Archiv der Kategorie: Bauinsolvenz

Buchalik Brömmekamp macht das Triple beim Best of Consulting perfekt / Unternehmensberatung erhält erneut das Qualitätssiegel der Wirtschaftszeitung WiWo für die Sanierung der Frischback-Gruppe

Düsseldorf. 21. November 2018. Buchalik Brömmekamp hat erneut die Auszeichnung „Best of Consulting“ in der Kategorie Restrukturierung Mittelstand der Wirtschaftswoche erhalten. Für die Düsseldorfer Unternehmensberatung setzt sich damit eine Erfolgsserie fort, denn sie erhält das Qualitätssiegel der Wirtschaftszeitung zum dritten Mal hintereinander. Prämiert wurde von der fünfköpfigen Jury das Sanierungskonzept für die Arnstädter Frischback-Gruppe, die sich im Rahmen einer Eigenverwaltung wieder wettbewerbsfähig aufgestellt hat. WiWo verlieh gestern Abend in Düsseldorf die begehrten Awards für die Beratungsbranche.

„Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für die gemeinsame Arbeit aller unserer Berater, Anwälte und Mitarbeiter von Frischback. Wir freuen uns, dass wir das Traditionsunternehmen erfolgreich durch eine Sanierung unter Insolvenzschutz führen konnten und dafür nun gewürdigt werden“, erklärt Bozidar Radner, Geschäftsführender Gesellschafter der Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung und projektbegleitender Partner.

Discounter und SB-Backshops machen es dem traditionellen Bäckerhandwerk durch Kampfpreise immer schwerer. Der Margenverfall, Lohnerhöhungen im Mindestlohnbereich und der hohe Investitionsbedarf im Bereich der 139 Filialen sowie an den beiden Produktionsstandorten der Frischback waren die Auslöser für die Liquiditätskrise. Im August 2017 wurden deshalb für drei Unternehmen der Gruppe Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt. Inzwischen ist die Krise überwunden: Die Sanierungsverfahren wurde Ende April 2018 nach einer einstimmigen Entscheidung der Gläubigerversammlung aufgehoben. Frischback betreibt heute 120 Filialen und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter.

„Im Vordergrund der Neuausrichtung der Frischback-Gruppe standen von Beginn an die Reduktion der Komplexität, die Optimierung der Filialstruktur sowie die Positionierung als regionaler, inhabergeführter Qualitätsanbieter. Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir hierzu ein passgenaues Konzept erarbeitet und die Neuausrichtung auf einen guten Weg gebracht“, erklärt Sanierungsexperte Bozidar Radner.

Die zentrale Maßnahme bei der Neuausrichtung der Frischback-Gruppe, die Komplexität zu reduzieren, zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmerfamilie Heyl wurde das Produktportfolio überarbeitet und rund 50 unrentable Produkte wurden aus dem Sortiment genommen. Hierdurch konnten auch die Produktionsabläufe nachhaltig verbessert werden. Aus diesem Grund wurde die Produktion schrittweise auf den neuen Standort Erfurt konzentriert. Durch die Verkürzung der Wege und die Optimierung der gesamten Prozesse sowie der Logistik kann somit noch mehr Frische in den Filialen gewährleistet werden.

Dass mit der Sanierung und Restrukturierung eines Unternehmens nicht zwangsläufig ein Stellen- und Filialabbau, sondern vielmehr ein entsprechender Ausbau verbunden sein kann, zeigt sich im hiesigen Fall deutlich: Im Rahmen der Optimierung der Filialstruktur übernahm die Frischback von der ebenfalls insolventen elmi-Bäckerei sechs Filialen. Den dort gekündigten Mitarbeitern konnten von Frischback neue Stellen angeboten werden. Weiterhin übernahm der Traditionsbäcker innerhalb des Sanierungsverfahrens weitere attraktive Filialstandorte. Die diesbezüglichen Verhandlungen und die Einarbeitung der teilweisen Übernahme des Wettbewerbers in das Gesamtsanierungskonzept waren dabei von großer Individualität geprägt und bewegten sich weit außerhalb jedweden üblichen Sanierungsansatzes.

