für alle Entscheidungen. Sie führt die Sanierung selbst durch.

Die Gläubiger erhalten in diesem Eigenverwaltungsverfahren der Enerco Systems eine überdurchschnittlich hohe Quote. Der genaue Wert wird allerdings erst 13 Monate nach Rechtskraft des Plans feststehen. Nach derzeitigem Stand soll die flexible Quote rund 17,7 Prozent betragen. Damit erhalten die Gläubiger durch das Eigenverwaltungsverfahren eine vierfach höhere Zahlung im Vergleich zu einer Regelinsolvenz. Laut statistischem Bundesamt liegt die Deckungsquote in dieser Verfahrensart durchschnittlich bei nur 4,1 Prozent.

Enerco Systems wurde in dem Verfahren von der Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp juristisch und betriebswirtschaftlich beraten. Darüber hinaus ergänzte der Sanierungsexperte Dirk Eichelbaum (ebenfalls Buchalik Brömmekamp) die Unternehmensleitung als Sanierungsgeschäftsführer (CRO). „Aufgrund der vielen Gläubiger und der hohen Gaspreise, die sich über die Sommermonate antizyklisch nach oben bewegten, war die Sanierung sehr anspruchsvoll. Mit Hilfe der Eigenverwaltung und dem Einstieg eines Investors konnten wir für alle Beteiligten die beste Lösung finden“, so Rechtsanwalt Dirk Eichelbaum. Sanierungsgeschäftsführer Eichelbaum wird mit der Aufhebung aus dem Unternehmen planmäßig ausscheiden.

Hintergrund der wirtschaftlichen Schieflage waren steigende Beschaffungspreise bei fixierten Absatzverträgen und ein ungünstiger Wechselkurs, die bei dem Energieunternehmen zu erheblich Kostensteigerungen führten. Deshalb beantragte Thomas Schuster bereits Anfang Juni 2018 vorsorglich ein Schutzschirmverfahren, um das Unternehmen umfassend und selbstbestimmt zu sanieren. Zum 1. Januar 2019 wird die Nimex Petroleum neue Alleingesellschafterin der Enerco Systems sein und das Unternehmen weiterhin unter der gleichen Firmierung fortführen. Fokus der neuen, entschuldeten Enerco Systems mit ihren Mitarbeitern ist das Erdgasgeschäft. Von der Stromlieferung hatte sich der Energielieferant bereits vor Monaten getrennt. Nimex Petroleum wurde bei dem Erwerb im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens rechtlich von Graf von Westphalen und betriebswirtschaftlich von RGT Consultants beraten.

Während des Verfahrens wird das Unternehmen, das den Antrag freiwillig gestellt hat, dem unmittelbaren Zugriff seiner Gläubiger entzogen. Die Geschäftsführung wird dabei von einem Sachwalter beaufsichtigt. Dieser überwacht die Einhaltung der insolvenzrechtlichen Regelungen und soll Gläubigerbenachteiligungen verhindern. Als Sachwalter ist Dr. Tibor Braun von der Kanzlei Rechtsanwälte Illig, Braun und Kirschnek aus Stuttgart tätig. „Das Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung hat sich hier erfreulicherweise wieder einmal als Erfolgsmodell erwiesen, auch die verbindliche Auskunft zur Steuerfreiheit des Sanierungsgewinns wurde von den Finanzbehörden erteilt“, so Dr. Braun.

Hiernach wurde gesucht:

  • enerco systems insolvenz

Geprüfter ESUG-Berater: Ausbildungsprogramm für Berater zum Experten für Schutzschirm und Eigenverwaltung / Start am 12. September in Düsseldorf / Jetzt anmelden

Die Sanierung von Unternehmen im Rahmen von Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren ist inzwischen auch in der Wirtschaft und in der Öffentlichkeit als eine strategische Option für Unternehmen in der Krise angekommen.
Selbst bereits insolvente Unternehmen werden Tag für Tag gerettet und kehren nachhaltig saniert in den Markt zurück – sie sind auch der Beweis dafür, dass die neuen Instrumentarien zur Rettung von kriselnden Unternehmen unter dem Schutzschirm des Rechts in der Praxis tatsächlich funktionieren.
Mithilfe der neuen Möglichkeiten gelingt es den Unternehmern einerseits „ihr“ Unternehmen zu erhalten und den Sanierungsprozess aktiv mitzugestalten und andererseits den Gläubigern, sich auch mit ihren Vorstellungen in das Verfahren einzubringen und zu optimalen Ergebnissen in schwierigen Zeiten zu gelangen – und mit den EU-Perspektiven für ein präventives Sanierungsverfahren kommen neue Chancen hinzu.
Für all diese Prozesse bedarf es einer professionellen Vorbereitung und Begleitung – Sanierungen unter Insolvenzschutz sind schon in der Erstberatung und Vorbereitung die Aufgabe für professionell geschulte Berater. Wir bereiten Sie auf diese Aufgabe, auf dieses neue Arbeitsfeld vor und machen Sie zu Partnern in einem bundesweiten Netzwerk von ESUG-Spezialisten. Speziell für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Interim Manager und Unternehmensberater eröffnen sich mit dem ESUG neue Perspektiven und neue Mandate.

