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Lufthansa kündigt weitere Sparmaßnahmen an – Verwaltung und Führungskräfte betroffen

Die Führung der Lufthansa arbeitet weiter an der Stabilisierung und Restrukturierung des hart von der Corona-Pandemie getroffenen Unternehmens. Es ist ein Restrukturierungsprogramm angekündigt worden, das zunächst bis Ende 2023 laufen soll und u.a. harte Einschnitte beim Personal vorsieht. Besonders betroffen sind hiervon die Verwaltung der Lufthansa, die um 1.000 Stellen reduziert werden soll, sowie die Führungskräfte der Airline, deren Stellen konzernweit um 20 Prozent verringert werden sollen. Die Vorstands- und Geschäftsführungsgremien der Tochterunternehmen werden ebenfalls verkleinert. Der Konzern hatte bereits bekannt gegeben, dass vor dem Hintergrund des derzeit eingeschränkten Geschäfts sowie einer erwarteten langsamen Erholung desselben ein rechnerischer Personalüberhang von mindestens 22.000 Vollzeitstellen besteht. Zusätzlich belasten die Kosten aus staatlichen Krediten das Unternehmen, sodass laut Unternehmensleitung Personalmaßnahmen unausweichlich sind.

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Philip Künne
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ProContur hat sich im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens neu aufgestellt

Die ProContur Individuelle Feinblech- und Kunststoffprodukte GmbH aus Wittlich hat ihren Restrukturierungskurs erfolgreich abgeschlossen. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Das Unternehmen, das aktuell 70 Mitarbeiter beschäftigt, hatte am 11. November 2019 beim Amtsgericht Wittlich ein Schutzschirmverfahren beantragt. ProContur konstruiert, produziert und vertreibt Gehäusetechnik aus Feinblech und Kunststoff für elektrotechnische Geräte. Das Unternehmen beliefert Kunden aus den Branchen Elektrotechnik, Bau, Medizintechnik sowie Anlagen- und Maschinenbau.

Hintergrund für die Krise war ein unerwartet starker Auftragsrückgang in den drei Kernbranchen (Elektrotechnik, Bau- und Medizintechnik), der bereits Mitte 2019 seinen Anfang fand.

Die ProContur hat in den letzten Monaten im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens zusammen mit der Kanzlei Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf einen Restrukturierungsplan erarbeitet, den die Gläubiger nunmehr einstimmig angenommen haben. Das Verfahren ist damit beendet, die ProContur von Altlasten befreit und mit deutlich mehr Liquidität ausgestattet als dies noch zu Beginn des Verfahrens der Fall war. Auch die Eigenkapitalquote konnte erheblich gesteigert werden. Das Unternehmen konnte trotz der spürbaren negativen Auswirkungen der Corona-Krise zukunftssicher aufgestellt werden und in der Krise sogar zwei neue Großkunden gewinnen. Mit starker Unterstützung der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG Wittlich, die in dieser schwierigen Zeit zum Unternehmen gestanden hat, wurden die Verbindlichkeiten im Sinne des Unternehmens neu geordnet.

 „Das Schutzschirmverfahren hat uns die Möglichkeit gegeben, selbstbestimmt auf die starken Veränderungen zu reagieren. Durch die positiven Ergebnisse des Verfahrens konnten wir die Auswirkungen der Corona-Krise sehr gut meistern. In Zusammenarbeit mit allen Parteien haben wir einen sehr guten Weg gefunden. Nach Abschluss des Verfahrens sehen wir uns nun nachhaltig gestärkt und für die Zukunft gut gerüstet“, so Jens Pohlmann, Geschäftsführer des Unternehmens.
Von der positiven Entwicklung des Restrukturierungsweges ist auch der Sachwalter, Herr Rechtsanwalt Jens Lieser, überzeugt: „Das Unternehmen hat die Zeit des Schutzschirmverfahrens hervorragend genutzt und die Instrumente aufgesetzt, um die eingeleiteten Optimierungen im Interesse aller Stakeholder erfolgreich umzusetzen.“

 

Allego streicht die Hälfte aller Stellen

Der Ladeinfrastruktur-Betreiber Allego steht offenbar vor einem massiven Stellenabbau. Deutschland ist hiervon neben einigen anderen Ländern besonders betroffen. Von den aktuell rund 220 Beschäftigten müssen demnach ca. 110 mit einer Kündigung rechnen. Hintergrund ist offenbar eine umfassende Restrukturierung des Betriebs, die neben der Auslagerung von einzelnen Geschäftsbereichen auch die Schließung anderer umfasst. Lediglich für das Kerngeschäft unverzichtbare Bereiche sollen erhalten bleiben. Bereits jetzt steht fest, dass der Standort Erkrath bei Düsseldorf komplett geschlossen wird. Hintergrund für diesen Schritt ist offenbar, dass sich das Geschäft nicht wie erwartet entwickelt hat. Mit der nun angekündigten Reorganisation versucht man, das Unternehmen an die tatsächlichen Begebenheiten anzupassen und somit zukunftsfähig aufzustellen.