„In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmerfamilie ist es uns so gelungen, die Frischback-Gruppe sowohl auf die Bedürfnisse der Unternehmerfamilie Heyl anzupassen als auch produktions- und vertriebsseitig fit für die Zukunft zu trimmen. Mit einer weiteren Verstärkung durch einen branchenerfahrenen Vertriebsgeschäftsführer wird die Neuausrichtung in den kommenden Jahren nachhaltig fortgeführt und vertieft werden“, so Dr. Hubertus Bartelheimer, der federführend die insolvenzrechtliche Beratung der Unternehmensgruppe begleitet. Dr. Bartelheimer ist Geschäftsführender Gesellschafter sowie Leiter der Berliner und Dresdner Büros von Buchalik Brömmekamp.

Frischback ist eines von rund 40 Unternehmen, die Buchalik Brömmekamp jedes Jahr innerhalb eines Eigenverwaltungsverfahrens begleitet. Es basiert auf dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG), das erst vor sechs Jahren in Kraft trat. Es stellt Unternehmen ein effektives Verfahren zur Krisenbewältigung bereit. Hierbei handelt es sich um eine Insolvenz ohne klassischen Insolvenzverwalter. Der Unternehmer bleibt weiterhin am Ruder und führt die Sanierung durch. Es bietet eine Vielzahl von Effekten zum Liquiditätsaufbau. Buchalik Brömmekamp erhielt die Auszeichnungen „Best of Consulting Mittelstand“ in den Vorjahren für die Sanierungen des Möbelherstellers Wellemöbel und des Busunternehmens Pfeiffer Reisen.

Hiernach wurde gesucht:

  • gläubigerausschuss buchalik

Mehrdimensionale Risiken: Risikomanagement für Bauunternehmen im heterogenen Umfeld – Andreas Schmieg in THIS

Schwer kalkulierbare Bauzeiten, saisonale Verfügbarkeiten von Personal oder nicht ausreichend untersuchter Baubestand – die Risiken am Bau sind vielschichtig. Doch nur wenige Bauunternehmen nutzen ein systematisches Management.

Bauen ohne Risiken wird vermutlich auf absehbare Zeit nicht möglich sein. Daher ist der systematische Umgang mit strategischen und operativen Risiken im Bauunternehmen in der Regel eine komplexe, aber zwingende Aufgabe. Das Ignorieren von Risiken macht den Unternehmenserfolg zu einem Zufallsprodukt und der unerwartete Eintritt von Risiken kann sehr schnell den Bestand des Unternehmens gefährden. Daher sollte Risikomanagement eine Führungsaufgabe im Bauunternehmen sein.

Die mittelständisch geprägte Bauwirtschaft setzt nur zu selten systematische Instrumente zur strategischen Risikovermeidung ein. Um den ersten Schritt in ein zum Unternehmen passendes Risikomanagement zu vollziehen, bieten sich Seminare zum Umgang mit operativen Risiken an. Hier wird der Aufbau eines Systems vermittelt, das diese Risiken zu erkennen und zu steuern vermag. Denn nur wer sich seiner Risiken bewusst ist, kann konkrete Schritte zur Risikovermeidung, beziehungsweise -beherrschung, einleiten. Darauf aufbauend gilt es geeignete Werkzeuge für die strategischen Risiken des Bauunternehmens zu finden, damit die Steuerung des Unternehmens hinsichtlich der Risiken nicht von Zufällen abhängig ist.

Der komplette Artikel

Risikomanagement für Bauunternehmen – Andreas Schmieg im B_I baumagazin

Die deutsche Bauwirtschaft ist hochkomplex in ihren Strukturen und Risiken. Viel zu selten setzen Bauunternehmen systematische Instrumente zur strategischen Risikovermeidung ein. Dabei ist dafür nicht unbedingt die Anschaffung einer teuren Software nötig.

Eine ausgeprägte Risikokultur tut Not

Risikomanagement ist eine wichtige Führungsaufgabe im Bauunternehmen. Die konkrete Ausgestaltung des Risikomanagementsystems ist wesentlich von der Marktaufgabe des Bauunternehmens abhängig. Mathematische, statistische Methoden und Werkzeuge der Wahrscheinlichkeitsrechnung sind wertvolle Hilfsmittel zur Risikoidentifikation und Risikobewertung. Da in mittelständischen Bauunternehmen die eigenen Ressourcen für den Einsatz dieser Werkzeuge oft nicht vorhanden sind, kann in vielen Fällen auf andere Dienstleister in diesem Bereich zurückgegriffen werden.
Die Bereitschaft, sich zukünftigen, heute unbekannten Ereignissen zu stellen, ist die zentrale Aufgabe der Bauunternehmen. Dies kann auch mit einfachen und in jedem Bauunternehmen vorhandenen Werkzeugen erfolgen. Der technische Sachverstand und die Berufserfahrung der Verantwortlichen stellen ein gutes Werkzeug zur Beherrschung dar.

