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Eigenverwaltungsverfahren von Hoppe eröffnet

  • Finanzierung für laufendes Geschäftsjahr ist gesichert
  • Insolvenz des Mitgesellschafters Schlemmer Group hat derzeit keinen Einfluss auf die Unternehmensfortführung und Sanierung von Hoppe

Blankenfelde-Mahlow. 15. Januar 2020. Die Sanierung der Hoppe Kunststoffspritzerei und Formenbau GmbH & Co. KG macht weitere Fortschritte und hat den nächsten Meilenstein erreicht. Anfang des Jahres 2020 hat das Amtsgericht Potsdam das Eigenverwaltungsverfahren planmäßig eröffnet und damit die Sanierungswürdigkeit des Unternehmens untermauert. „Durch das Verfahren bleibt das Unternehmen ständig voll handlungsfähig. Wir können weiterhin wie gewohnt produzieren und sind bei der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen im Zeitplan“, erklärt Geschäftsführer Martin Liefländer. Mit dem Verfahren will sich Hoppe an die Veränderungen in der Automobilzulieferindustrie anpassen und auf die Herstellung hochwertiger Präzisionsteile sowie der dazugehörigen Formen konzentrieren. Die Aufhebung des Verfahrens ist für Mai dieses Jahres geplant.

Hoppe stellt hochpräzise thermoplastische Kunststoffspritzteile für die Automobilindustrie her. Das Unternehmen betreibt hierfür einen Produktionsstandort in Blankenfelde, an dem insgesamt 85 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zu den weltweit rund 60 Kunden gehören namenhafte Automobilhersteller und die Automobilzulieferindustrie.

Völlig überrascht wurde Hoppe von der Insolvenz des Mehrheitsgesellschafters Schlemmer Group im Dezember 2019. „Die Regelinsolvenz von Schlemmer hat allerdings derzeit keine negativen Folgen für die für 2020 angestrebte Sanierung und die Unternehmensfortführung“, bestätigt Geschäftsführer Liefländer. Bereits zu Beginn der Eigenverwaltung im Oktober 2019 hatte Schlemmer seinen Rückzug aus dem Berliner Traditionsunternehmen angekündigt. „Ein wesentliches Sanierungsziel war es, mit den Kunden sichere Abnahmemengen zu vereinbaren und notwendige Preis- und Kostenanpassungen vorzunehmen. Dies werden wir durch die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen erreichen. Die Finanzierung für das laufende Geschäftsjahr ist gesichert“, sagt Liefländer weiter.

Zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp wird derzeit ein tragfähiges Sanierungskonzept entwickelt, dem das Gericht und die Gläubiger zustimmen müssen. „Wir konnten aufzeigen, dass wir in dem Verfahren eine lückenlose Belieferung unserer Kunden sicherstellen können. Damit haben wir Bandstillstände verhindert. Das hat im vorläufigen Verfahren die Kunden und Lieferanten überzeugt und Vertrauen geschaffen“, so Florian Schercher, Projektleiter und Associate Partner bei Buchalik Brömmekamp. „Die Geschäftspartner haben ihre volle Unterstützung signalisiert und gehen den nun eingeschlagenen Sanierungsweg mit“, ergänzt André Lehmann, Projektmanager Finance bei Buchalik Brömmekamp.

Die Eigenverwaltung verfolgt das Ziel, das Unternehmen zu restrukturieren und fortzuführen. Dabei bleibt die unternehmerische Verantwortung beim bisherigen Geschäftsführer. Er führt den Sanierungsprozess selbstständig mit einem ihm zur Seite gestellten Sachwalter und Hand in Hand mit einem sanierungserfahrenen Beratungsunternehmen durch. Während des Verfahrens wird der Geschäftsbetrieb unverändert weitergeführt. Der Sachwalter übernimmt eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen und zusammen mit den Beratern die Sanierung im Interesse der Gläubiger zu unterstützen. Das Amtsgericht Potsdam hat den sanierungserfahrenen Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff, Partner der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner, als Sachwalter bestellt. Christian Graf Brockdorff war bereits im vorläufigen Verfahren als vorläufiger Sachwalter bestellt worden.