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Philipp Künne
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Hiernach wurde gesucht:

  • allego standort erkrath schließung

MEIER-RATIO geht gestärkt aus dem erfolgreich abgeschlossenen Eigenverwaltungsverfahren hervor

  • Der Fokus liegt weiterhin auf der Optimierung der Produktionsprozesse
  • Sanierung zur Unternehmensfortführung größtenteils umgesetzt
  • Alle Arbeitsplätze konnten erhalten werden

Dessau. 08.01.2020. Nun ist es amtlich, das Amtsgericht Dessau hat das Eigenverwaltungsverfahren des Fahrzeugbauers MEIER-RATIO GmbH aus Dessau-Roßlau aufgehoben. Damit konnte die Geschäftsleitung die Sanierung des Unternehmens in Eigenregie erfolgreich abschließen. Das Traditionsunternehmen geht gestärkt aus dem Verfahren hervor und die weiteren Ziele sind klar gesteckt. Dazu hatte das Unternehmen bereits zu Anfang des Verfahrens gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf ein umfangreiches Konzept mit knapp 40 Optimierungspunkten erarbeitet. Diese Punkte wurden im Laufe des Verfahrens bereits zu wesentlichen Teilen umgesetzt. Unter anderem wurden nicht mehr benötigte Aufgabengebiete reduziert, umverteilt oder stellenweise komprimiert; die Produktion hingegen weiter ausgebaut. Dass mit der Umstrukturierung eines Unternehmens nicht zwangsläufig ein Arbeitsplatzabbau einhergeht, zeigt der hiesige Erfolgsfall: Denn es konnten nicht nur alle Arbeitsplätze in der Produktion erhalten werden, sondern das Team wurde und wird sogar weiter aufgestockt. Den personellen Engpässen wurde vorübergehend mit dem Einsatz von Leiharbeitern begegnet; diese sollen im ersten Halbjahr 2020 aber fest von MEIER-RATIO übernommen werden.

„Dass wir uns im Januar 2019 dazu entschieden haben, die MEIER-RATIO und ihre bewährten Produkte weiter am Markt zu halten, hat sich nun als die richtige Entscheidung erwiesen. Die erfolgreiche Sanierung konnte jedoch nur mit kompetenter Unterstützung gelingen. Nach intensiven Recherchen nahmen wir Kontakt zu der Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp auf. Die Düsseldorfer Sanierungsexperten waren nach vielen Gesprächen letztlich diejenigen Berater, bei denen wir ein gutes Gefühl im Hinblick auf die Durchführung eines Eigenverwaltungsverfahrens hatten. Die positiven Reaktionen der Gläubiger bestätigten uns dies im Laufe des Verfahrens. Das Sanierungskonzept sowie der Insolvenzplan wurden von allen Gläubigern einstimmig angenommen. Darum möchte ich allen Beteiligten, die an die Zukunft des Unternehmens geglaubt haben und mit uns diesen Weg gegangen sind, recht herzlich danken. Dieser Dank gilt unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner, unserer Hausbank – aber vor allem auch unseren Mitarbeitern. Sie alle haben uns nicht im Stich gelassen; ohne sie wäre der Weg noch kräftezehrender gewesen. Sie alle wissen, dass das Unternehmen ein immenses Potential hat“, erklärt der Geschäftsführer Henning Meier.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände hatte das Sanierungsverfahren Anfang 2019 notwendig gemacht: Fahrzeuge wurden verzögert angeliefert, was zu einem hohen Bestandsaufbau und einer massiven Liquiditätsbindung führte. Hinzu kamen ein ungewöhnlich hoher Krankenstand sowie fehlerhafte interne Arbeitsabläufe.