Andere Branchen machen es vor

Auch in anderen Branchen ist der Einsatz von Risikomanagementsystemen von zentraler Bedeutung. Die Finanzwirtschaft z.B. argumentiert, dass ein Unternehmen nur so viel Risiken übernehmen kann, wie es in der Lage ist, die möglichen negativen Folgen zu tragen. Hierzu werden die potentiellen Risiken identifiziert und bewertet. Nach einem mathematisch- statistischen System ermittelt, müssen die Unternehmen Teile ihres „Eigenkapitals“ für die eingegangenen Risiken „reservieren“. Ist das gesamte Eigenkapital durch Risiken „reserviert“, so können dem System nach keine neuen Risiken eingegangen werden. Bis dieser Ansatz im Baubereich umsetzbar ist, wird sicher noch Zeit vergehen. Der Ansatz ist jedoch wegweisend und wird auf Dauer auch in der komplizierten Bauwelt Eingang finden. Um den ersten Schritt in ein zum Unternehmen passendes Risikomanagement zu vollziehen, bieten sich Seminare zum Umgang mit operativen Risiken an. Ohne die externe Unterstützung von Fachleuten wird es schwierig, ein System mit vertretbarem Aufwand zu finden.

Den kompletten Artikel finden Sie hier

Hiernach wurde gesucht:

  • Werkzeuge für Bauunternehmen

Aufatmen bei der Unternehmenssanierung: Bundestag beschließt Regelung zur Steuerbefreiung des Sanierungsgewinns

Düsseldorf. 2. Mai 2017. Der Bundestag hat für die Steuerbefreiung des Sanierungsgewinns grünes Licht gegeben und damit den seit 2003 geltenden Sanierungserlass in eine gesetzliche Regelung überführt. Der Bundesfinanzhof hatte Anfang des Jahres den Sanierungserlass des Bundesfinanzministeriums gekippt, da die gesetzliche Grundlage fehle. Durch das neue Gesetz können Unternehmen in der Krise wieder aufatmen. Der Steuerbefreiung muss allerdings noch die EU zustimmen, bevor das Gesetz in Kraft tritt. Für die Übergangszeit hat das Bundesfinanzministerium die Finanzbehörden der Länder angewiesen, unter Vertrauensschutzgesichtspunkten den Sanierungserlass weiterhin anzuwenden.

„Wir begrüßen die schnelle Umsetzung des Gesetzgebers, denn viele Unternehmenssanierungen sind derzeit in einem Schwebezustand. Eine Vielzahl von Sanierungen, insbesondere solche unter Insolvenzschutz, sind im Vertrauen auf den Bestand des Sanierungserlasses eingeleitet worden. Bliebe die Steuerbefreiung aus, so würden viele Unternehmen in eine Insolvenz getrieben. Nun muss allerdings auch die EU-Kommission die erforderliche beihilferechtliche Genehmigung schnell erteilen“, erklärt Robert Buchalik, Vorstand des BV ESUG und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Buchalik Brömmekamp.

Grundsätzliche Übereinstimmung mit dem Bundesratsentwurf

Der vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf weist vielfältige Übereinstimmungen mit dem im März vom Bundesrat vorgelegten Gesetzentwurf auf. So bleibt es bei der Steuerbefreiung der Sanierungsgewinne und der Ausrichtung des Anwendungsbereichs auf fortführungsorientierte (unternehmensbezogene) Sanierungen.

Weiterhin wird die Steuerbefreiung im Bereich der Gewerbesteuer gesetzlich geregelt. Das zu sanierende Unternehmen hat – anders als bisher – auch im Bereich der Gewerbesteuer zukünftig einen Anspruch auf Steuerbefreiung des Sanierungsgewinns. Darüber hinaus können die Sanierungskosten weiterhin nicht steuerlich geltend gemacht werden.

Abweichende Übergangsregelung

Lediglich beim Inkrafttreten hat der Bundestag eine andere Regelung vorgesehen. Während der Bundesrat eine zeitlich unbegrenzte Rückwirkung zugunsten der Kommunen vorsah, gilt nunmehr das Gesetz für alle Fälle, die nach dem 8. Februar 2017 verwirklicht wurden, da an diesem Tag die Entscheidung des Bundesfinanzhofs zur Unvereinbarkeit des Sanierungserlasses mit dem Prinzip der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung veröffentlicht wurde.