Sanierungsplan des Fahrzeugbauers Meier-Ratio einstimmig von Gläubigern angenommen

  • Sanierungsmaßnahmen wurden bereits überwiegend umgesetzt und sollen zügig abgeschlossen werden

Dessau-Roßlau. 16. Oktober 2019. Die Gläubiger des Fahrzeugbauers Meier-Ratio haben sich einstimmig für die kurzfristige Umsetzung des Sanierungskonzeptes ausgesprochen. Beim Erörterungs- und Abstimmungstermin vor dem Amtsgericht Dessau-Roßlau gaben sie damit grünes Licht für die weitere Sanierung und eine schnelle Verfahrensaufhebung. Meier-Ratio hat sich durch ein Eigenverwaltungsverfahren wieder wettbewerbsfähig aufgestellt. Zusammen mit der Unternehmens- und Rechtsberatung Buchalik Brömmekamp hat der Fahrzeugbauer ein Sanierungskonzept erarbeitet, das in einem Insolvenzplan mündete und die notwendigen Handlungsmaßnahmen aufzeigt. Diesem Plan haben die Gläubiger einstimmig zugestimmt. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass die Gläubiger unserem Plan gefolgt sind und damit ihre Unterstützung für die Fortführung des Unternehmens gegeben haben. Wir werden nun vorrangig daran arbeiten, dass die aufgezeigten Maßnahmen in der Produktion, dem Controlling und dem Vertrieb weiter umgesetzt werden“, erklärt Geschäftsführer Henning Meier.

„Mit dem Verfahren verfolgen wir das Ziel, das Unternehmen dauerhaft mit den bestehenden Gesellschaftern fortzuführen. Der Geschäftsbetrieb läuft vollumfänglich weiter. Die operative Umsetzung der Maßnahmen laufen auf Hochtouren und erste Erfolge konnten wir bereits verzeichnen“, erklärt Tim Langstädtler von Buchalik Brömmekamp, der die Unternehmensleitung in dem Verfahren unterstützt.

Ende April 2019 eröffnete das Amtsgericht Dessau-Roßlau das Verfahren. Rechtsanwalt Dr. Stephan Thiemann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH wurde zum Sachwalter bestellt. Der Sachwalter übernimmt in einem Verfahren in Eigenverwaltung eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu prüfen. „Meier-Ratio geht mit seinen knapp 40 Mitarbeitern restrukturiert, zukunftsfähig und gestärkt aufgestellt aus dem Verfahren hervor. Die wichtigsten Maßnahmen aus dem Sanierungsplan sind oder werden noch im laufenden Jahr umgesetzt. Die Sanierung im Rahmen einer Eigenverwaltung war für Meier-Ratio der richtige Weg“, sagt Pluta-Sanierungsexperte und Sachwalter Dr. Thiemann.

Mit der Eigenverwaltung nutzt das Unternehmen die seit 2012 geltende Möglichkeit einer Sanierung unter Insolvenzschutz. Im Eigenverwaltungsverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung bei der bisherigen Geschäftsführung. Meier-Ratio stellt am Standort Dessau-Roßlau Absetzkipper her und vertreibt zusätzlich Abrollkipper sowie Anhänger für Nutzfahrzeuge. Zu den Kunden von Meier-Ratio gehören der Ein-Mann-Betrieb genauso wie die Big-Player der Transportbranche. Das Traditionsunternehmen wurde 1968 gegründet und beschäftigt derzeit 38 Mitarbeiter.

Sanierungsverfahren der Bagel Bakery erfolgreich beendet

  •  Kunden und Lieferanten unterstützten Sanierungsweg

Gutenborn. 15. Oktober 2019. Das Amtsgericht Halle (Saale) hat das Eigenverwaltungsverfahren der Bagel Bakery GmbH aufgehoben. Damit geht das Verfahren des Produzenten von amerikanischen Backprodukten, das am 1. Juli 2018 eröffnet wurde, erfolgreich zu Ende. Bereits im Juni hatten die Gläubiger dem vom Unternehmen vorgeschlagenen Insolvenzplan ohne Gegenstimme zugestimmt. Das Amtsgericht Halle (Saale) hatte den vorgelegten Plan ebenfalls bestätigt. Beides sind wesentliche Voraussetzungen für die Aufhebung des Verfahrens.

