Archiv der Kategorie: Ertragssteigerung

Sanierungschancen erfolgreich genutzt: Wie die Bäckereigruppe Frischback die Krise meisterte – Dr. Bartelheimer im PT-Magazin

Diese Zahlen sprechen leider für sich: Mehr als 20 000 Unternehmen beantragen jährlich in Deutschland ein Insolvenzverfahren. Dabei werden regelmäßig Werte zwischen 20 und 40 Milliarden Euro und mehr als 100 000 Arbeitsplätze vernichtet. Die meisten insolventen Unternehmen werden liquidiert oder verkauft. Die Gründe können darin liegen, dass sie zu spät einen Insolvenzantrag stellten oder die Sanierungsmöglichkeiten in der Eigenverwaltung nicht genutzt haben.

Frischback hat die Eigenverwaltung als Sanierungschance erfolgreich ergriffen

Wie es besser geht, zeigt anschaulich das Beispiel der Thüringer Frischback-Gruppe, bestehend aus der frischBack GmbH Arnstadt, der Arnstädter Landbrotbäckerei GmbH und der Backspezialitäten GmbH Thüringen. Frischback betreibt 120 Filialen und beschäftigt 821 Mitarbeiter. Aufgrund von Liquiditätsproblemen hatte die Gruppe am 10. August 2017 für alle drei Unternehmen Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt. Inzwischen ist die Krise überwunden: Die Sanierungsverfahren wurden Ende April 2018 nach einer einstimmigen diesbezüglichen Entscheidung der Gläubigerversammlung aufgehoben.

Im Einklang mit den Gläubigern zum besten Ergebnis

Wie ein Eigenverwaltungsverfahren die Gläubiger konstruktiv – im Sinne aller Beteiligten – mit einbezieht, macht der Fall der Gruppe deutlich: In den insgesamt drei Eigenverwaltungsverfahren der Bäckereigruppe Frischback haben die Gläubiger die Insolvenzpläne einstimmig angenommen. Der Gläubigerausschuss – und insbesondere die sehr engagierte Commerzbank AG – standen dabei nicht nur vollumfänglich hinter dem Sanierungskonzept, sondern haben auch ihre eigenen Erfahrungen produktiv in die gemeinsame Erarbeitung dieses Ergebnisses eingebracht So konnte sich die Gruppe – im Einklang mit den Gläubigern – wieder wettbewerbsfähig aufstellen und ihrem Anspruch als regionaler Handwerksbäcker nun noch besser gerecht werden. Mit der Verstärkung durch einen branchenerfahrenen Vertriebsgeschäftsführer wird dieser Weg in den kommenden Jahren nachhaltig fortgeführt und vertieft werden.

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Kalenderspezialist Neumann Gruppe übernimmt Arti Kalender & Promotion Service

  • Gläubiger werden voraussichtlich sehr hohe Befriedigungsquote von 60 bis 70 Prozent erhalten
  • 71 Arbeitsplätze bleiben erhalten

Herzebrock-Clarholz. 18. April 2018. Die Kieler Kalenderspezialisten der Neumann-Gruppe haben Arti Kalender & Promotion Service GmbH aus Herzebrock-Clarholz im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen. Der Kaufvertrag wurde Mitte März unterzeichnet. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Sowohl der vorläufige Gläubigerausschuss als auch der Sachwalter Rechtsanwalt Stefan Meyer, Partner der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH, haben ihre Zustimmung zum Verkauf erteilt. Der operative Betriebsübergang fand am 1. April 2018 statt. Durch den Verkauf von Arti können 71 der ursprünglich 121 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die nicht vom Investor übernommenen Mitarbeiter wechseln in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Die neue Gesellschaft firmiert künftig unter dem Namen arti Promotion GmbH.

„arti ergänzt hervorragend das Kalender- und Werbemittelportfolio der B2B-Sparte, und wir freuen uns, dass Kunden und Interessenten mit den Marken ALPHA Edition, DUMONT, PALAZZI, teNeues und Zettler Kalender eine großartige Angebots- und Markenvielfalt erhalten“, erklärt der neue Geschäftsführer Axel Klug. Die Neumann-Gruppe besteht seit mehr als 65 Jahren und verlegt, produziert und vertreibt Kalender, Druck- und Papeterieprodukte.