Vertrauensschutz für „Altfälle“

Für Altfälle, die bis zum 8. Februar 2017 verwirklicht wurden, soll dagegen der Sanierungserlass aus 2003 aus Gründen des Vertrauensschutzes weiterhin angewendet werden. Hierzu hat das Bundesfinanzministerium am 27. April 2017 ein entsprechendes Schreiben veröffentlicht. Die Finanzverwaltung kann Stundungen bis zum Inkrafttreten des Gesetzes bewilligen. Lediglich Entscheidungen über einen Steuererlass müssen von den Finanzbehörden bis auf weiteres zurückgestellt werden.

Im Bereich der Gewerbesteuer steht die Steuerbefreiung bei „Altfällen“ im Ermessen der jeweiligen Kommune. Dies hatte der Gesetzentwurf des Bundesrates noch abweichend regeln wollen.

Erforderliche Zustimmung der EU

Das Gesetz wird allerdings erst in Kraft treten, wenn die Europäische Kommission die Vereinbarkeit mit dem europäischen Beihilferecht bestätigt hat.

Buchalik in Fachzeitung Baufach: Was tun, wenn die eigene Krise droht?

So erkennen und bewältigen Sie Krisen mit neuen Wegen zur Unternehmensrestrukturierung

Die Ursachen für Unternehmenskrisen sind vielfältig: Konjunkturelle Entwicklungen, Gesetzesänderungen oder die Volatilität von Rohstoff- und Währungspreisen, aber auch interne Faktoren wie Führungsfehler, falsche Akquisitionen oder unausgewogene Finanzierungsstrukturen. Krisensituationen sind Ausnahmesituationen, denen selbst ein gut aufgestelltes Management mangels ausreichender Erfahrung nur selten gewachsen ist. Häufig werden die Probleme durch die Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise verstärkt, die maßgeblich das Eigenkapital geschwächt und die Liquidität aufgezehrt hat. Ungünstige Bilanzrelationen führen bankseitig zu einem verschlechterten Rating und trotz ausreichend am Markt vorhandener Mittel zu einer zurückhaltenden Kreditvergabe. Oft genügen schon geringfügige Krisenverstärker, wie zunehmender Wettbewerb oder saisonale Umsatzrückgänge, um aus einer Ergebniskrise eine ausgewachsene Liquiditätskrise werden zu lassen.

Tritt die Krise ein, ist Restrukturierungskompetenz gefragt. Abgesehen davon, dass diese Kompetenz im Unternehmen meist nicht vorhanden ist, greifen auch die klassischen Maßnahmen wie Umsatzsteigerung, Kostensenkung, Einkaufs- und Produktionsoptimierung, verbessertes Controlling etc. zu spät, um die Krise zu überwinden. Das gilt vor allem, wenn es an Liquidität fehlt, um eine zunächst kostenverursachende Sanierung umzusetzen. Hier kann eine Sanierung unter Insolvenzschutz der Erfolg versprechende Ausweg sein.

ERHALT DES UNTERNEHMENS STEHT IM VORDERGRUND

Die Insolvenz bietet mit dem seit 01.03.2012 in Kraft getretenen Gesetz zur erleichterten Sanierung von Unternehmen (ESUG) strategische Optionen zur Bewältigung einer Krisensituation in einem bisher nie gekannten Ausmaß. Dabei gilt die klare Ansage, dass das Unternehmen dem Unternehmer erhalten bleiben soll. Die Sanierung unter dem ESUG erfolgt in Eigenverwaltung, einem Insolvenzverfahren ohne Insolvenzverwalter. Ziel ist der Erhalt des bisherigen Rechtsträgers, also der bisherigen Gesellschaft. Die Gesellschafterstellung der Altgesellschafter soll möglichst unangetastet bleiben.

