Der Bundesverband bündelt Interessen der ESUG-Berater

Mit der Reform des Insolvenzrechts durch das ESUG zum 01. März 2012 haben sich die Sanierungsmöglichkeiten für Unternehmen unter Insolvenzschutz deutlich verbessert. Insbesondere wurde der Zugang zur Eigenverwaltung erleichtert und das Insolvenzplanverfahren sanierungsfreundlicher gemacht. Das ESUG hat aber auch zur Folge, dass sich das Insolvenzgeschehen in Deutschland nunmehr in einem grundlegenden Wandel befindet. Einige Insolvenzverwalter spüren dies anhand zurückgehender Umsätze, andere verabschieden sich gänzlich aus dem Markt.

Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland hat sich verbessert, wodurch die Zahl der Insolvenzverfahren gegenwärtig sinkt. Erfahrungsgemäß wird diese Entwicklung jedoch nicht anhalten. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Insolvenzverfahren in Zukunft wieder ansteigen wird. Allerdings sind nicht alle Insolvenzverwalter gleichermaßen von rückläufigen Umsätzen betroffen. Vor allem, wenn Insolvenzverwalter das ESUG auch als marktliche Chance betrachten und sich mit den neuen Gegebenheiten positiv arrangieren, profitieren sie von den Veränderungen durch das neue Gesetz. Des Weiteren bietet das ESUG für Berater und Institutionen, die zu Insolvenzen im Tagesgeschäft Berührungspunkte haben, neue geschäftliche Möglichkeiten.

Der Bundesverband ESUG e.V.

Der Vereinszweck des Bundesverbandes ist die Weiterentwicklung des deutschen und europäischen Insolvenzrechts, die Schaffung und Förderung einer Sanierungskultur der zweiten Chance in der deutschen Wirtschaft sowie die Vertretung der Interessen der Mitglieder in allen das ESUG betreffenden Belangen. Dabei soll auch die Aus-und Fortbildung der in diesem Rechtsgebiet tätigen Personen im Vordergrund stehen. Derzeit besteht der Vorstand des Bundesverbandes ESUG e.V. aus drei Vorstandsmitgliedern, Rechtsanwalt Robert Buchalik (Buchalik Brömmekamp Rechtsanwälte | Steuerberater), Rechtsanwalt Johannes Koepsell (GKS Rechtsanwälte GbR) und Lennart Koch (Taskforce). Daneben unterstützen fünf Beiratsmitglieder den Bundesverband: Eva Fromm (National-Bank AG), Prof. Achim Albrecht (Westfälische Hochschule), Udo Dötsch (Sparkasse Duisburg), Rechtsanwalt Rolf Weidmann (GÖRG Rechtsanwälte) und Prof. Dr. Hans Haarmeyer (DIAI – Deutsches Institut für angewandtes Insolvenzrecht e.V.).

Um dauerhaft die Ziele des Vereins um-und durchsetzen zu können, strebt der Bundesverband eine wesentlich breitere Mitgliederbasis an. In der vergangenen Mitgliederversammlung wurde deshalb beschlossen, im Verein nicht nur geprüfte ESUG-Berater, sondern auch solche Mitglieder aufzunehmen, die sich den Zielen des ESUG in ihrer praktischen Arbeit verpflichtet sehen und gewillt sind, den Verein aktiv zu unterstützen. Die Mitgliedsbeiträge und Beitrittsvoraussetzungen lauten wie folgt:• Für Vollmitglieder wird seit dem 01.01.2015 eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 600 EUR erhoben.

• Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 600 EUR.

• Jede Neuaufnahme als Mitglied des Vereins muss von zwei Mitgliedern des Vereins unterstützt werden.

Außerdem sind Fördermitglieder im Verein überaus willkommen und für dessen Weiterentwicklung sehr wichtig. Fördermitglieder können Personen werden, die sich nachhaltig für die Förderung und Weiterentwicklung des ESUG und/oder die berufliche Aus-und Fortbildung der auf diesem Gebiet tätigen Personen engagieren. Mitgliedsbeiträge der Fördermitglieder sind nicht vorgesehen. Sie fördern den Verein durch finanzielle oder geldwerte Zuwendungen im Wert von mindestens 1000 EUR pro Jahr. Sollten Sie Interesse daran haben, dem ESUG zu einer breiteren Basis zu verhelfen und die Gedanken des neuen Insolvenzrechts in der deutschen Rechtswirklichkeit stärker zu verankern, können Sie sich auf der Homepage des Bundesverbandes ESUG e.V. (bv-esug.de) hierüber näher informieren.

RA Katrin Schröder, Buchalik Brömmekamp Rechtsanwälte | Steuerberater
Pascal Trilling, Junior Consultant, Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung GmbH