Arti hatte Ende September 2017 einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Die Sanierung wurde durch die Düsseldorfer Rechts- und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp begleitet. „Mit dem Verkauf haben wir den einzuschlagenden Sanierungspfad überzeugend aufzeigen können und somit die Weiterführung des Unternehmens erreicht. Ermöglicht wurde das Ergebnis durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gläubigerausschuss, Sachwalter und Gericht. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihren Einsatz. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern, die durch ihren Beitrag erst die Übernahme ermöglicht haben, sowie dem ehemaligen Geschäftsführer Ralf Kunz. Er hat mit viel Engagement den Verkauf vorbereitet und damit den Weg zur Übernahme geebnet“, so Dr. Jasper Stahlschmidt, projektbegleitender Partner von Buchalik Brömmekamp. Geschäftsführer Ralf Kunz ist mit dem Verkauf aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Mit dem Verkauf der Arti Kalender & Promotion Service GmbH können die Gläubiger eine hohe Befriedigungsquote erwarten. So sollen die ungesicherten Gläubiger voraussichtlich eine überdurchschnittlich hohe Quote zwischen 60 und 70 Prozent erhalten. Zum Vergleich: Laut Statistischem Bundesamt liegt die durchschnittliche Quote in Regelinsolvenzverfahren zwischen drei und vier Prozent.

In einem Eigenverwaltungsverfahren werden die Geschäfte unter der Leitung der bisherigen Geschäftsführung geführt. Dazu hatte Heinz-Peter Derrix-Belau (Buchalik Brömmekamp) als Sanierungsgeschäftsführer die Unternehmensleitung der Arti Kalender & Promotion Service GmbH ergänzt. Die Geschäftsführung steht in der Eigenverwaltung unter der Aufsicht eines Sachwalters. Das Amtsgericht Bielefeld hatte als Sachwalter den Sanierungsexperten Stefan Meyer, Partner der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH, bestellt. Zum PLUTA-Team zählt neben dem bestellten Sachwalter auch Rechtsanwalt Christoph Chrobok.

Rechtsanwalt Meyer zur gefundenen Sanierungslösung: „Ich freue mich nicht nur für die Gläubiger, sondern auch im Sinne der erhaltenen Arbeitsplätze. Die Mitarbeiter haben in der Phase des Verfahrens – trotz berechtigter Sorgen um ihren Arbeitsplatz – einen sehr guten Job gemacht. Die gemeinsamen Anstrengungen zum Erhalt des Unternehmens haben Früchte getragen, was sich zudem in einer erfreulichen Befriedigungsquote für die Insolvenzgläubiger widerspiegeln wird.“

Hiernach wurde gesucht:

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Eigenverwaltungsverfahren von Stockheim mit Unterstützung durch Buchalik Brömmekamp erfolgreich beendet

  • Amtsgericht Düsseldorf hebt Sanierungsverfahren auf
  • Kerngeschäft Restaurationsbetriebe mit Messe- und Eventcatering wird weiter ausgebaut

Düsseldorf. 17. April 2018. Das Düsseldorfer Traditionsunternehmen Stockheim kann nach dem erfolgreichen Ende des Insolvenzverfahrens wieder durchstarten. Das Amtsgericht Düsseldorf hat die Eigenverwaltungsverfahren der Gastronomiegruppe aufgehoben. Damit wechselt Stockheim wieder in den regulären Geschäftsbetrieb. Innerhalb der Eigenverwaltung hat Stockheim die Weichen für eine umfangreiche Neuausrichtung gestellt. Das Ziel ist es, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und sich damit langfristig wieder wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen. Stockheim setzt dabei auf seine langjährigen Partner und Locations –  das Congress Center Düsseldorf (CCD), die Messe Düsseldorf und die Rheinterrasse sowie den weiteren Ausbau des Eventcaterings. „In diesem Zusammenhang bedanken wir uns ausdrücklich bei unseren Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit. Unsere volle Aufmerksamkeit gehört dem Messe- und Veranstaltungsgeschäft in Düsseldorf. Wir werden nun alle Energien bündeln und auch weiter in die Expansion investieren“, so Stockheim-Geschäftsführer Özgür Günes.

Im Kernbereich von Stockheim werden nun klare Schwerpunkte gesetzt, um weitere Wachstumspotenziale wahrzunehmen. Die wesentlichen Leistungsorte der Restaurationsbetriebe, die Rheinterrasse, der angrenzende Stockheim RheinBlick 33, das CCD und die Messehallen werden in den nächsten Monaten den Kundenbedürfnissen entsprechend weiter überarbeitet. Konzeptionell wird der Ausbau von gastronomischen Konzepten in den Vordergrund gestellt. „Die Stockheim-Produkte werden wir zukünftig überwiegend in Themenwelten und Konzepten wiederfinden“, so Carla Stockheim, verantwortlich für Brand Management & Development bei Stockheim. „An dieser Stelle gilt unser Dank natürlich auch den Gesellschaftern Karl-Heinz und Margret Stockheim für das außerordentliche Vertrauen und die allzeit tatkräftige Unterstützung“, ergänzen Carla Stockheim und Özgür Günes.