Das geschieht dadurch, dass die Passivseite der Bilanz verkürzt wird, indem Altverbindlichkeiten ganz oder zum Teil abgeschnitten und gleichzeitig im Wege der operativen Sanierung die bisherigen Krisenursachen beseitigt werden. Beides, die bilanzielle und die operative Sanierung, sind Bestandteile eines Insolvenzplans, über den die Gläubiger am Ende des Verfahrens abstimmen. Die Insolvenz kann fünf bis sieben Monate nach ihrem Beginn bereits vollständig beendet sein. Das Eigenkapital wird durch Gläubigerverzichte maßgeblich gestärkt, vor allem aber wird ausreichend Liquidität generiert, ohne dass Bankkredite zusätzlich in Anspruch genommen werden müssen. Quellen dieser Liquidität sind u.a. das Insolvenzgeld (die Löhne und Gehälter werden für 3 Monate von der Bundesagentur für Arbeit übernommen), die Nichtzahlung von Krankenkassenbeiträgen und Steuern, wie Lohnsteuer oder Umsatzsteuerzahllast. Ungesicherte Altverbindlichkeiten werden genauso wenig bedient wie während des Verfahrens anfallende Zinsen und Tilgungen. Bis auf die Zinsen und Tilgungen wird auf alle anderen vorstehend benannten Verbindlichkeiten nach Beendigung des Verfahrens nur ein kleiner Teil (meist 10 -20%) an die Gläubiger zurückbezahlt. Der Rest verbleibt im Unternehmen. Die Verschuldung des Unternehmens wird deutlich gesenkt und nicht selten die Haftungsrisiken der Unternehmer und der Geschäftsführung erheblich reduziert oder gar vollständig beseitigt und das Eigenkapital erheblich gestärkt.

Damit stehen aber auch die liquiden Mittel bereit, um eine operative Sanierung zu finanzieren. Und auch hier bietet die Insolvenz in Eigenverwaltung erhebliche Vorteile: Kündigungen von Mitarbeitern lassen sich einfacher umsetzen. Ein Sozialplan oder Abfindungen kosten nur einen Bruchteil im Verhältnis zu einer Sanierung außerhalb eines Eigenverwaltungsverfahrens, Dauerschuldverhältnisse (z.B. Miet- oder Leasingverträge) können ohne finanziellen Nachteil mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt werden, selbst wenn diese Verträge noch viele Jahre laufen.

Mit diesen Handlungsoptionen werden dem eigenverwaltenden Insolvenzschuldner unglaubliche Möglichkeiten zur Krisenbewältigung an die Hand gegeben, die außerhalb eines Insolvenzverfahrens undenkbar sind.

Wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Verfahrens ist allerdings die professionelle Vorbereitung und Durchführung, denn das Verfahren birgt viele Fallstricke. Richtig angegangen und angewandt, bietet es eine überragende Chance für den Unternehmer, sein Unternehmen zu erhalten, es von der Schuldenlast zu befreien und mit einem Neustart in die Zukunft zu gehen.

Buchalik Brömmekamp ist eine Anwaltskanzlei und eine Unternehmensberatung, die sich auf dieses Verfahren spezialisiert hat und in Deutschland bei den relevanten Verfahren einen Marktanteil von 20 % hat. Seit 2012 wurden von Buchalik Brömmekamp fast 100 mittelständische Unternehmen auf diese Weise erfolgreich saniert. Kein Wettbewerber hat auch nur annähernd diese Erfahrung. Auf der Homepage (www.buchalik-broemmekamp.de) finden sich zahlreiche Referenzen, die dies eindrucksvoll belegen.

Buchalik in Börsenzeitung: Kritik an Zunft der Insolvenzverwalter – Stigma der Insolvenz problematisch

Mit dem ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) hat der Unternehmer einen neuen Weg aus der Krise erhalten. Die Regelungen sollen das Insolvenzverfahren planbar machen und die Unternehmer motivieren, frühzeitig eine Sanierung zu starten. Die Bilanz nach fünf Jahren: Das Gesetz hat seine Ziele teilweise erreicht. Rund 1300 Unternehmer haben bisher ein Eigenverwaltungsverfahren im Rahmen des ESUG genutzt. Das Potenzial ist jedoch dreimal so hoch. Hinderungsgrund ist weiterhin das Stigma der Insolvenz. Sanierungsberater Robert Buchalik zieht in der Börsenzeitung positive Bilanz nach fünf Jahren ESUG.

Das komplette Interview in der Börsenzeitung lesen Sie hier

Robert Buchalik zu 5 Jahre ESUG: Stigma der Insolvenz verhindert immer noch viele Firmenrettungen

Mit dem ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) hat der Unternehmer einen neuen Weg aus der Krise erhalten. Die Regelungen sollen das Insolvenzverfahren planbar machen und die Unternehmer motivieren, frühzeitig eine Sanierung zu starten. Die Bilanz nach fünf Jahren: Das Gesetz hat seine Ziele teilweise erreicht. Rund 1300 Unternehmer haben bisher ein Eigenverwaltungsverfahren im Rahmen des ESUG genutzt. Das Potenzial ist jedoch dreimal so hoch. Hinderungsgrund ist weiterhin das Stigma der Insolvenz.

