Gläubiger von Actano stimmen Insolvenzplan zu

  • Arbeitsplätze abgesichert
  • RPLAN Geschäft nachhaltig aufgestellt

München, 24. März 2014. In einem Abstimmungstermin vor dem Amtsgericht München votierten die Gläubiger der Actano GmbH für den vom Unternehmen vorgelegten Insolvenzplan. Daraufhin bestätigte auch das Amtsgericht München das Zukunftskonzept des Projektmanagement-Spezialisten. Damit kann die Restrukturierung planmäßig zu Ende geführt werden und die Aufhebung des Eigenverwaltungsverfahrens in Kürze erfolgen. Wesentliche Bestandteile der Restrukturierung sind die Verbesserung der Kosten- und Umsatzsituation. Zugleich wurden Arbeitsplätze abgesichert und bleiben erhalten.

„Das Abstimmungsergebnis zeigt, dass Kunden, Investoren, Lieferanten und Mitarbeiter hinter dem Unternehmen stehen und fest an eine positive Zukunft glauben. Die Sanierungsphase hat das Management intensiv genutzt, um Finanzen und Strukturen neu zu ordnen und unser Softwarehaus leistungsfähig aufzustellen“, erklärt Actano-Geschäftsführer Markus Lipinsky. „Der Verwaltungsrat hat den vom neuen Management eingeschlagenen Kurs zu 100% mitgetragen. Die Software RPLAN steht inzwischen um ein vielfaches besser da: Die Technologie ist für die Kunden langfristig abgesichert, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stark verbessert und Schlüsselkunden tragen den eingeschlagenen Weg mit!“ freute sich Verwaltungsratsvorsitzender Peter Derendinger über die positive Entscheidung zum Sanierungsplan.

Zusammen mit den Restrukturierungsexperten der Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp hatte Actano einen Sanierungsplan erarbeitet, der die Maßnahmen zur nachhaltigen Fortführung des Unternehmens sicherstellt. „Durch die konstruktive Begleitung mit dem Amtsgericht München und dem Sachwalter Dr. Matthias Hofmann konnten wir das Verfahren in der Rekordzeit von nur fünf Monaten zum Erfolg führen. Ein besonderer Dank gilt natürlich auch den Gläubigern und Mitarbeitern, die das Restrukturierungskonzept die ganze Zeit mitgetragen und erst ermöglicht haben“, erklärt Dr. Jasper Stahlschmidt (Buchalik Brömmekamp), der das Unternehmen während des Verfahrens als Sanierungsexperte begleitet.

Der vom Amtsgericht München bestellte Sachwalter Dr. Matthias Hofmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte hat den Sanierungsprozess seit der Antragstellung vor nicht einmal vier Monaten im Interesse der Gläubiger von Actano überwacht und begleitet. Auch Hofmann zieht ein positives Resümee: „Actano hat es in der Eigenverwaltung geschafft, wichtige Verträge mit Kunden neu zu verhandeln und nunmehr mit dem Insolvenzplan für die Gläubiger und für Actano eine Lösung zu finden, die auch den dauerhaften Erhalt von Actano ermöglicht.“ Die erste Verteilung an die Gläubiger durch den Sachwalter steht im Juli 2014 an.

Mit dem Eigenverwaltungsverfahren nutzt Actano die verbesserten Chancen einer Restrukturierung, die das ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) seit März 2012 bietet.