Ziel des Verfahrens war die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen unter anderem im Bereich der Produktion der Backwaren. Der Geschäftsbetrieb lief seit der Antragstellung uneingeschränkt fort. Die Sanierung wurde von der Rechts- und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp aus Berlin beratend begleitet. Weiterhin überwachte Sachwalter Dr. Stephan Thiemann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH das Verfahren im Sinne der Gläubiger. Die Bagel Bakery beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Hauptsitz des Betriebes ist Gutenborn in Sachsen-Anhalt. Dort werden Bagels, Muffins, Brownies und Cookies hergestellt.

„Ich freue mich, dass wir die Bagel Bakery wieder in ruhiges Fahrwasser bringen konnten und der Geschäftsbetrieb wieder normal läuft. Mein Dank gilt deshalb allen Beteiligten für das entgegengebrachte Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit in dieser Sanierung. Einen großen Anteil an diesem Erfolg haben natürlich auch meine Mitarbeiter, die mit viel Engagement diese unruhige Zeit gemeistert haben“, so Geschäftsführer Christian Kiefer.

„Bagel Bakery kann nun wieder positiv in die Zukunft blicken. Die weiterhin hohe Zustimmung der Kunden zeigt, dass Bagel Bakery die richtigen Produkte herstellt. Das ist eine gute Basis“, erklärt Sanierungsexperte Dr. Hubertus Bartelheimer, Geschäftsführer der Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und Leiter des Berliner Standortes. Buchalik Brömmekamp unterstützte den Backwaren-Produzenten in rechtlichen Belangen des Eigenverwaltungsverfahrens und innerhalb der operativen Restrukturierung.

Mit der Eigenverwaltung nutzte Bagel Bakery die neuen Möglichkeiten der Insolvenzrechtsreform, die im März 2012 in Kraft trat. Danach bleibt die Geschäftsführung in einem solchen Verfahren unter Insolvenzschutz weiterhin im Amt und kann selbstständig Sanierungsmaßnahmen entwickeln, die anschließend in einen Insolvenzplan überführt werden. Der Insolvenzplan zeigt die Entschuldung und Fortführung des Unternehmens auf. Nach einer gerichtlichen Überprüfung müssen sodann die beteiligten Gläubiger diesem Plan noch zustimmen. Während des Verfahrens in Eigenverwaltung steht die Gesellschaft lediglich unter der Aufsicht eines vom Amtsgericht Halle (Saale) bestellten Sachwalters. „Die Rettung und Sanierung der Bagel Bakery konnte trotz der vorherrschenden schwierigen Wettbewerbsbedingungen nur gelingen, weil die Auftraggeber, Kunden und Mitarbeiter dem Unternehmen die Treue gehalten haben. Insbesondere für die Gläubiger war die Sanierung über eine Eigenverwaltung der bestmöglichste Weg“, meint Sachwalter Dr. Stephan Thiemann.

Restrukturierung der Hoppe Kunststoffspritzerei durch Eigenverwaltung weiter fortsetzen

  • Geschäftsbetrieb weiterhin sichergestellt

Blankenfelde-Mahlow. 14. Oktober 2019. Geschäftsführer Martin Liefländer beabsichtigt, die Hoppe Kunststoffspritzerei und Formenbau GmbH & Co. KG durch ein Eigenverwaltungsverfahren fit für die Veränderungen auf dem Automobilzulieferermarkt zu machen. Es soll die Unabhängigkeit des Berliner Traditionsunternehmens nach der Rückzugsentscheidung der Schlemmer Group, die seit rund fünf Jahren Mehrheitsgesellschafterin ist, wiederhergestellt werden und eine Konzentration auf die Herstellung hochwertiger Präzisionsteile erfolgen.

Das Amtsgericht Potsdam hat dem Antrag des Unternehmens entsprochen und die Eigenverwaltung mit dem Ziel der Fortführung und Restrukturierung des Unternehmens angeordnet. Im Eigenverwaltungsverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung beim bisherigen Geschäftsführer. Er führt den Sanierungsprozess selbstständig mit einem zur Seite gestellten Sachwalter und Hand in Hand mit einem sanierungserfahrenen Beratungsunternehmen durch. Während des Verfahrens wird der Geschäftsbetrieb unverändert weitergeführt. Die Lieferungen an Kunden werden termingerecht erledigt.