Mit der Eigenverwaltung nutzte Stockheim die seit dem 1. März 2012 geltenden Möglichkeiten einer Sanierung unter Insolvenzschutz. Es handelt sich dabei nicht um eine Insolvenz im klassischen Sinne, sondern um ein Sanierungsverfahren mit dem obersten Ziel des Unternehmenserhalts und der Unternehmensfortführung. Die Geschäftsführung bleibt weiterhin im Amt und führt die Sanierungsmaßnahmen selbstständig durch.

Stockheim hatte im Mai 2017 beim Amtsgericht Düsseldorf für sechs Unternehmen einen Antrag auf Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt: Stockheim GmbH & Co. KG, Stockheim Systemgastronomie GmbH & Co. KG, Stockheim (Hbf-Köln) GmbH, Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH & Co. KG, Stockheim Catering Hamburg GmbH und HAGATEC Koordination & Planung GmbH & Co. KG. Während der Verfahren wurden die Unternehmen vom Beratungshaus Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf betriebswirtschaftlich und rechtlich begleitet. Darüber hinaus ergänzten Dr. Utz Brömmekamp (Stockheim GmbH & Co. KG), Daniel Meintz (Stockheim Systemgastronomie GmbH & Co. KG und Stockheim (Hbf-Köln) GmbH) sowie Dr. Adrian Bölingen (Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH & Co. KG und Stockheim Catering Hamburg GmbH) das Management als Sanierungsgeschäftsführer. Mit dem Verfahrensende scheiden sie aus ihren Ämtern aus. Als vom Amtsgericht Düsseldorf bestellter Sachwalter war der renommierte White & Case-Partner Dr. Biner Bähr tätig.

Zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp hatte Stockheim-Geschäftsführer Özgür Günes die Sanierungspläne entwickelt, in denen die Entschuldung und nachhaltige Fortführung der Unternehmensteile aufgezeigt wurden. Den Plänen haben die Gläubiger zugestimmt. „Es freut mich außerordentlich, dass wir Stockheim mit der umfassenden Sanierung wieder zukunftsfähig aufstellen konnten. Im Fokus stand hierbei die Rückbesinnung auf die Wurzeln als Düsseldorfer Familienunternehmen, welches seinen nationalen und internationalen Kunden durch Qualität, Innovation und Leidenschaft einmalige Erlebnisse bieten möchte“, so Bozidar Radner, geschäftsführender Gesellschafter von Buchalik Brömmekamp und zuständiger Projektpartner.

Ein wesentlicher Schritt, die finanzielle Stabilität von Stockheim zu erreichen, war die Trennung von Unternehmensteilen. Die Sparte Systemgastronomie mit den Gesellschaften Stockheim (Hbf.-Köln) GmbH und Stockheim Systemgastronomie GmbH & Co. KG wurde im Dezember 2017 an die SSP veräußert. Die in beiden Unternehmen beschäftigten rund 500 Mitarbeiter wurden von SSP übernommen. Die Cateringaktivitäten und die Mitarbeiter am Standort in Hamburg gingen im Dezember 2017 an die Käfer-Gruppe.

„Das Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung“, so der Sanierungsexperte Dr. Utz Brömmekamp, „hat sich hier erfreulicherweise als besonderes Erfolgsmodell präsentiert. Denn die Gläubiger erhalten Befriedigungsquoten zwischen 55 und 100 Prozent.“ Zum Vergleich: Laut Statistischem Bundesamt liegt die durchschnittliche Quote in Regelinsolvenzverfahren gerade einmal bei drei Prozent. „Gläubiger, Mitarbeiter, Sachwalter und das Gericht haben den eingeschlagenen Sanierungsweg immer konstruktiv unterstützt. Mein Dank gilt deshalb allen Beteiligten für ihr Engagement. Das Ergebnis stimmt mich sehr zuversichtlich, dass Stockheim in der Düsseldorfer Messe- und Eventgastronomie wieder eine führende Rolle einnehmen kann“, ist sich Dr. Brömmekamp sicher.