Mit der Eigenverwaltung nutzte der Fahrzeugbauer nun eine Sanierungsmöglichkeit, die Unternehmen erst seit 2012 zur Verfügung steht. Im Vordergrund der sogenannten Sanierung unter Insolvenzschutz steht die Fortführung des Unternehmens, weshalb die unternehmerische Verantwortung auch bei der Geschäftsführung verbleibt, die den Sanierungsprozess selbstständig ohne Einsatz eines Insolvenzverwalters durchführt. Außerdem ist die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, wie etwa der Beendigung unrentabler Vertragsverhältnisse oder langlaufender Dauerschuldverhältnisse, deutlich schneller und wesentlich kostengünstiger möglich als ohne ein solches Verfahren. Hervorzuhebende Vorteile für die Gläubiger sind der Erhalt des Geschäftspartner und die Auszahlung einer regelmäßig deutlich höheren Quote als im Falle einer Regelinsolvenz.

Unterstützt wurde Geschäftsführer Henning Meier dabei durch den Projektleiter Rechtsanwalt Tim Langstädtler aus dem Hause Buchalik Brömmekamp. „Herr Langstädtler übernahm die insolvenzspezifischen Fragestellungen sowie die Kommunikation zu allen Stakeholdern. Das Eigenverwaltungsverfahren war bei vielen Stakeholdern vorher noch gar nicht bekannt und bedurfte daher einiger Aufklärung“, erläutert Geschäftsführer Meier und Langstädtler ergänzt „Die Rettung konnte nur gelingen, weil die Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden dem Unternehmen die Treue gehalten haben und somit die geplanten Umsatzziele erreicht wurden. Jetzt gilt es die begonnenen Maßnahmen konsequent weiter zu führen“.

„MEIER-RATIO hat das Instrument der Eigenverwaltung intensiv genutzt, um das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs zu bringen und sich erneut wettbewerbsfähig aufzustellen. Ich sehe eine gute Zukunft für das Unternehmen“, so der Sachwalter Rechtsanwalt Dr. Stephan Thiemann, Geschäftsführer der Kanzlei PLUTA. Als Sachwalter übernahm er die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des schuldnerischen Unternehmens zu überprüfen und die Geschäftsführung zu überwachen.

Über MEIER-RATIO GmbH

Das Unternehmen stellt am Standort Dessau-Roßlau Absetz- und Abrollkipper sowie Anhänger für Nutzfahrzeuge her. Zu den Kunden von Meier-Ratio gehören der Ein-Mann-Betrieb genauso wie die Big-Player der Transportbranche. Das Traditionsunternehmen, das 1968 gegründet wurde, beschäftigt 48 Mitarbeiter.

Über Buchalik Brömmekamp

Als Beratungsgesellschaft für Restrukturierung und Sanierung ist Buchalik Brömmekamp darauf spezialisiert, mittelständische Unternehmen innerhalb und außerhalb der Krise auf Erfolgskurs zu bringen. Leistungen der Buchalik Brömmekamp werden durch eine Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei sowie einer Unternehmensberatung angeboten. Interdisziplinär arbeiten Betriebswirte, Ingenieure und Juristen zusammen und bieten ein breites Spektrum an Dienstleistungen für mittelständische Unternehmen, Fremd- und Eigenkapitalgeber sowie Insolvenzverwalter. Buchalik Brömmekamp entwickelt ganzheitliche und nachhaltige Lösungen, die rechtlich, steuerrechtlich sowie betriebs- und finanzwirtschaftlich aufeinander abgestimmt sind und setzt diese in Restrukturierungs- und Sanierungsprojekten um. Buchalik Brömmekamp hat bisher mehr als 150 Unternehmen nach dem neuen Gesetz beraten.

Kontakt:
Tim Langstädtler,
Tel.: 0211 / 82 89 77 0,
E-Mail:

Über PLUTA

PLUTA hilft Unternehmen in rechtlich und wirtschaftlich schwierigen Situationen. Seit Gründung 1982 ist PLUTA stetig gewachsen und beschäftigt heute mehr als 400 Mitarbeiter in Deutschland, Spanien, Italien und Polen. Über 90 Juristen und 40 Kaufleute, darunter viele Rechtsanwälte und Steuerberater mit Mehrfachqualifikationen als Wirtschaftsprüfer, Diplomkaufmann oder Buchprüfer, sorgen für praktikable, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen. PLUTA unterstützt insbesondere bei der Sanierung und Fortführung von Unternehmen in Krisen oder Insolvenzsituationen und entsendet bei Bedarf auch Sanierungsexperten in die Organstellung. PLUTA gehört zur Spitzengruppe der Sanierungs- und Restrukturierungsgesellschaften, was Rankings und Auszeichnungen von INDat, JUVE, Focus, Legal 500, Who’s Who Legal, Best Lawyers und Global Restructuring Review (GRR 100) belegen. Weitere Informationen unter www.pluta.net

Pfeiffer-Reisen hat Eigenverwaltung erfolgreich beendet

  • Linien- und Personennahverkehr sowie Fernbusreisen stehen im Fokus
  • Sanierung zur Unternehmensfortführung erfolgte in eigener Regie