Lehrgangsziel
Das Ausbildungsprogramm soll zur qualifizierten Beratung von Unternehmen in der Krise und zur (Vor)Prüfung der Möglichkeiten einer Sanierung unter Insolvenzschutz befähigen. Nach der Ausbildung können die Teilnehmer Unternehmen in Schutzschirmverfahren und Eigenverwaltung beraten und als Interim Manager mit Unterstützung einer ESUG-erfahrenen Rechtsberatung begleiten.

Teilnehmerkreis
Die Ausbildung richtet sich an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Dipl. Kaufleute, Interim Manager und Bankmitarbeiter (Workout) sowie beratende Rechtsanwälte mit Insolvenzschwerpunkt. Die Teilnehmer müssen über eine Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren verfügen.
Der Lehrgang ist auf 20 Teilnehmer begrenzt.

Lehrgangsdauer
Sechs Lehrgangstage in zwei Modulen (insges. ca. 48 Zeitstunden, Anwesenheitspflicht). Die Ausbildung zum „Geprüften ESUG-Berater“ wird mit einer fünfstündigen Klausur abgeschlossen, in der u.a. eine Fallstudie entwickelt werden muss. Die Prüfung findet rund vier Wochen nach dem Lehrgangsende statt und wird ggf. durch eine mündliche Prüfung ergänzt.

Termin:

1. Modul: 12. – 15. September 2018
2. Modul :26. – 29. September 2018

Kosten Lehrgang
5.890,- Euro (inkl. USt.)

Lehrgang und Hochschulzertifikat
5.890,- Euro (inkl. USt.) zzgl. 520,- Euro

Anmeldung und weitere Informationen unter: www.esug-berater.org

Hiernach wurde gesucht:

  • esug berater ausbildung

6. NIVD Frühjahrsdialog – jetzt anmelden – 12./13. April 2018 in Wiesbaden

Der Termin für den 6. NIVD-Frühjahrsdialog steht.

Donnerstag, 12.04.2018 – Freitag, 13.04.2018,
im Hotel Radisson Blu Schwarzer Bock
in Wiesbaden

Als Vortragende konnten bislang gewonnen werden:

  • Dipl. Finanzwirt Holger Busch, Regierungsrat und Leiter des Referates Vollstreckung und Insolvenz beim Landesamt für Steuern Koblenz
  • RA FAInsR Stefan Denkhaus, BRL Insolvenz GbR, Hamburg
  • RA FA IT-Recht Dr. Jens Eckhardt, Derra, Meyer & Partner Rechtsanwälte PartGmbB, Düsseldorf
  • RiAG Frank Frind, Vorstand BAKinso – Bundesarbeitskreis Insolvenzgerichte e.V./Amtsgericht Hamburg
  • RAin Britta Grauke, Weil Gotshal & Manges LLP, Frankurt am Main
  • RiBGH Prof. Dr. Godehard Kayser, BGH Karlsruhe

Zum Ausklang des ersten Tages lädt der NIVD  zusammen mit den Kooperationspartnern Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG, HDI Jahreis & Kollegen, LEGIAL AG und STP Informationstechnologie AG zu einem gemeinsamen Kochevent unter dem Motto „Cook, Talk and Eat“ im LOFTWERK Wiesbaden ein.

Es erwarten Sie spannende Fachvorträge und ein intensiver Gedankenaustausch im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Verantwortung in der Eigenverwaltung“ mit

  • RA FAInsR Dr. Dirk Andres, AndresPartner, Rechtsanwälte & Steuerberater, Insolvenzverwaltung & Restrukturierung, Partnerschaft mbB, Düsseldorf
  • RA Dr. Utz Brömmekamp, Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Düsseldorf
  • RA FAInsR Jochen Sedlitz, Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Stuttgart

Moderation: Prof. Dr. Christoph G. Paulus, LL.M. (Berkeley),
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozess- und Insolvenzrecht sowie Römisches Recht, Humboldt Universität zu Berlin

Teilnehmergebühr: Mitglieder: 525,00 €; 

Bei einer Early Bird-Anmeldung bis zum 28.02.2018 erhalten Sie einen Frühbucherrabatt in Höhe von EUR 100,00.