Die maßgeblichen Kunden haben bereits ihre volle Unterstützung signalisiert und nochmals auf die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung des Blankenfelder Produktionsstandortes hingewiesen. „Nur durch die lückenlose Sicherstellung unserer qualitativ hochwertigen Produktion kann die allseits gefürchtete Gefahr von Bandstillständen bei den OEM gebannt werden“, erklärt Sanierungsexperte Dr. Hubertus Bartelheimer, Geschäftsführer der Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und Leiter des Berliner Standortes des multidisziplinären Beratungsunternehmens.

Hoppe-Geschäftsführer Martin Liefländer wird nun während der kommenden Wochen zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp ein tragfähiges Sanierungskonzept entwickeln, dem das Gericht und die Gläubiger zustimmen müssen. Hoppe stellt hochpräzise thermoplastische Kunststoffspritzteile für die Automobilindustrie her. Das Unternehmen betreibt hierfür einen Produktionsstandort in Blankenfelde, an dem insgesamt 85 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zu den weltweit rund 60 Kunden gehören namenhafte Automobilhersteller und die Automobilzulieferindustrie.

In einer Betriebsversammlung wurden die Beschäftigten über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter werden für drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Danach übernimmt wieder Hoppe die Zahlungen.

Ursache für die wirtschaftliche Schieflage ist die anhaltende Krise der Automobilindustrie, die zu stagnierenden und teilweise rückläufigen Umsätzen und zu immer weiterem Preisverfall auch bei komplexen systemrelevanten Bauteilen führt. „Mit den Möglichkeiten des Verfahrens werden wir einerseits die Liquiditätssituation drastisch verbessern, die Kosten an die künftigen Umsatzzahlen anpassen können und so den wesentlichen Sanierungsansatz zur langfristigen Ausrichtung des technisch anerkannt gut aufgestellten Unternehmens umsetzen“, erklärt Geschäftsführer Martin Liefländer.

Mit der Eigenverwaltung nutzt Hoppe die seit 2012 geltenden Möglichkeiten einer Sanierung. In dem Verfahren mit dem obersten Ziel der Unternehmensfortführung hat das Potsdamer Amtsgericht Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff, Partner der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner, als vorläufigen Sachwalter bestellt. Der Sachwalter übernimmt eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen und zusammen mit den Beratern die Sanierung im Interesse der Gläubiger zu unterstützen.

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Meier-Ratio erstmals auf der Nutzfahrzeugmesse Nufam in Karlsruhe / Gute Auftragslage und erste Sanierungsmaßnahmen greifen

Dessau-Roßlau, 23. August 2019. Die Meier-Ratio GmbH aus Dessau-Roßlau, ein weltweit tätiger Hersteller von Absetz- und Abrollkippern sowie Anhängern für Nutzfahrzeuge, präsentiert auf der Nutzfahrzeugmesse Nufam den neuentwickelten Absetzkipper Typ Maximus in der 18-Tonnen-Variante. Auf einer der wichtigsten Fachmessen rund um das Thema Nutzfahrzeuge in Karlsruhe kann sich das internationale Publikum vom 26. bis 29. September 2019 auf dem Freigelände Nord / FG 14 von der Produktinnovation überzeugen.

Meier-Ratio stellt sich derzeit im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens neu auf. Das Unternehmen nutzt die Möglichkeiten des Verfahrens, um so unter anderem die Produktivität zu steigern. Dazu haben die Verantwortlichen zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp ein tragfähiges Sanierungskonzept erstellt und erste Maßnahmen umgesetzt.

Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens wird seit Antragstellung uneingeschränkt fortgeführt, alle Aufträge werden in gewohnt hoher Qualität ausgeführt. „Wir sind überzeugt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Die Kunden halten uns die Treue. Wir freuen uns daher, auf der renommierten Nufam erstmals unser Leistungsportfolio und vor allem unsere neueste Entwicklung präsentieren zu können“, erklärt Henning Meier, Geschäftsführer des Fahrzeugbauers.