Stockheim beschäftigt nach der Umstrukturierung weiterhin 120 Mitarbeiter. „Obwohl die Trennung von den Geschäftsbereichen aus strategischer Sicht die sinnvollste Lösung war, haben wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ich danke auch nochmal im Namen der Familie Stockheim, dass die vielen Mitarbeiter mit so viel Herzblut und Loyalität ihrer Arbeit im Unternehmen nachgegangen sind. Ich weiß, wie schwierig das war, und das schätzen wir sehr. Die Umstrukturierung war mit vielen Unsicherheiten verbunden. Am Ende jedoch konnten wir so gut wie alle Arbeitsplätze erhalten oder die Mitarbeiter in Folgebeschäftigungen überführen. Wir sind überzeugt, dass sich in dieser Ausrichtung die Geschäftsbereiche nun besser entwickeln können.“, erklärt Carla Stockheim.

Unternehmenssteuerung mit KPIs in der Produktion – Thorsten Steinhardt im Controller Magazin

Kennzahlen sind im Rahmen unternehmerischer Entscheidungsprozesse die geeigneten Hilfsmittel, um eine zielführende Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Richtig eingesetzt liefern sie einen ersten Überblick über messbare Sachverhalte insbesondere in operativer und strategischer Hinsicht. Kennzahlen in der Produktion dienen als Gradmesser der Zielerreichung und als Steuerungsinstrument zur Entscheidung über performancetreibende Maßnahmen. Hierbei wird weniger auf finanzielle Messgrößen abgestellt, sondern auf die Indikatoren der operativen Leistung. Ohne Leistungsmessung dieser so genannten Prozessfaktoren werden Verbesserungen im Prozess nur von sporadischer Natur sein. Die Beherrschung der eigenen Prozesse in der Produktion ist die Voraussetzung für den zukünftigen Unternehmenserfolg.

Was sind gute KPIs?

Key Performance Indicators (KPIs) sind Leistungsindikatoren zur Performancemessung, die sich zum Beispiel in der Produktion an den Wertschöpfungsaktivitäten auf Prozessebene orientieren. Sie haben den Charakter von operativen Stellhebeln. Die Leistung, die ein Produktionsbereich erbringt, wird in Form einer Kennzahl gemessen und dargestellt. In der Regel haben KPIs einen Bezug zu einem Prozess im Unternehmen und werden daher häufig in Relation zu den im Prozess eingesetzten Ressourcen Kosten und Zeit gesetzt.

Gute KPIs schaffen also Transparenz darüber, inwieweit die Prozesse in der Fertigung oder in den Fertigungsabteilungen performant sind bzw. in welchem Umfang die definierten Ziele erreicht wurden. Im Tagesgeschäft sollen beispielsweise Fertigungsteams und Produktionsmitarbeiter erkennen, ob sie ihre Leistung optimal erbringen oder in welchen Prozessen sie besser werden müssen. KPIs dienen also zur Steuerung und Überwachung von Unternehmensprozessen. Im besten Fall bilden sie alle wesentlichen Performancehebel im Unternehmen ab, um auf diese Weise traditionelle Kennzahlensysteme so zu optimieren, dass die wesentlichen Treiber des Tagesgeschäfts wieder verstärkt in das Blickfeld von Management und Mitarbeiter rücken. Aus einer Vielzahl von Kennzahlen sind also diejenigen auszuwählen, die zur Steuerung und Zielerreichung des Unternehmens am geeignetsten sind. Bei der Implementierung von KPIs bedarf es einer abgestimmten Vorgehensweise. Zunächst sind die Anforderungen für geeignete KPIs zu definieren, um in einem zweiten Schritt mit der systematischen Auswahl die Grundlage für eine verlässliche Informations- und Steuerungsbasis zu schaffen.

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Restrukturierung der Altifort System Solutions GmbH im Wege eines Eigenverwaltungsverfahrens

  • Geschäftsbetrieb weiterhin sichergestellt

 

Ebersbach an der Fils. 22. Dezember 2017. Frederic Sevat, Geschäftsführer der Altifort System Solutions GmbH, beabsichtigt die bereits eingeleitete Restrukturierung des Lösungsanbieters für Industrieautomation im Wege eines Eigenverwaltungsverfahrens zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Das Amtsgericht Göppingen hat heute dem Antrag des Unternehmens entsprochen und die Eigenverwaltung mit dem Ziel der Fortführung des Unternehmens angeordnet. Im Eigenverwaltungsverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung bei der bisherigen Geschäftsführung. Sie führt den Sanierungsprozess selbstständig und ohne Insolvenzverwalter aber mit einem zur Seite gestellten Sachwalter durch. Während des Verfahrens wird der Geschäftsbetrieb unverändert weitergeführt. Sämtliche Leistungen im Rahmen von Kundenaufträgen werden termingerecht erledigt sowie Neuaufträge angenommen und umgesetzt.