Bad Zwischenahn, 30. September 2016. Nun ist es offiziell, das Amtsgericht Oldenburg hat das Eigenverwaltungsverfahren der Pfeiffer-Reisen aufgehoben. Damit kann Geschäftsführer Stefan Pfeiffer das Kapitel der Insolvenz seines Unternehmens schließen und den bereits begonnenen Neustart weiter fortführen. Das Verkehrsunternehmen gilt als erfolgreich saniert. Zum neuen Weg gehört, dass sich Pfeiffer-Reisen auf den Linien- und Personennahverkehr, Schulbus- und Behindertentransport sowie die Fernbusreisen konzentriert. Durch das Eigenverwaltungsverfahren konnten nicht nur alle Arbeitsplätze gerettet werden, inzwischen arbeiten 159 Mitarbeiter bei Pfeiffer-Reisen und damit zwölf mehr als noch vor dem Verfahren.

„Mein Entschluss, Anfang 2016 mit umfassender Unterstützung des Beratungsunternehmens Buchalik Brömmekamp das Unternehmen durch ein Eigenverwaltungsverfahren zu sanieren, war richtig. Das zeigt auch die positive Reaktion der Gläubiger, die dem Sanierungskonzept mit großer Mehrheit zugestimmt haben. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die an die Zukunft des Unternehmens geglaubt haben und mit uns diesen Weg gegangen sind“, erklärt Stefan Pfeiffer, der die Möglichkeit der zweiten Chance für sein Unternehmen und vor allem den Erhalt der Arbeitsplätze zu schätzen weiß.

Der wesentliche Grund für das erforderliche Sanierungsverfahren war der unerwartete Rückzug des Fernbusanbieters City2City vor zwei Jahren, der einen hohen Umsatzeinbruch zur Folge hatte. Zuvor hatte das Unternehmen rund eine Millionen Euro in Fahrzeuge für den Fernbusverkehr investiert.

Beim Planverfahren in Eigenverwaltung handelt es sich um ein Insolvenzverfahren, bei dem der Unternehmer sein Unternehmen selbst sanieren kann. Allerdings ergänzte Stefan Pfeiffer die Geschäftsführung um den Sanierungsexperten Tim Langstädtler von der Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp. Langstädtler übernahm die insolvenzspezifischen Fragestellungen, die Betreuung des Gläubigerausschusses sowie die Kommunikation zu allen Stakeholdern, bei denen das Planverfahren weitestgehend unbekannt war. Mit der Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung entwickelt er zudem das 250 Seiten starke Zukunftskonzept, das die Neuausrichtung des Unternehmens beschreibt sowie umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im operativen Bereich vorsieht.

Mit dem gewählten Verfahren ist die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, wie etwa die Beendigung unrentabler Vertragsverhältnisse oder langlaufender Dauerschuldverhältnisse, deutlich schneller und wesentlich kostengünstiger möglich. Ein Vorteil für die Gläubiger ist, dass sie eine deutlich höhere Quote als im Falle einer Regelinsolvenz erhalten. „Die Rettung konnte allerdings nur gelingen, weil die Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden dem Unternehmen die Treue gehalten haben und somit die geplanten Umsatzziele erreicht wurden. Jetzt gilt es die begonnenen Maßnahmen konsequent weiter zu führen“, sagt Bozidar Radner, Geschäftsführer der Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung und verantwortlicher Partner für die Sanierung der Pfeiffer-Reisen.

Von dem Reisebüro hat sich Pfeiffer-Reisen inzwischen getrennt. Der Bereich Bustouristik wurde deutlich verringert. Innerhalb des Unternehmens fand ein organisatorischer Neuaufbau statt. Dazu gehörte auch die Einstellung einer kaufmännischen Leiterin, die Pfeiffer im Controlling unterstützt. Im operativen Bereich wurde die Werkstatt-Mannschaft aufgestockt, um weniger kostspielige Reparaturarbeiten extern vergeben zu müssen; der Fuhrpark wurde um zehn Busse erweitert. Durch die Einstellung der kaufmännischen Leiterin soll Herr Pfeiffer seinen Fokus auf die Vertriebsarbeit lenken und entlastet werden.

„Pfeiffer-Reisen hat das Instrument der Eigenverwaltung intensiv genutzt, um das Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur zu bringen und sich wettbewerbsfähig aufzustellen. Ich sehe eine gute Zukunft für das Unternehmen“, so die Sachwalterin und Rechtsanwältin Anna Kuleba. Kuleba ist Fachanwältin für Insolvenzrecht und Partnerin der Kanzlei SBS Stellmach Bröckers Dr. Schoofs aus Oldenburg. Als Sachwalterin übernahm sie die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen und die Geschäftsführung zu überwachen.