Deutlich mehr als 20 000 Unternehmen gehen in Deutschland in jedem Jahr in die Insolvenz. Damit werden regelmäßig Werte in Milliarden-Höhe und mehr als 100 000 Arbeitsplätze vernichtet. In vielen Fällen müsste es nicht so weit kommen. Mehrere tausend insolvenzgefährdete Unternehmen wären zu retten, wenn die Verantwortlichen frühzeitig die Option einer Sanierung unter Insolvenzschutz in ihre Überlegungen einbeziehen würden. Stattdessen meiden viele Unternehmen ein gerichtliches Verfahren. Sie melden erst Insolvenz an, wenn auch die letzten finanziellen Reserven erschöpft sind. Für eine Sanierung in Eigenverwaltung ist es dann häufig zu spät.

Um das zu ändern, trat am 1. März 2012 das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) in Kraft. Damit wollte der Gesetzgeber die Stigmatisierung der Insolvenz überwinden und Unternehmen in einer Krisensituation den Weg ebnen, sich über eine Insolvenz zu sanieren. Gleichzeitig sollte der Gang durch die Insolvenz für den Insolvenzschuldner berechenbar werden. Fünf Jahre nach der Reform des Insolvenzrechts ist dieses Ziel erst teilweise erreicht. „Viele Unternehmen lassen sich inzwischen zielgerichtet und frühzeitig über die Möglichkeiten einer Sanierung im Rahmen des ESUG beraten. Aber noch immer zögert die überwiegende Zahl der Betroffenen zu lange, sich mit der Insolvenz als Sanierungschance zu beschäftigen. Viele kennen diese Option auch noch gar nicht“, stellt Sanierungsexperte Robert Buchalik, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungsunternehmens Buchalik Brömmekamp, fest.

Auch bei der vorläufigen Eigenverwaltung oder dem Schutzschirmverfahren handelt es sich um ein Insolvenzverfahren. Allerdings räumt das ESUG Unternehmen, die sich frühzeitig unter den Schutz des Insolvenzrechts stellen, eine Vielzahl von Sondervergünstigungen ein, damit die Sanierung gelingt und Arbeitsplätze erhalten werden. So bleibt die Geschäftsführung im Amt und vertritt das Unternehmen auch weiterhin nach außen – allerdings unter Aufsicht eines (vorläufigen) Sachwalters. Löhne und Gehälter werden bis zu drei Monaten aus den Mitteln des Insolvenzgelds vorfinanziert. Die dadurch gesparte Liquidität kann voll für die Sanierung eingesetzt werden. Zudem kann sich das Unternehmen unter Insolvenzschutz aus ungünstigen, auch langfristigen Verträgen durch einfache Erklärung lösen. Ein Sanierungskonzept bedarf nicht der Zustimmung aller Gläubiger, sondern kann auch mit Mehrheit durchgesetzt werden. Während der Dauer des Verfahrens ist das Unternehmen vor Eingriffen der Gläubiger geschützt.

„Unternehmen in einer Krisensituation, die ausreichend Liquidität haben, um die Verfahrenskosten zu finanzieren und ein belastbares operatives Sanierungskonzept umsetzen, gehen regelmäßig gestärkt aus einem Eigenverwaltungsverfahren hervor“, sagt Buchalik. Im vergangenen Jahr nutzten etwa 250 insolvenzgefährdete Unternehmen diese Option zur Sanierung. „Das zeigt, dass das Thema ESUG in der Breite angekommen ist. Denn von den knapp 22 000 Unternehmen, die im vergangenen Jahr in die Insolvenz gingen, eigneten sich allenfalls 500 bis 600 für ein solches Verfahren“, stellt Buchalik fest. Bei der überwiegenden Zahl der Unternehmensinsolvenzen handelt es sich üblicherweise um sehr kleine Betriebe. Ein Eigenverwaltungsverfahren lässt sich dagegen meist nur bei Unternehmen mit einer Mindestgröße von 20 Mitarbeitern sinnvoll durchführen.Nach Einschätzung von Buchalik würden die Sanierungsmöglichkeiten im Rahmen des ESUG noch stärker genutzt, wenn Industrie- und Fachverbände besser darüber informieren würden. In manchen Branchen, etwa in der Bauwirtschaft oder im Einzelhandel, seien Eigenverwaltungsverfahren erst wenig bekannt. Auch würden insolvenzgefährdete Unternehmen häufig falsch beraten. „Unternehmer gehen in der Krise oft zu einem Insolvenzverwalter. Die haben jedoch kein großes Interesse, ein Eigenverwaltungsverfahren durchzuführen. Viel lieber begleiten sie ein Unternehmen in die Regelinsolvenz. Das ist weniger komplex und verspricht in vielen Fällen ein deutlich höheres Honorar“, beobachtet Buchalik.

