Blanke textech erfolgreich durch Eigenverwaltungsverfahren saniert

  • 143 Arbeitsplätze sind gerettet

Bad Salzuflen, 11. April 2014. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der Blanke textech GmbH wird aller Voraussicht nach Ende April nach erfolgreicher Sanierung aufgehoben und damit nach siebenmonatiger Dauer beendet sein. Das Amtsgericht Detmold hat mit seiner Bestätigung des Insolvenzplanes dazu einen wesentlichen Schritt beigetragen. Zuvor hatte schon die Gläubigerversammlung dem vom Unternehmen vorgestellten Insolvenzplan mit großer Mehrheit zugestimmt. Nach der erfolgreichen Restrukturierung besteht nun Sicherheit für die verbliebenen 138 Mitarbeiter und fünf Auszubildenden. Auf der Basis der umgesetzten Maßnahmen sieht sich das Unternehmen, das einen Umsatz von 18,5 Mio. Euro erwirtschaftet, gut für die Zukunft aufgestellt.

Der Verlust von Aufträgen eines Großkunden im Sommer des vergangenen Jahres zwang das Unternehmen zur Anpassung der vorgehaltenen Kapazitäten und Kostenstrukturen. Aus diesem Grund entschied sich die Geschäftsleitung im Oktober 2013 ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Wegen der notwendigen, betriebsbedingten Kündigungen wurde mit der IG Metall und dem Betriebsrat ein Sozialplan mit Interessenausgleich abgeschlossen. 143 Arbeitsplätze konnten gerettet werden.

Während des Verfahrens ließ sich das Unternehmen durch die Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp (Düsseldorf) rechtlich und betriebswirtschaftlich beraten. So begleiteten Rechtsanwalt Uwe Kassing das Verfahren als Sanierungsgeschäftsführer und Rechtsanwalt Dr. Jasper Stahlschmidt die eigenverwaltende Schuldnerin während des gesamten Verfahrensverlaufs. Darüber hinaus erstellte das Beratungsunternehmen gemeinsam mit der Geschäftsführung von Blanke den Insolvenzplan, der die Entschuldung des Unternehmens und die Restrukturierungsmaßnahmen aufzeigt. Weiterhin wurde das Verfahren von Beginn an durch den eigens gebildeten Gläubigerausschuss und dem vom Gericht bestellten Sachwalter Heinrich Stellmach (Kanzlei Stellmach, Bröckers und Dr. Schoofs) konstruktiv begleitet.

„Ziel war es von Anfang an, das Verfahren so kurz wie möglich zu halten, um eine Verunsicherung von Kunden und Lieferanten möglichst zu vermeiden“, so Andreas Schwaner, Geschäftsführer der Blanke, „das ist mit einer Verfahrensdauer von nur sieben Monaten gelungen.“ Die Geschäftsführung der Blanke bedankt sich daher ausdrücklich bei allen Beteiligten für die aktive und konstruktive Mitwirkung sowie das gegebene Vertrauen.