Teuto-Glasveredelung stellt Antrag auf vorläufige Eigenverwaltung

  • Buchalik Brömmekamp entwickelt Sanierungskonzept
  • Sanierungsexperte Nils Averbeck unterstützt die Geschäftsführung während des Verfahrens

Augustdorf/Bad Bentheim, 23. September 2016. Die Teuto-Glasveredelung GmbH (Augustdorf) und die Teuto-Glas GmbH & Co. KG (Bad Bentheim) haben beim Amtsgericht Detmold einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens verbunden mit einem Antrag auf Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht hat diesem Antrag entsprochen und eine vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Damit kann der Geschäftsführer Michael Dobbe die Geschicke der beiden Unternehmen weiterhin lenken. Der Geschäftsbetrieb, insbesondere die Produktion und Lieferung läuft in vollem Umfang weiter. Die Teuto-Glasveredelung und Teuto-Glas produzieren vornehmlich Isolierglas für den Fenster- und Fassadenbau.

Als vorläufige Sachwalter hat das Detmolder Amtsgericht Rechtsanwalt Stefan Meyer von PLUTA Rechtsanwälte bestellt. Betriebswirtschaftlich und juristisch wird das Unternehmen durch Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf beraten, die bereits in den letzten Jahren eine Vielzahl von Unternehmen in vergleichbarer Lage erfolgreich durch eine Planinsolvenz in Eigenverwaltung geführt hat. Der insolvenzerfahrene Sanierungsexperte Nils Averbeck, ebenfalls von Buchalik Brömmekamp, wird die Unternehmensleitung der Teuto-Glasveredelung im Verfahren vor Ort unterstützen.

„Die Eigenverwaltung ermöglicht uns, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu ergreifen und das Unternehmen bei vollständiger Liefersicherheit für unsere Kunden stabil für die Zukunft auszurichten“, so der Geschäftsführer Michael Dobbe. Für die rund 150 Mitarbeiter, die in einer Betriebsversammlung über den Antrag informiert wurden, sind über das Insolvenzgeld die Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate sichergestellt.

Es gilt nun, so der Sanierungsexperte Averbeck: „das Unternehmen in den schwierigen Zeiten in der Glasindustrie wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen. Es wird kein leichter Weg, aber er ist realisierbar und ich bin zuversichtlich.“ Hintergrund der wirtschaftlichen Schieflage ist die nahezu Verdoppelung des Rohglaspreises, der zu einer massiven Margenreduzierung geführt hat. Da weder die Mehrkosten an die Kunden weiteregegeben werden können, noch die bisherigen Sanierungsmaßnahmen die Verluste auffangen konnten, hat sich die Geschäftsführung zu einer Restrukturierung im Eigenverwaltungsverfahren entschlossen. Damit sollen die beiden Unternehmen wieder wettbewerbsfähig aufgestellt werden. Die Unternehmensgruppe hatte darüber hinaus vor vier Jahren erheblich investiert, um die Betriebe zukunftsorientiert auszurichten. Letztendlich führt der zunehmende Import von Fenstern und Glas aus Osteuropa zu einem Überangebot an Isolierglas bei einer derzeit gut laufenden Baukonjunktur. „Wir hoffen, dass die Gläubiger, insbesondere die Kreditgeber, Lieferanten und Kunden sowie die Politik und die gesamte Region Fingerspitzengefühl, Engagement und Willen aufbringen, um die Sanierung erfolgreich mit zu gestalten“, ergänzt Geschäftsführer Dobbe und weiter “Es gilt jetzt die vorübergehend schwierige Zeit zu überwinden, um neu ausgerichtet die Zukunft weiterhin gemeinsam zu gestalten.“

In der Eigenverwaltung wird vom Amtsgericht ein Sachwalter bestellt, der die wirtschaftliche Lage des Schuldners prüft und die Geschäftsführung überwacht. Die Aufgabe als vorläufiger Sachwalter übernimmt Rechtsanwalt Stefan Meyer: „Es handelt sich hier um zwei interessante Unternehmen, die technologisch gut aufgestellt sind, weil in den letzten Jahren sinnvoll investiert wurde. Wir müssen auf die Marktschwäche und die erheblichen Probleme aufgrund der zu hohen Preise auf der Beschaffungsseite reagieren und jetzt die richtigen Restrukturierungsmaßnahmen einleiten.“