Gute Auftragslage

Ende April 2019 eröffnete das Amtsgericht Dessau-Roßlau das Verfahren. Rechtsanwalt Dr. Stephan Thiemann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH wurde zum Sachwalter bestellt. Der Sachwalter übernimmt in einem Verfahren in Eigenverwaltung eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu prüfen. „Wir haben die vergangenen Wochen intensiv genutzt, um ein tragfähiges Sanierungskonzept auf die Beine zu stellen. Die daraus entwickelten Sanierungsmaßnahmen wurden teilweise schon umgesetzt und greifen bereits“, erklärt Dr. Hubertus Bartelheimer, Geschäftsführer und zuständiger Projektpartner von Buchalik Brömmekamp. „Alle Beteiligten ziehen an einem Strang und die Mitarbeiter sind hoch motiviert. Das sind gute Voraussetzungen für den weiteren Prozess“, ergänzt Pluta-Sanierungsexperte und Sachwalter Dr. Thiemann.

Meier-Ratio stellt am Standort Dessau-Roßlau Absetzkipper her und vertreibt zusätzlich Abrollkipper sowie Anhänger für Nutzfahrzeuge. Zu den Kunden von Meier-Ratio gehören der Ein-Mann-Betrieb genauso wie die Big-Player der Transportbranche. Der Traditionsunternehmen wurde 1968 gegründet und beschäftigt derzeit 41 Mitarbeiter. „Die Auftragslage ist sehr gut. Wir suchen deshalb dringend weitere Mitarbeiter für unsere Produktion vor Ort“, ergänzt Meier.

Informationen zum Verfahren

Die Eigenverwaltung ist ein gerichtliches Sanierungsverfahren zum Erhalt von Unternehmen. Die Unternehmensleitung darf unter Aufsicht eines Sachwalters und unterstützt durch erfahrene Sanierungsexperten die Gesellschaft selbst durch das Verfahren führen. Nach einem 2-3-monatigen Vorverfahren mündet es in einem Hauptverfahren, in dem die Gläubiger ihre Forderungen anmelden können.

7. Frühjahrsdialog 2019 des NIVD in Wiesbaden am 16.-17. Mai 2019

Die NIVD lädt zum 7. Frühjahrsdialog der Neuen Insolvenzverwaltervereinigung Deutschlands e.V. (NIVD) vom 16. bis 17. Mai 2019 in Wiesbaden ein.

Auch in diesem Jahr stehen aktuelle Fachthemen und neue Rechtsentwicklungen mit hochkarätigen Referenten auf gewohnt höchstem fachlichen Niveau auf dem Programm.

Am Abend des ersten Veranstaltungstages lädt der NIVD traditionell zu einem gemeinsamen Kochevent unter dem Motto „Cook, Talk and Eat“ im Loftwerk Wiesbaden ein.

Als Vortragende konnten bereits gewonnen werden:

  • Sebastian Becker, Senior Economist, Deutsche Bank Research, Frankfurt/Main
  • RA Dr. Christian Heintze, BBL Bernsau Brockdorff, Dresden
  • Vors. RiBGH Prof. Dr. Godehard Kayser, BGH Karlsruhe
  • Dr. Thomas Schlick, Senior Partner Automotive, Roland Berger GmbH, Frankfurt/Main
  • Prof. Dr. Heinz Vallender Direktor des Instituts für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht, Universität zu Köln

Es erwarten Sie spannende Fachvorträge und ein intensiver Gedankenaustausch im Rahmen eines Experten-Panels zum Restrukturierungsrahmen mit den Herren RA Patrick Ehret, Schultze & Braun GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft, Achern, RA FAInsR Dr. Malte Köster, WILLMERKÖSTER Rechtsanwälte Insolvenzverwalter Partnerschaftsgesellschaft, sowie einem Vertreter des Insolvenzrechtsreferats, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Berlin (angefragt). Moderiert wird die Runde von Herrn RA Florian Bruder M.Jur. (Oxon), DLA Piper UK LLP, München.

Nichtmitglieder 655,00 Euro.

Melden Sie sich auch hierfür bereits jetzt direkt online unter https://www.nivd.de/veranstaltungen/fruehjahrsdialog.html an.