Melden Sie sich schon jetzt online unter https://www.nivd.de/veranstaltungen/fruehjahrsdialog.html an.

Business Breakfast „Finanzierung ohne Banken? Neue Sanierungsoptionen!“ von Buchalik Brömmekamp, creditshelf und Patrimonium in Düsseldorf

Alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding, (Online) Direct Lending, Factoring, Finetrading und andere Finanzierungsmöglichkeiten werden Finanzierungsvorhaben mittelständischer Unternehmen verändern und konventionelle Banken sowie Sparkassen als Kreditgeber ablösen. Was verbirgt sich hinter dem Begriff Mittelstandsfinanzierung 4.0?
Von Unternehmen, die sich in der Krise befinden und zusätzliches Geld zur Fortführung benötigen, wird seitens der Kreditinstitute ein Sanierungskonzept gem. IDW S6 gefordert, bevor neue Finanzierungsmittel gewährt werden.
Oft wird eine Sanierung außerhalb einer Insolvenz angestrebt, bei der Überbrückungskredite gewährt und das Kreditengagement erhöht werden muss. Dabei ist eine Sanierung innerhalb der Insolvenz in Eigenverwaltung häufig die bessere Option!
Bei unserer Veranstaltung am Mittwoch, 28. November 2017,
08:30 Uhr – 10:45 Uhr, bieten wir Ihnen die Möglichkeit diese Fragen zu erörtern und mit Vertretern aus verschiedenen Finanzierungsbereichen ins Gespräch zu kommen.

Referenten:

Thomas Reifert, Buchalik Brömmekamp
Richard Heller, Leiter Firmenkunden creditshelf
Knud Dippel, Investment Manager Patrimonium Asset Management AG
Dr. Hubertus Bartelheimer, Geschäftsführer Buchalik Brömmekamp

Anmeldung unter: http:/bb-short.de/ocuc

Infoveranstaltung: Insolvenz der Air Berlin – Ihre Arbeitnehmerrechte

Die Insolvenz der Air Berlin ist ein harter Schlag für die Beschäftigten von Air Berlin. Auch wenn Verdi und Vereinigung Cockpit für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen, gibt es einige Besonderheiten in der Eigenverwaltung zu beachten.

Buchalik Brömmkamp führt am Montag, 21.8.2017, ab 17 Uhr eine Informationsveranstaltung durch, die über die Auswirkungen der Insolvenz und die Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere bei Kündigungen, Arbeitsplatzverlegung und Vergütungsänderungen aufklärt. Als unabhängige Experten im Arbeitsrecht erklären wir die Eigenverwaltung und zeigen auf,
was ein (Teil-)Verkauf der Airline für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet.

Die Veranstaltung, die kostenlos ist, findet bei Buchalik Brömmekamp in Düsseldorf statt. Die Anmeldung kann nur online unter www.bb-seminare.de erfolgen. Über die Berücksichtigung der Anmeldung entscheidet die Reihenfolge der Eingänge.

Referent:

Rechtsanwalt Michael Kothes ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Fachanwalt für Sozialrecht und berät für die Düsseldorfer Sozietät und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp Arbeitnehmer, Betriebsräte und Unternehmen außerhalb und innerhalb der Insolvenz. Sein besonderer Schwerpunkt liegt im Insolvenzarbeitsrecht, also der Bearbeitung sämtlicher im Zusammenhang mit dem Arbeitsrecht in der Insolvenz aufkommenden Fragestellungen. Als Experte für das Arbeitsrecht in der Insolvenz ist er regelmäßig als Referent, unter anderem für die Steuerberaterkammern Köln und Westfalen, als auch als arbeitsrechtlicher Autor des Kommentars zum Insolvenzrecht Kraemer/Vallender/Vogelsang tätig.

