Verfahrenseröffnung bei der Deutschen Mechatronics

  • Sanierungskonzept wurde vorgestellt
  • Maßnahmen zur Umsetzung laufen auf Hochtouren

Mechernich, 1. August 2013. Die Sanierung der Deutschen Mechatronics GmbH hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Das Amtsgericht Bonn eröffnete das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens und hat zugleich die Eigenverwaltung angeordnet. Damit können die Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt des Unternehmens durch den Geschäftsführer Wolfgang Deinhard und den Sanierungsgeschäftsführer Hans Fritsche von der Kanzlei Buchalik Brömmekamp weiterhin unter Aufsicht des Sachwalters umgesetzt werden. Zum Sachwalter wurde Dirk Obermüller von der Bonner Kanzlei DHPG ernannt, der bereits als vorläufiger Sachwalter bestellt war. Die Produktion und die Auslieferung an Kunden laufen auch im eröffneten Verfahren ungehindert weiter.

Der vorläufige Gläubigerausschuss dem neben den Banken, ein Vertreter des Lieferantenpools, der Betriebsratsvorsitzende, ein Dienstleister des Unternehmens sowie ein Kleingläubiger angehört, unterstützt das Sanierungskonzept. Neben Maßnahmen zur Optimierung der Produktion und des Einkaufs sieht das Konzept einen sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau von 73 Stellen vor. Dazu verabschiedeten Geschäftsführung, Betriebsrat und die IG Metall einen Sozialplan. Danach können die betroffenen Mitarbeiter in einem Zeitraum von bis zu zwölf Monaten in eine Transfergesellschaft wechseln. Nach einem ersten Gespräch schließen sich für die Mitarbeiter individuelle Qualifizierung- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Die Transfergesellschaft hat die Aufgabe, die betreuten Beschäftigten so schnell wie möglich wieder in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln.

Die Deutsche Mechatronics GmbH hatte am 29. April 2013 einen Insolvenzantrag gestellt. Schon damals ordnete das Amtsgericht Bonn auf Antrag der Deutschen Mechatronics eine vorläufige Eigenverwaltung an, die vom vorläufigen Gläubigerausschuss einstimmig befürwortet wurde. Die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise und erhebliche Pensionsverpflichtungen haben zur wirtschaftlichen Schieflage geführt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 420 Mitarbeiter und erzielte in 2012 einen Umsatz von ca. 50 Mio. Euro.