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AviationNet Online: Nach Airline-Insolvenzen sind Dienstleister in der Pflicht – Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen

Sie reihen sich auf wie an einer Perlenkette: Germania, Flybmi, Air Berlin, Small Planet, VLM oder Intersky. Das Aus der Fluggesellschaften ist besonders für die Regionalflughäfen ein schwerer Schlag. In vielen Fällen müssen die Einnahmeverluste von den kommunalen Gesellschaftern aufgefangen werden, was nun wieder zu Diskussionen über die Berechtigung von Regionalflughäfen führt. Die vielen Dienstleister rund um den Flugbetrieb können dagegen nicht auf ein solches Auffangnetz hoffen. Von einem Tag auf den anderen stehen sie ohne Kunden dar. Neben den operativen Maßnahmen müssen sie nun die gesetzlichen Leitlinien in Zeiten der Unternehmenskrise im Blick behalten. Sie sollten ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen. Im schlimmsten Fall könnte die eigene Insolvenz bevorstehen.

Fallen auf der einen Seite Passagiere oder Arbeiten für den Flughafen weg und auf der anderen Seiten müssen weiterhin Miet- oder Lieferverträge bedient werden, sollte jeder Dienstleister sein Geschäftsmodell kritisch beleuchten. Grundsätzlich muss jeder Unternehmer laufend prüfen, ob die Gesellschaft zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Beides löst eine Insolvenzantragspflicht aus. Wird dagegen verstoßen, drohen dem Geschäftsführer strafrechtliche Konsequenzen aber auch ganz erhebliche Haftungsrisiken über das Privatvermögen.

Den kompletten Gastartikel Dienstleister in der Pflicht von Dr. Hubertus Bartelheimer lesen Sie auf www.austrianaviation.net

Eigenverwaltung in der Apotheke – raus aus der Krise – Dr. Hubertus Bartelheimer im competent informiert

Pro Jahr verliert Deutschland rund 200 Apotheken; wie viele Kollegen aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben, ist nicht bekannt. Häufigster Grund finanzieller Engpässe sind zu hohe Schulden, wenig frequentierte Standorte, zu teure Mieten oder Leasingraten. Dann droht die Insolvenz. Als sanfteren Ausweg gegenüber einem oft durch Fremdanträge von Gläubigern oder Sozialversicherungsträgern eingeleiteten Regelinsolvenzverfahren bietet sich in vielen Fällen eine Insolvenz in Eigenverwaltung an.

„Die Regelinsolvenz bedeutet für den Apotheker nicht nur den Verlust seines Unternehmens, sondern oft auch die Vernichtung seiner Existenzgrundlage, da ihm die Entziehung der berufsrechtlichen Zulassung droht“, so Dr. Hubertus Bartelheimer, Fachanwalt für Insolvenzrecht der Kanzlei Buchalik Brömmekamp. Ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung könne dies verhindern: „Es bietet eine attraktive und vielfältig erprobte Möglichkeit der Krisenbewältigung, denn die Eigenverwaltung steht für eine Fortführung der Apotheke und deren Erhalt und vor allem für den Apotheker.“ Bei einer Eigenverwaltung gibt der Apotheker die Führung nicht aus der Hand. Auch gegenüber Lieferanten und Kunden habe ein Eigenverwaltungsverfahren einen nicht zu unterschätzenden psychologischen Effekt: Der Apotheker zeigt, dass er in der Lage ist, eine Krise rechtzeitig zu erkennen und sein Unternehmen selbstständig aus dieser herauszuführen.
Bartelheimer: „Mit dem Eigenverwaltungsverfahren kann er sein Lebenswerk für sich und seine Familie retten.“

Treten Zahlungsprobleme auf, sind die Spielräume oft eingeschränkt: Denn eine außergerichtliche Restrukturierung, eine Liquidation oder ein Regelinsolvenzverfahren scheitern nach Erfahrung der Kanzlei häufig an der Zustimmung der Gläubiger sowie an den wirtschaftlichen wie verfahrensrechtlichen Möglichkeiten.

