Nach einem Bilanz­ver­lust der Molo­gen AG in Höhe von 146.962.453,27 Euro im Jahr 2017 und einer Kapi­tal­her­ab­set­zung der Akti­en im Ver­hält­nis 5:1 im Juni 2018 beruft die Emit­ten­tin nun erneut eine Gläu­bi­ger­ver­samm­lung nach dem Schuld­ver­schrei­bungs­ge­setz (SchVG) ein. Eine im Okto­ber 2018 ein­be­ru­fe­ne Anlei­he­gläu­bi­ger­ver­samm­lung wur­de abge­sagt. Die nun­mehr ein­be­ru­fe­ne Gläu­bi­ger­ver­samm­lung fin­det am 28.02.2019 im VKU Forum, Inva­li­den­stra­ße 91, 10115 Ber­lin, statt.

Die Anlei­he­gläu­bi­ger der Wan­del­schuld­ver­schrei­bung 2017/2025 (ISIN: DE000A2DANN4) wer­den auf­ge­for­dert über die Ände­rung des Wand­lungs­prei­ses sowie das Wand­lungs­ver­hält­nis abzu­stim­men. Zudem sol­len die Anlei­he­gläu­bi­ger dar­über abstim­men, ob die außer­or­dent­li­chen Kün­di­gungs­rech­te der Anlei­he­gläu­bi­ger geän­dert wer­den sollen.

Eine Beschluss­fas­sung ist inso­weit nur mög­lich, wenn die anwe­sen­den Anlei­he­gläu­bi­ger wenigs­tens die Hälf­te der aus­ste­hen­den Schuld­ver­schrei­bung ver­tre­ten und die Beschlüs­se mit einer Mehr­heit von min­des­tens 75 Pro­zent der an der Abstim­mung teil­neh­men­den Stim­men getrof­fen werden.

Unklar ist, ob die Emit­ten­tin ein Sanie­rungs­gut­ach­ten in Auf­trag gege­ben hat. Belast­ba­re Nach­wei­se, wel­che die Ein­hal­tung der Restruk­tu­rie­rungs­zie­le stüt­zen, sind eben­falls nicht bekannt. Die Ände­rung der Anlei­he­be­din­gun­gen stellt einen erheb­li­chen Ein­griff in die Rech­te der Anlei­he­gläu­bi­ger dar. Einer Ände­rung der Anlei­he­be­din­gun­gen soll­te des­halb nicht vor­schnell zuge­stimmt werden.

Die auf das Insol­­venz- und Sanie­rungs­recht sowie auf das Bank- und Kapi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­te Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp bie­tet den Anlei­he­gläu­bi­gern die Bün­de­lung und die Ver­tre­tung ihrer Inter­es­sen an.

Zum Hin­ter­grund: Nach der Kapi­tal­her­ab­set­zung übten eini­ge Gläu­bi­ger der Molo­­gen-II-Anlei­he ihr Kün­di­gungs­recht aus. Das für die Wirk­sam­keit der Kün­di­gun­gen erfor­der­li­che Kün­di­gungs­quo­rum i.H.v. 25 Pro­zent des aus­ste­hen­den Nenn­be­tra­ges wur­de nicht erreicht, wes­halb die Kün­di­gun­gen ins Lee­re gin­gen. Eine wesent­li­che Anlei­he­gläu­bi­ge­rin teil­te nach Anga­ben der Emit­ten­tin jedoch mit, dass sie die Kün­di­gung der bei­den Anlei­hen (Mologen‑I und II) in Erwä­gung zie­he. Nach Anga­ben der Emit­ten­tin wür­den die­se Kün­di­gun­gen das erfor­der­li­che Quo­rum errei­chen und damit eine Rück­zah­lungs­ver­pflich­tung der Molo­gen AG in Höhe von ca. 6,4 Mio. € zur Fol­ge haben. Die Kün­di­gun­gen hät­ten nach Anga­ben der Emit­ten­tin exis­tenz­be­dro­hen­de Wir­kung. Um die Kün­di­gun­gen die­ser Anlei­he­gläu­bi­ge­rin zu ver­hin­dern, wur­de nach Anga­ben der Emit­ten­tin eine „Restruk­tu­rie­rungs­ver­ein­ba­rung“ mit die­ser Anlei­he­gläu­bi­ge­rin geschlos­sen. Dar­in ver­pflich­tet sich die Emit­ten­tin zur Anpas­sung der Anlei­he­be­din­gun­gen. Über die­se Ände­rung sol­len nun die Gläu­bi­ger am 28.02.2019 abstimmen.

Wich­tig ist, dass die Anlei­he­gläu­bi­ger ihre Teil­nah­me an der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung recht­zei­tig – bis zum Ablauf des 25.02.2019, bis 24:00 Uhr – anmel­den müs­sen, da sie andern­falls an der Ver­samm­lung nicht teil­neh­men dür­fen und ihnen auch kein Stimm­recht ein­ge­räumt wird.

Was müs­sen Anle­ger tun?

  1. Anlei­he­gläu­bi­ger soll­ten schon jetzt einen Sperr­ver­merk bei ihrer Depot­bank anfor­dern, damit sie ein Stimm­recht in der Anlei­he­gläu­bi­ger­ver­samm­lung erhal­ten. Ohne einen sol­chen Sperr­ver­merk kann ein Stimm­recht nicht aus­ge­übt werden.
  2. Anlei­he­gläu­bi­ger, die an der am 28.02.2019 anbe­raum­ten Anlei­he­gläu­bi­ger­ver­samm­lung ver­tre­ten wer­den wol­len, kön­nen sich von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp bera­ten und ver­tre­ten las­sen. Einen Kon­takt­bo­gen fin­den Inves­to­ren unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/
  3. Anle­ger soll­ten sich recht­zei­tig zur Gläu­bi­ger­ver­samm­lung anmelden.

Seit über zehn Jah­ren ver­tritt Rechts­an­walt Sascha Borow­ski (Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht) von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp erfolg­reich Inves­to­ren bei der Durch­set­zung ihrer Ansprü­che in und außer­halb des Insol­venz­ver­fah­rens und wur­de, wie die Kanz­lei selbst auch, in ande­ren Insol­venz­ver­fah­ren zum gemein­sa­men Ver­tre­ter im Insol­venz­ver­fah­ren bestellt.

Über Bucha­lik Brömmekamp

Die Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp zählt zu den mark­füh­ren­den Insol­­venz- und Sanie­rungs­be­ra­tern und wur­de viel­fach, so u.a. vom FOCUS zur TOP Wirt­schafts­kanz­lei im Bereich Insol­venz & Sanie­rung ausgezeichnet.

Ger­ne bera­ten wir Sie bei der Durch­set­zung Ihrer Ansprü­che. Wir freu­en uns, wenn Sie uns per E‑Mail: kapitalanlagen@buchalik-broemmekamp.de, per Tele­fon: 0211 828977–200 oder pos­ta­lisch: Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH, Prin­zen­al­lee 15, 40549 Düs­sel­dorf, mit uns in Ver­bin­dung setzen

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