Nach seiner Einschätzung ist eine Insolvenz in Deutschland nach wie vor ein Stigma. Sie werde gleichgesetzt mit Versagen. In vielen anderen Ländern, insbesondere in Amerika, sei das ganz anders. Dort gelte es als wertvolle Erfahrung, eine Insolvenz durchlebt zu haben. Niemand werde deshalb geächtet. So seien auch Apple-Gründer Steve Jobs, Henry Ford oder Walt Disney mehrfach gescheitert, bevor sie ihren Durchbruch schafften.

Weil ein gerichtliches Verfahren nach wie vor stigmatisiert ist, wünschen sich große Teile des deutschen Mittelstands ein gesondertes, nicht mehr in der Insolvenzordnung eingebettetes Restrukturierungsverfahren. Das zeigen entsprechende Befragungen. Die Europäische Kommission hat im vergangenen Jahr einen entsprechenden Richtlinienvorschlag veröffentlicht. Die Bundesregierung wird dazu 2017 einen Gesetzesentwurf vorlegen. „Ein solches Verfahren wird allerdings nicht die Möglichkeiten eines Insolvenzplanverfahrens bieten. Der entscheidende Vorteil in der Eigenverwaltung ist, dass man sich leichter von Altlasten und unrentablen Langfristverträgen trennen kann. Vorinsolvenzlich geht das nicht, weil beispielsweise die Rechte der Mitarbeiter nicht angetastet werden dürfen“, sagt Buchalik.

Das komplette Interview mit Robert Buchalik lesen Sie hier

Anfechtungsrecht: Wenn Unternehmer in die Gläubigerfalle tappen

Anfechtungsrechtsexperte Dr. Olaf Hiebert berichtet im Staatsanzeiger Baden-Württemberg zum richtigen Umgang mit Anfechtungsforderungen des Insolvenzverwalters. Auch wenn die Zahl der Insolvenzen rückläufig ist, sollten sich Gläubiger nie zu sicher wähnen. So sollten sie bedenken, dass Insolvenzverwalter mitunter bis zu zehn Jahre rückwirkend Schuldnerzahlungen zurückfordern können. Der Gesetzgeber will das nun ändern.

Dr. Hiebert im Staatsanzeiger: Risiko der Insolvenzanfechtung minimieren

Restrukturierungsberatung Buchalik Brömmekamp mit neuem Standort in Stuttgart

  • Dirk Eichelbaum wechselt in Beraterkanzlei und baut Geschäft in Süddeutschland aus

Düsseldorf/Stuttgart. 3. November 2015. Die Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp hat am 1. November ihr neues Büro in Stuttgart eröffnet. Gleichzeitig wechselt Rechtsanwalt Dirk Eichelbaum als Partner zum Spezialisten für Restrukturierung und Eigenverwaltungsverfahren und übernimmt die Standortleitung. Aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt will die Wirtschaftskanzlei das Beratungsgeschäft in Süddeutschland weiter ausbauen und dort das komplette Angebot von Rechtsberatung in der Eigenverwaltung, Verfahrensbegleitung, Erstellung von Sanierungsgutachten, Insolvenzplanerstellung und operative Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen anbieten.

„In dem wirtschaftlichen Umfeld in Baden-Württemberg mit den meist mittelständisch geprägten Produktions- und Dienstleistungsunternehmen bietet sich eine Sanierung unter Insolvenzschutz oft in idealer Weise an. Viele Unternehmer kennen noch nicht die Chancen, die eine Eigenverwaltung für das Unternehmen und den Unternehmer bieten“, erklärt Gründungspartner Robert Buchalik. Die Krisenursachen können vielfältig sein: beispielsweise unvorhersehbare Umsatzrückgänge aufgrund politischer Restriktionen, hohe Belastungen der Passivseite durch Pensionsverpflichtungen, Regressforderungen (Kartellstrafen oder nicht ausreichend durch Versicherungsschutz abgedeckte Mängelgewährleistungen), nicht ausreichend versicherte Betriebsunterbrechungen und Maschinenausfälle oder hohe Belastung der Passivseite mit Bankverbindlichkeiten. In einer Planinsolvenz in Eigenverwaltung können – die operative Sanierungsfähigkeit vorausgesetzt – die Krisenursachen meist beseitigt werden.