Buchalik Brömmekamp als Kaffeesponsor beim deutsch-niederländischen „Open Coffee Niederrhein“

Am 14.12.2016 werden Rechtsanwalt Dr. Utz Brömmekamp und Rechtsanwältin Femke Boyens den Teilnehmern des „Open Coffee Niederrhein“ sowohl die Wirtschaftskanzlei als auch die Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp kurz vorstellen und die Tätigkeitsfelder beider Unternehmenszweige im grenzüberschreitenden Kontext beleuchten. Inhaltliche Schwerpunkte des Kurzvortrags werden die bestmögliche Abwehr von Anfechtungsansprüchen deutscher Insolvenzverwalter sowie die Beantwortung der Frage, wie sich ein Unternehmer bestmöglich verhält, wenn sein Kunde oder Lieferant in die Krise gerät, sein. Die Veranstaltung im Brüggener Innovations- und Gründerzentrum richtet sich sowohl an niederländische als auch an deutsche Interessenten.

Beim „Open Coffee Niederrhein“ handelt es sich um eine im Jahr 2011 ins Leben gerufene Veranstaltung, im Rahmen derer sich jeden zweiten Mittwoch im Monat interessierte Unternehmer und Dienstleister aus der Region in zwangloser Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee oder Tee treffen, um neue grenzüberscheitende Kontakte zu knüpfen oder bereits bestehende zu vertiefen.

Der „Open Coffee“ findet insbesondere aufgrund des lockeren Umgangs miteinander großen Anklang bei den Teilnehmern, die gleichermaßen aus den Niederlanden und aus Deutschland stammen. Über die Jahre entstand so eine offene Gesprächskultur, aus welcher bereits eine Vielzahl neuer Geschäftskontakte hervorgegangen ist.

Organisiert wird der „Open Coffee“ von der Burggemeinde Brüggen in Zusammenarbeit mit der IHK Mittlerer Niederrhein, der Fa. Best Web Solutions und der Fa. Standort Niederrhein GmbH.

Eine Anmeldung zu der Veranstaltung am 14.12.2016 ist unter nachfolgendem Link möglich:

http://www.open-coffee-niederrhein.de/index.php/de/12-veranstaltungen/137-open-coffe-dez

Datum:               14.12.2016

Uhrzeit:              08:30 – 10:30

Ort:                     Brüggener Innovations- und Gründerzentrum (BIG), Markstr. 36 in Brüggen-Bracht.

2. Deutscher Gläubigerkongress: Wege für eine erfolgreiche Sanierung unter Insolvenzschutz

  • ESUG noch mit Kinderkrankheiten
  • Branchentreff für Unternehmer, Sanierungsberater, Rechtsanwälte, Work-Out-Experten, Insolvenzverwalter/Sachwalter und Richter

Düsseldorf, 7. Mai 2013. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) wird deutlich, wie tiefgreifend der Wandel ist, der sich mit diesem Gesetz für Unternehmen in der Krise, Gläubiger, die beratenden Berufe und auch für die Insolvenzverwalter vollzogen hat. „Rund 250 Verfahren sind in den vergangenen Monaten bei den Insolvenzgerichten angemeldet worden und die Tendenz ist weiter steigend. Mit dem ESUG sind wir auf dem richtigen Weg“, erklärt Veranstalter Prof. Dr. Hans Haarmeyer vom Deutschen Institut für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI). Die planbare Sanierung unter Insolvenzschutz ist damit ein absolutes Novum und mit diesen Instrumenten gewinnt Deutschland erstmals Anschluss an die Sanierungskulturen in anderen Ländern. Dennoch steht der steigenden Professionalität bei den institutionellen Gläubigern, Sachwaltern und sanierungserfahrenen Beratern eine weitgehende Unkenntnis der Unternehmer und Kleingläubiger sowie ein Beharren an den alten Verfahren durch einige Gerichte entgegen. Der 2. Deutsche Gläubigerkongress am 5. Juni 2013 in Düsseldorf/Neuss soll die Stolpersteine der Verfahren aufdecken und einen effizienten Weg zu einer erfolgreichen Unternehmenssanierung sowie einer Sanierungskultur in Deutschland aufzeigen.

Experten schätzen, dass bisher Insolvenzanträge erst ein Jahr nach der tatsächlichen eingetretenen Insolvenz gestellt wurden, denn der Gang zum Insolvenzgericht stigmatisiert. Das Schutzschirmverfahren konnte die Hemmschwelle, den Gang des Unternehmers zum Insolvenzgericht, deutlich senken. Dennoch gilt es als offizielles Insolvenzverfahren mit aller negativen Öffentlichkeitswirkung. „Ein eigenständiges Sanierungsverfahren, das nicht als Insolvenzverfahren bekannt gemacht werden muss, aber die Möglichkeiten des ESUG nutzt, kann die Motivation zur früheren Antragsstellung weiter erhöhen. Dadurch könnten deutlich mehr Arbeitsplätze und Lieferantenforderungen gerettet werden“, so Sanierungsexperte Robert Buchalik (Buchalik Brömmekamp). In Polen, Frankreich oder Großbritannien sind vorinsolvenzliche Verfahren schon üblich.