Geschäftsführer Sevat wird zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp (Düsseldorf und Stuttgart) ein tragfähiges Sanierungskonzept entwickeln, dem das Gericht und die Gläubiger zustimmen müssen. Außerdem begleitet der Sanierungsexperte Dirk Eichelbaum, Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft (Stuttgart), das Unternehmen während des Eigenverwaltungsverfahrens. Buchalik Brömmekamp hat in bereits rund 130 weiteren Verfahren Unternehmen erfolgreich durch ein Eigenverwaltungsverfahren begleitet. Diese agieren durch die gemeinsam umgesetzte Sanierung und Restrukturierung heute wieder gestärkt am Markt.

In einer Betriebsversammlung wurden heute die insgesamt 40 Beschäftigten über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter sind in den nächsten drei Monaten über das Insolvenzgeld gesichert. In dem Verfahren sollen alle Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Ursache für die wirtschaftliche Schieflage sind im wesentlichen hohe Anlaufkosten, die nach der Loslösung von der DMG-MORI entstanden sind. Der französische Mutterkonzern Altifort hatte die Altifort System Solutions erst im März dieses Jahres von der DMG Mori Gruppe erworben. „Das Unternehmen ist technisch gut aufgestellt. Durch die Sanierung können wir unsere eigenen Strukturen insbesondere im Vertrieb neu aufbauen und an unsere derzeitigen Kosten anpassen. Das hat aber keine Auswirkungen auf das Personal. Im Gegenteil, wir suchen händeringend Fachkräfte, um die Aufträge für Werkzeugmaschinenhersteller, Automobilzulieferer und die Konsumgüterindustrie termingerecht umzusetzen“, erklärt Geschäftsführer Frederic Sevat.

Mit der Eigenverwaltung nutzt Altifort System Solutions die seit 2012 geltenden Möglichkeiten einer Sanierung unter Insolvenzschutz. In dem Sanierungsverfahren mit dem obersten Ziel der Unternehmensfortführung hat das Göppinger Amtsgericht Rechtsanwalt Marcus Winkler von der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner in Stuttgart als vorläufigen Sachwalter bestellt. Der Sachwalter übernimmt eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen.

Hiernach wurde gesucht:

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  • altifort system solutions gmbh ebersbach
  • Altifort System Solutions GmbH
  • altifort belgien insolvenz

Business-Reviews: Fehleinschätzungen vermeiden, Firmenkrisen frühzeitig vorbeugen – Bozidar Radner im KMU-Magazin

Nicht immer wissen Unternehmer im Detail um die Stärken und vor allem die Schwächen ihrer Organisation. Wenn es dann einmal kriselt, kann es unvorbereitet schon zu spät sein, geeignete Maßnahmen zu treffen. Business-Reviews helfen dem Management dabei, Fehlentwicklungen zu vermeiden.

kurz und bündig

  • Eine Unternehmensbeurteilung schafft Transparenz, und sie liefert eine fundierte Risikoabschätzung. Sie ist damit eine der wichtigsten Grundlagen für nachvollziehbare Finanzentscheidungen.
  • Auf Basis vorhandener betriebswirtschaftlicher Daten ermitteln Business-Reviews zunächst, wie es um das Unternehmen steht, wobei insbesondere die Stärken und Schwächen der Wertschöpfungskette eruiert werden.
  • In einem weiteren Schritt wendet sich ein Business-Review der Marktsituation zu. Hier kommen Faktoren wie die Stärke der Wettbewerber, die Abhängigkeit von Kunden, die Verhandlungsstärke der Lieferanten, drohende Substitutionsprodukte oder -verfahren auf den Prüfstand.

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Thurn Produkte nutzt Eigenverwaltungsverfahren zur Sanierung / Nils Averbeck wird CRO

  • Produktion von Wasch- und Reinigungsmitteln läuft unverändert weiter
  • Arbeitsplatzabbau ist nicht geplant

Neunkirchen Seelscheid. 4. September 2017. Die Thurn Produkte GmbH und die AT Abfüllbetrieb Greven GmbH, die ehemaligen Luhnswerke, wollen sich durch ein Eigenverwaltungsverfahren sanieren und wieder wettbewerbsfähig aufstellen. Den entsprechenden Anträgen der Geschäftsführung hat das Amtsgericht Bonn zugestimmt. „Mit der Eigenverwaltung verfolgen wir das Ziel, die beiden Unternehmen fortzuführen und nachhaltig zu sanieren sowie die Arbeitsplätze zu erhalten. Deshalb laufen der Geschäftsbetrieb und die Produktion weiter wie bisher“, erklärt Geschäftsführer Adolf Günter Thurn. Mit dem Verfahren nutzen die Unternehmen die Chance, die der Gesetzgeber mit dem ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) vor fünf Jahren geschaffen hat, damit sich Unternehmen in schwierigen Situationen wieder neu aufstellen können. Die Unternehmensleitung bleibt in der Eigenverwaltung weiterhin im Amt und wird die Sanierung selbstständig durchführen.

