Lübecker Unternehmer übernimmt Getriebemotorenhersteller Bockwoldt

  • Nachfolgeregelung für Hamburger Traditionsunternehmen gefunden
  • Familienbetrieb nach Insolvenz wieder in ruhigem Fahrwasser

Bad Oldesloe. 28. April 2017. Der Lübecker Unternehmer Johann W. von Eicken hat den Getriebemotorenhersteller Bockwoldt übernommen. Seine Beteiligungsgesellschaft hat das Unternehmen zum 1. April 2017 über einen Asset Deal aus der Insolvenz heraus erworben. Zuvor setzte er sich in einem Investorenprozess gegen mehrere Bieter durch.

Das sanierte Unternehmen wird künftig von Johann W. von Eicken gemeinsam mit Dr. Ing. Felix Oehme geleitet. Der mit 75 Jahren mehr als doppelt so alte Seniorpartner Johann W. von Eicken hat hier eine neue unternehmerische Herausforderung gefunden: Sein bisheriges Unternehmen ist bereits an die nächste Generation übergeben – Johann W. von Eicken will aber unternehmerisch aktiv bleiben.

Hintergrund: Das Oldesloer Traditionsunternehmen Bockwoldt war Anfang 2016 durch die Insolvenz eines Zulieferers selbst in die Insolvenz geraten. Seitdem hatte es ein Eigenverwaltungsverfahren durchlaufen, das ohne Stellenabbau in dem Verkauf mündete.

Mit der Eigenverwaltung hatte Bockwoldt die Möglichkeiten einer Sanierung unter Insolvenzschutz genutzt. Unter der Aufsicht eines Sachwalters und mit betriebswirtschaftlicher und juristischer Begleitung durch Buchalik Brömmekamp (Düsseldorf) konnte der Getriebemotorenhersteller nachhaltig saniert und für den nun vollzogenen Verkauf vorbereitet werden. Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft hat den Unternehmer von Eicken beim Erwerb des Getriebemotorenherstellers Bockwoldt begleitet.

Bockwoldt wurde 1914 von dem Ingenieur Carl Bockwoldt in Hamburg gegründet. Das erfolgreiche Familienunternehmen ist mittlerweile auf der ganzen Welt vertreten. Bockwoldt entwickelt und produziert Getriebe und Getriebemotoren sowie elektronische Steuerungen. Das Unternehmen beschäftigt am Stammsitz in Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) rund 50 Mitarbeiter.