Im Verfahren wird in der Regel ausreichend Liquidität generiert, um die Verfahrenskosten zu bedienen und auch die ungesicherten Gläubiger zu befriedigen. Gleichzeitig bleibt häufig genügend Liquidität, um das künftige Geschäft ohne neue Bankkredite zu finanzieren. Zudem wird der Personalabbau und die Kündigung langfristiger Dauerschuldverhältnisse (z.B. Miet- oder Leasingverträge) nicht nur erheblich erleichtert, sondern ist auch wesentlich kostengünstiger. „Buchalik Brömmekamp hat sich mit seiner interdisziplinären Ausrichtung  als Marktführer zur Durchführung von Planinsolvenzen in Eigenverwaltung etabliert und übernimmt dabei einen aktiven Part bei der Umsetzung der vom Gesetzgeber gewollten Neugestaltung des Insolvenz- und Sanierungsrechts in Deutschland.

Derzeit zeichnet sich ab, dass bei den mittelständischen Unternehmen der Trend zur Eigenverwaltung weiter wächst, die Kunden erwarten aber eine Betreuung aus der Region heraus. Bei der Umsetzung der daraus entstandenen Expansionsstrategie in Süddeutschland setzt Buchalik Brömmekamp auf den 51jährigen Dirk Eichelbaum. Der Rechtsanwalt ist seit 1994 ausschließlich auf dem Gebiet des Insolvenzrechts und der Sanierung tätig. Er hat über 1.000 Insolvenzverfahren bearbeitet.

Buchalik Brömmekamp übernimmt bewusst keine Insolvenzverwaltungen, um die Glaubwürdigkeit nicht zu gefährden. Dirk Eichelbaum lässt sich deshalb bei den Insolvenzgerichten auch nicht mehr für neue Insolvenzverfahren bestellen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf seine Beraterrolle. „Ich freue mich, diese Herausforderung anzunehmen und das Konzept von Buchalik Brömmekamp für den süddeutschen Raum umsetzen zu können, zumal ich mit den regionalen Besonderheiten bestens vertraut bin“, erklärt Dirk Eichelbaum.

Mit der Einführung des ESUG hat Eichelbaum seinen Schwerpunkt bereits auf die Tätigkeit als Sachwalter, Insolvenzplanersteller und Berater der Geschäftsführung von Unternehmen in der Eigenverwaltung gelegt. In den interdisziplinären Ansatz von Buchalik Brömmekamp wird er seine bisherige Erfahrung deshalb sehr gut einbringen können. „Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz als Verwalter und Berater, vor allem auch in Eigenverwaltungsverfahren, kann Dirk Eichelbaum das Konzept von Buchalik Brömmekamp hervorragend in Baden Württemberg umsetzen“, so Robert Buchalik zum Wechsel.

Kontakt Standort Stuttgart:

RA Dirk Eichelbaum, Industriestraße 4, 70565 Stuttgart, E-Mail:

Hiernach wurde gesucht:

  • dirk eichelbaum stuttgart

Finance-Magazin: ESUG-Eigenverwaltung: Das Berater-Ranking: Buchalik Brömmekamp ist Marktführer

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach dem ESUG hat ein lukratives Spielfeld für Berater geschaffen. Aber nur wenige Player haben sich im Markt etabliert – wer bei den ESUG-Verfahren die Fäden zieht.
Noch ist der Anteil von ESUG-Verfahren im Vergleich zur Menge an regulären Insolvenzverfahren gering. Aber für die Beraterbranche hat der Gesetzgeber mit der Einführung der Sanierung unter Eigenverwaltung ganz neue Betätigungsfelder eröffnet. Denn: Anders als im klassischen Insolvenzverfahren, bei dem ein vom Gericht ernannter Verwalter das Unternehmen häufig nur rechtlich abwickelt, zielt das ESUG-Verfahren auf eine langfristige Restrukturierung. Da sind nicht nur juristische Kenntnisse gefragt, sondern auch betriebswirtschaftliches Knowhow.