In dem Verfahren wird die Thurn-Gruppe vom Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp begleitet. Die Düsseldorfer Beratung und Wirtschaftskanzlei wird die Unternehmen in rechtlichen Belangen des Eigenverwaltungsverfahrens begleiten und die betriebswirtschaftliche sowie operative Restrukturierung durchführen. Neben der Erstellung des Sanierungskonzeptes wird die Unternehmensleitung durch den Sanierungsexperten Nils Averbeck ergänzt. „Die Thurn-Gruppe hat enormes Entwicklungspotenzial, deshalb ist die Eigenverwaltung der richtige Weg für das Unternehmen, um die Sanierung im Interesse aller Beteiligten schnell und erfolgreich umzusetzen“, erklärt Sanierungsgeschäftsführer Nils Averbeck.

Der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittelhersteller betreibt vier Produktionsstätten in Neunkirchen Seelscheid, Greven, Kerkrade und Much. Das niederländische Werk in Kerkrade ist von dem Eigenverwaltungsverfahren nicht betroffen. Die Unternehmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 200 Mio. Euro und beschäftigen über 450 Mitarbeiter. Die Mitarbeiter wurden heute in einer Betriebsversammlung über den Antrag informiert. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für den Monat August wurden vom Unternehmen bezahlt und sind darüber hinaus für weitere drei Monate über die Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Danach übernehmen die Unternehmen wieder die Zahlungen an die Mitarbeiter. Ein Arbeitsplatzabbau ist derzeit nicht geplant.

Das 1977 gegründeten Unternehmen hat sich zu einer Sanierung in Eigenverwaltung entschieden, da sich Optimierungsmaßnahmen, die im vergangen Jahr entwickelt wurden, verzögerten und die gewünschten Kostenreduzierungen ausblieben. Ebenso bleibt die Rentabilität des Produktionswerkes in Greven hinter den Erwartungen zurück. „Mit der Eigenverwaltung können wir nun weitere Maßnahmen nutzen, die die Ertrags- und Liquiditätslage des Unternehmens deutlich verbessern. Die wichtigsten Lieferanten haben bereits zugesichert, zum Unternehmen zu stehen und uns weiter zu beliefern. Auch die Handelspartner wollen den eingeschlagenen Weg mitzugehen“, blickt Geschäftsführer Adolf Günter Thurn zuversichtlich in die Zukunft.

Zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp wird das Unternehmen ein Sanierungskonzept erarbeiten und zeitnah umsetzen. Im Mittelpunkt des Konzeptes stehen Prozessoptimierungen in der Verwaltung und den Produktionsstätten, eine Reduzierung der Komplexitäts- und Logistikkosten sowie Investitionen in innovative Produkte und neue Vertriebskanäle. „Die Gruppe erzielt überdurchschnittliche Erfolge in der Forschung und Entwicklung und landet bei vielen Produkttests regelmäßig auf den vorderen Plätzen“, erläutert Adolf Günter Thurn nicht ganz ohne Stolz und weiter, „daran wollen wir auch in der Eigenverwaltung anknüpfen.“

Mit der Eigenverwaltung nutzen die Unternehmen die seit 2012 geltenden Möglichkeiten einer Sanierung unter dem Schutz des Gesetzgebers. Während des Verfahrens werden die Geschäfte weiterhin unter der Leitung der bisherigen Geschäftsführung geführt. Allerdings steht die Unternehmensleitung unter der Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters. Der vorläufige Sachwalter hat darüber hinaus die Aufgabe, dass keine Benachteiligungen für die Gläubiger eintreten. Das Amtsgericht Bonn hat für beide Unternehmen den vorläufigen Sachwalter Dirk Obermüller, Partner der überregional tätigen Wirtschaftskanzlei dhpg aus Bonn bestellt, der schon viele vergleichbare Verfahren erfolgreich begleitet hat. „Ich habe mir vor Ort einen ersten Überblick verschafft. Die Mitarbeiter sind sehr motiviert und die Beteiligten haben ihre Bereitschaft zu einer weiteren Zusammenarbeit signalisiert“, erklärt der vorläufiger Sachwalter Dirk Obermüller.