Der komplette Artikel „Eigenverwaltung  –  raus aus der Krise“

Ihre Erfahrung nach sechs Jahren ESUG: Woran scheitern Sanierungen? – Dr. Hubertus Bartelheimer in Restart

Diese Frage hat das Magazin Restart Fachexperten, die täglich mit der Neuausrichtung von Unternehmen zu tun haben, gestellt. So sind die Meinungen und Erfahrungen von Insolvenzverwaltern, Rechtsanwälten, Steuerberatern und Finanzierern – darunter Dr. Hubertus Bartelheimer:

„Unternehmer beschäftigen sich vielfach zu spät mit den ESUG-Möglichkeiten: Die Krise entsteht oft über Jahre hinweg – doch erst wenn wirklich nichts mehr geht, suchen sich die meisten externen Rat. Oft sind dann bereits sowohl der finanzielle als auch zeitliche Handlungsspielraum extrem eng. Hinzu kommt, dass das Vertrauensverhältnis zu Lieferanten, Finanzierern, Mitarbeitern und den Kunden bereits angeschlagen ist. Die Kommunikation wurde seitens der Unternehmer stark zurückgefahren, viele waren über Monate „abgetaucht“. Investitionen in neue Maschinen, Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing wurden immer wieder verschoben. Meist steht auch die Haftung des Geschäftsführers aufgrund einer Insolvenzverschleppung im Raum. Mit den Mitteln des ESUG wollte der Gesetzgeber Unternehmer dazu
bringen, eine Sanierung früher anzupacken. Die damit verbundenen Chancen sind jedoch gerade im Mittelstand längst nicht überall bekannt. Wir können aus unseren Erfahrungen sagen, je eher sich Unternehmer in Krisensituationen entscheiden, ihren Betrieb unter Insolvenzschutz zu sanieren, umso besser sind die Aussichten für einen erfolgreichen Turnaround.“

Weitere Statements finden Sie auf den Seiten der Restart

Sanierungschancen erfolgreich genutzt: Wie die Bäckereigruppe Frischback die Krise meisterte – Dr. Bartelheimer im PT-Magazin

Diese Zahlen sprechen leider für sich: Mehr als 20 000 Unternehmen beantragen jährlich in Deutschland ein Insolvenzverfahren. Dabei werden regelmäßig Werte zwischen 20 und 40 Milliarden Euro und mehr als 100 000 Arbeitsplätze vernichtet. Die meisten insolventen Unternehmen werden liquidiert oder verkauft. Die Gründe können darin liegen, dass sie zu spät einen Insolvenzantrag stellten oder die Sanierungsmöglichkeiten in der Eigenverwaltung nicht genutzt haben.

Frischback hat die Eigenverwaltung als Sanierungschance erfolgreich ergriffen

Wie es besser geht, zeigt anschaulich das Beispiel der Thüringer Frischback-Gruppe, bestehend aus der frischBack GmbH Arnstadt, der Arnstädter Landbrotbäckerei GmbH und der Backspezialitäten GmbH Thüringen. Frischback betreibt 120 Filialen und beschäftigt 821 Mitarbeiter. Aufgrund von Liquiditätsproblemen hatte die Gruppe am 10. August 2017 für alle drei Unternehmen Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt. Inzwischen ist die Krise überwunden: Die Sanierungsverfahren wurden Ende April 2018 nach einer einstimmigen diesbezüglichen Entscheidung der Gläubigerversammlung aufgehoben.

Im Einklang mit den Gläubigern zum besten Ergebnis

Wie ein Eigenverwaltungsverfahren die Gläubiger konstruktiv – im Sinne aller Beteiligten – mit einbezieht, macht der Fall der Gruppe deutlich: In den insgesamt drei Eigenverwaltungsverfahren der Bäckereigruppe Frischback haben die Gläubiger die Insolvenzpläne einstimmig angenommen. Der Gläubigerausschuss – und insbesondere die sehr engagierte Commerzbank AG – standen dabei nicht nur vollumfänglich hinter dem Sanierungskonzept, sondern haben auch ihre eigenen Erfahrungen produktiv in die gemeinsame Erarbeitung dieses Ergebnisses eingebracht So konnte sich die Gruppe – im Einklang mit den Gläubigern – wieder wettbewerbsfähig aufstellen und ihrem Anspruch als regionaler Handwerksbäcker nun noch besser gerecht werden. Mit der Verstärkung durch einen branchenerfahrenen Vertriebsgeschäftsführer wird dieser Weg in den kommenden Jahren nachhaltig fortgeführt und vertieft werden.

Zum kompletten Artikel im PT-Magazin „Sanierungschancen erfolgreich genutzt: Wie Frischback die Krise meisterte“