Einer der wesentlichen Kostenfaktoren eines Insolvenzverfahrens ist die Vergütung des Insolvenzverwalters. Die gesetzliche Intention, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen, wird damit nicht vollumfänglich erfüllt. „Die Verfahrenskosten und die Vergütung sollten auf einen Maximalanteil von 30 Prozent der für die Gläubiger vorhandenen Masse begrenzt werden“, so der DIAI-Direktor Prof. Dr. Hans Haarmeyer. Die Vergütung des Insolvenzverwalters könnte zukünftig auch von der Zustimmung der Gläubiger und nicht wie bisher der Gerichte abhängig gemacht werden, zumal diese den Verwalter auch bestimmt haben.

Für weitere Diskussionen dürften auf dem Kongress die Maßnahmen zu mehr Professionalisierung der Verfahrensabwicklung sorgen. Nach 15 Monaten sammeln die Verfahrensbeteiligten noch Erfahrungen. Angesicht eines jährlichen Insolvenzschadens für die Gläubiger von durchschnittlich 40 Milliarden Euro ist jedoch Eile geboten, die Qualifikation schnellstmöglich zu erhöhen. Bei den Gerichten könnte eine Konzentration auf wenige Standorte mit spezialisierten Insolvenzrichtern zu mehr Verfahrenssicherheit beitragen. Sanierungsberater und Sachwalter sollten sich für Sanierungen unter Insolvenzschutz in besonderer Weise qualifizieren und zertifizieren lassen, um Missbrauch und Schlechtberatung vorzubeugen. Und für die Gläubiger sollte die Möglichkeit geschaffen werden, sich durch bundesweit aufgestellte Verbände vertreten zu lassen. Denn die Interessen der ungesicherten Kleingläubiger bleiben im Gläubigerausschuss oft außen vor, obwohl sie zahlenmäßig die größte Gruppe darstellen. „Mit solchen Maßnahmen“, so Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Christoph Hillebrand (Morison Köln AG), „kann die Insolvenz- und Sanierungslandschaft in den nächsten Jahren wesentlich verbessert werden. Dies kommt gerade den klein- und mittelständischen Unternehmen zu Gute, die von besonders hohen Ausfällen bei Insolvenzen betroffen sind.“

Die Themen auf dem 2. Deutschen Gläubigerkongress sind vielfältig, ebenso wie die Interessen der Verfahrensbeteiligten. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen deshalb Erfahrungsberichte von Geschäftsführern und Vorständen sanierter Unternehmen, die über “ihre erfolgreiche Insolvenz” sprechen. Darüber hinaus berichten praxiserprobte Berater, Work-Out-Spezialisten, Insolvenzverwalter und Gläubiger über die bisherigen Erfahrungen mit dem Gesetz und dessen Umsetzung. Vorträge über die aktuelle Rechtsentwicklung sowie zentrale Fragen der Unternehmenssteuerung in der Krise und Insolvenz runden das Kongressprogramm ab. Der 2. Deutsche Gläubigerkongress schließt mit einem Referendum zur Verbesserung des Insolvenzrechts und zur weiteren Stärkung der Gläubigerrechte.

Als Referenten haben zugesagt:

Rechtsanwalt und Sanierungsberater Robert Buchalik (Buchalik Brömmekamp), Insolvenzverwalter Dr. Michael C. Frege (CMS Hasche Sigle), Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (Schneider, Geiwitz & Partner), MinDirin Marie Luise Graf-Schlicker (Bundesministerium der Justiz), Prof. Dr. Hans Haarmeyer (DIAI), Wirtschaftsprüfer Christoph Hillebrand (Morison Köln), Richter Martin Horstkotte (AG Charlottenburg), BGH-Richter Dr. Gerhard Pape, Insolvenzverwalter Michael Pluta (Pluta Rechtsanwalts GmbH), Mark Toschek (EIKA Kerzen GmbH) Dr. Ahrend Weber (Bundesverband deutscher Banken (BdB)) und Rechtsanwalt Andreas Ziegenhagen (Salans).

Anmeldung unter http://glaeubigerkongress.com/anmeldung-2