Hiernach wurde gesucht:

  • nils averbeck

Robert Buchalik in Börsen-Zeitung: „Operative Sanierung der Air Berlin nicht gewollt

Hinter der Eigenverwaltung stecken monetäre Gründe – Berater rät Bundesregierung zu Garantie.
An der Insolvenz von Air Berlin hat nach Einschätzung von Sanierungsberater Robert Buchalik kein Weg vorbeigeführt. „Es war in jedem Fall ein Insolvenzantrag zu stellen, da es an einer positiven Fortführungsprognose fehlte“, stellt Buchalik in der Börsen-Zeitung fest.

Den kompletten Artikel lesen in der Börsen-Zeitung (Kostenpflichtig).

 

frischBack setzt begonnene Neuausrichtung durch Eigenverwaltungsverfahren fort – Andreas Schmieg wird Sanierungsgeschäftsführer

  • Alle Filialen sind unverändert geöffnet
  • Backproduktion läuft weiter

Arnstadt. 11. August 2017. Zunehmende Kampfpreise durch die Billigkonkurrenz wie Discounter oder SB-Backshops machen es dem traditionellen Bäckerhandwerk immer schwerer. Handwerksbäcker können sich nur durch eine Neuausrichtung des Filialkonzeptes behaupten. Dazu ist es erforderlich, mehr gesunde Lebensmittel, verstärkt regionale Produkte und Angebote aus dem Gastronomiebereich wie Kaffee, Snacks und Mittagstisch anzubieten. „Wir haben in den vergangenen Jahren in Millionenhöhe in unsere Filialen und Produktion investiert. Doch der hohe Kapitaldienst für die Investitionskredite und die gestiegenen Personalaufwendungen, wie die Erhöhung des Mindestlohnes in diesem Jahr, haben zu einem Liquiditätsengpass geführt“, erklärt Alfred J. Heyl, Geschäftsführer der frischBack GmbH, die derzeitige wirtschaftliche Lage. Mit einem Eigenverwaltungsverfahren will er nun das Filialgeschäft sowie die beiden Produktionsstandorte in Arnstadt und Schmalkalden nachhaltig sanieren.

Geschäftsführer Heyl hat deshalb für die drei Unternehmen frischBack GmbH, die Arnstädter Landbrotbäckerei GmbH und die Backspezialitäten GmbH beim Amtsgericht Erfurt Anträge auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Das Amtsgericht hat den Anträgen des Unternehmens entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. „Ziel des Verfahrens ist es, unsere Unternehmen fortzuführen und die Arbeitsplätze zu sichern. Alle Filialen und Großkunden werden weiter beliefert. Unsere Kunden werden das Eigenverwaltungsverfahren nicht bemerken, da unsere Lieferfähigkeit in der gewohnten Qualität und Pünktlichkeit sichergestellt ist“, erklärt Heyl. frischBack betreibt rund 130 Filialen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Osthessen und Nordbayern und zählt damit zu den 30 führenden Backwaren-Filialisten in Deutschland.

Die über 800 Mitarbeiter, die in den Filialen und den Produktionsstandorten beschäftigt sind, werden in Betriebsversammlungen über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter sind gesichert und werden pünktlich angewiesen. Es werden keine Arbeitsplätze abgebaut.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte die frischBack massiv in die Produktivitätssteigerung ihrer Bäckerei und in die Modernisierung der Filialen investiert und damit auf die Veränderung des Marktes reagiert. Dazu gehörte die Verlagerung von Teilen der Produktion von Schmalkalden nach Arnstadt, um nur dort einen Vollsortimentsstandort zu betreiben. „Die Produktion und Logistik werden wir nach den heutigen Anforderungen so ausrichten, dass die Filialen effizienter beliefert werden und der Verkauf eine höhere Flexibilität bei den Produkten aufweist“, so Heyl.

Dazu wird er zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp das bestehende Sanierungskonzept weiter entwickeln, dem das Gericht und die Gläubiger zustimmen müssen. Außerdem ergänzt der Sanierungsexperte Andreas Schmieg, Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung, die Geschäftsleitungen der drei Unternehmen während des Eigenverwaltungsverfahrens. Buchalik Brömmekamp hat bereits über 100 weitere Unternehmen erfolgreich durch ein Eigenverwaltungsverfahren begleitet. Diese agieren durch das Verfahren gestärkt wieder am Markt. „Mit den Möglichkeiten des Verfahrens werden wir die Liquiditätssituation deutlich verbessern und so den wesentlichen Sanierungsansatz umsetzen. Dazu werden wir vor allem unrentable Standorte auf den Prüfstand stellen und sie fit für die Zukunft machen. Die wichtigsten Lieferanten haben uns schon zugesagt, den eingeschlagenen Weg zu unterstützen“, sagt Andreas Schmieg. „Außerhalb eines Eigenverwaltungsverfahrens wären die dafür notwendigen Aufbau- und Restrukturierungsmaßnahmen nicht zu finanzieren“, ergänzt Dr. Hubertus Bartelheimer, der projektbegleitende Partner des Beratungsunternehmens.

Erst seit 2012 könnten Unternehmen die erweiterten Möglichkeiten einer Eigenverwaltung zur Sanierung nutzen. Im Eigenverwaltungsverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung bei der bisherigen Geschäftsführung. Sie führen den Sanierungsprozess selbstständig und ohne Insolvenzverwalter aber mit einem zur Seite gestellten Sachwalter durch. Das Amtsgericht Erfurt hat als vorläufigen Sachwalter Rechtsanwalt Rolf Rombach, Partner der gleichnamigen Kanzlei, bestellt. Der vorläufige Sachwalter übernimmt eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen.

Textilunternehmen Hecking setzt Restrukturierung durch ein Eigenverwaltungsverfahren um – Schreck wird CRO

  • Weitere Fokussierung auf technische Textilien

Stadtlohn/Zittau. 7. August 2017. Die beiden Textilunternehmen H. Hecking Söhne GmbH & Co. KG aus Stadtlohn und die Baumwollweberei Zittau GmbH aus Zittau wollen den bisher eingeschlagenen Restrukturierungsweg weiter forcieren. Dazu hat die Geschäftsführung für beide Unternehmen einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt, den Anträgen wurde entsprochen. „Unsere Anstrengungen in den vergangenen Jahren, die Leistung und Effizienz deutlich zu erhöhen, haben noch nicht den nötigen Erfolg gehabt. Um das Unternehmen neu und langfristig zukunftsfähig zu positionieren, haben wir uns für ein Eigenverwaltungsverfahren entschieden“, erklärt Geschäftsführer Heinrich-Hermann Hecking.

Die 190 Mitarbeiter wurden am Montag in Mitarbeiterversammlungen an den beiden Produktionsstandorten über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter in diesem Verfahren sind für drei Monate institutionell gesichert und werden anschließend wieder vom Unternehmen gezahlt, die Produktion und die Belieferung der Kunden läuft unverändert weiter.

Um die Interessen aller Beteiligten zu wahren, wird ein vorläufiger Sachwalter bestellt. Diese Aufgabe übernimmt Rechtsanwalt Dr. Sebastian Henneke, Partner der Kanzlei hrm Henneke Röpke Rechtsanwälte aus Bocholt. „Durch das Verfahren kann mit der Unterstützung aller Beteiligten, die Unternehmensgruppe auf wirtschaftlich erfolgreiche Füße gestellt werden. Hierbei will ich alle Beteiligten im Rahmen der mir übertragenen Aufgaben und der gesetzlichen Vorgaben bestmöglich unter Wahrung der Gläubigerinteressen unterstützen“, meint der vorläufige Sachwalter Dr. Henneke.

Ein detaillierter Umsetzungsplan zum Konzept wird zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp ausgearbeitet. Bei der Umsetzung werden die beiden Firmen durch den Restrukturierungsexperten Volker Schreck, ebenfalls von Buchalik Brömmekamp, unterstützt. Dazu wird Volker Schreck in die Geschäftsführung berufen. „Die deutsche Textilindustrie agiert in einem sehr schwierigen Umfeld, in dem die Unternehmen nur durch Spezialisierungen ihre Marktstellung behaupten können. Im Rahmen der Eigenverwaltung ergeben sich Möglichkeiten, die Restrukturierung effektiver und schneller voranzutreiben“, so Volker Schreck.

Mit einer Neuausrichtung wollen die beiden Unternehmen vor allem der Konkurrenz aus den Niedriglohnländern begegnen. „Wir haben uns weitestgehend von der Produktion üblicher Massenprodukte verabschiedet, vor allem bei den Heim- und Bekleidungstextilien. Dagegen zeigen sich erhebliche Potentiale im Bereich der technischen Textilien. Die in diesem Segment geforderten Qualitätsmaßstäbe können wir mit unserem Maschinenpark und den gut ausgebildeten Mitarbeitern sehr gut erfüllen. Deshalb werden wir uns in der Produktion weiter auf diesen Bereich fokussieren“, so Hecking.