Mit der Insol­venz­an­trag­stel­lung der AvP Deutsch­land GmbH sehen sich zahl­rei­che Apo­the­ken enor­men Ver­lus­ten, vor allem für den Abrech­nungs­mo­nat August 2020, aus­ge­setzt. Über das Ver­mö­gen der AvP Deutsch­land GmbH wur­de mit Beschluss des Amts­ge­richts (Insol­venz­ge­richt) Düs­sel­dorf am 16.09.2020 das vor­läu­fi­ge Insol­venz­ver­fah­ren ange­ord­net und Herr Dr. Hoos (White &Case) zum vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter bestellt.

Apo­the­ken, die zur Abrech­nung sowie zum Ein­zug der For­de­rung die Dienst­leis­tun­gen der AvP Deutsch­land GmbH in Anspruch neh­men, soll­ten sich schnellst­mög­lich recht­lich bera­ten las­sen, um Schä­den zu mini­mie­ren und die Fort­füh­rung ihres Betrie­bes nicht zu gefährden.

Die jewei­li­gen Ver­trä­ge mit den Apo­the­ken sind zum Teil unter­schied­lich aus­ge­stal­tet. Zum Teil sehen die ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen ein „ein­heit­li­ches Fremd­geld­kon­to“ für alle Kun­den vor. Zudem sol­len wei­te­re Ver­trä­ge geschlos­sen wor­den sein, in denen für jeden ein­zel­nen Kun­den ein soge­nann­tes „Treu­hand­kon­to“ ein­ge­rich­tet wur­de. Ob die­se Kon­ten tat­säch­lich ein­ge­rich­tet wur­den, ist zum der­zei­ti­gen Zeit­punkt frag­lich. Die AvP Deutsch­land GmbH sowie der Insol­venz­ver­wal­ter teil­ten in einem Schrei­ben vom 22.09.2020 mit: „Wei­ter möch­ten wir Ihnen mit­tei­len, dass wir der­zeit gründ­lich prü­fen, ob die sich auf den Geschäfts­kon­ten der AvP Deutsch­land GmbH befind­li­chen Gut­ha­ben Bestand­teil einer Insol­venz­mas­se sind oder ob an die­sen Aus­son­de­rungs­rech­te zuguns­ten der Apo­the­ken bestehen.“ (Fett­druck durch die Autoren die­ses Beitrages).

Aus Sicht der Apo­the­ken wäre es sehr nach­tei­lig, wenn die Gut­ha­ben der Geschäfts­kon­ten Bestand­teil der Insol­venz­mas­se sind. Hier müs­sen Sach­ver­halts­auf­klä­rung betrie­ben und die insol­venz­recht­li­chen Ansprü­che der Apo­the­ken aktiv gel­tend gemacht wer­den. Ansons­ten besteht das Risi­ko, dass die Ansprü­che der Apo­the­ken, nach Anmel­dung zur Insol­venz­ta­bel­le, auf eine Quo­te am Ende des Ver­fah­rens beschränkt blei­ben. Die in die­sem Zusam­men­hang auf­tre­ten­den Fra­gen sind recht­lich kom­plex. Zu hin­ter­fra­gen ist die Exis­tenz und recht­li­che Ein­wer­tung von etwai­gen Treu­hand­kon­ten sowie die Gel­tend­ma­chung von Auskunfts‑, Aus- und Abson­de­rungs­rech­ten. Auch die Rechts­wirk­sam­keit der Abtre­tung durch die Apo­the­ken an die AvP kann durch­aus in Fra­ge gestellt wer­den. Hier ist eine recht­li­che Bera­tung durch insol­venz­recht­lich ver­sier­te Bera­ter wichtig.

Als ers­ten Schritt soll­ten die Apo­the­ken nun­mehr ihre Ver­trags­be­zie­hung zur AvP-Grup­­pe been­den und die Ein­zie­hungs­er­mäch­ti­gung in Bezug auf For­de­run­gen wider­ru­fen. Ob Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen Orga­ne der AvP wegen Fehl­ver­hal­ten bestehen, wie in der Pres­se zum Teil ver­mu­tet, ist eben­falls zu prüfen.

Die Insol­venz der AvP Deutsch­land GmbH könn­te aber auch zu einer wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge bei zahl­rei­chen Apo­the­ken füh­ren, wes­halb die­se ihre Liqui­di­täts­la­ge prü­fen und bei Liqui­di­täts­lü­cken unter Umstän­den Maß­nah­men ergrei­fen soll­ten, um die­se zu schließen.

Seit vie­len Jah­ren ver­tre­ten Rechts­an­walt Dani­el Trow­ski und Rechts­an­walt Sascha Borow­ski (Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht) von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp erfolg­reich Gläu­bi­ger sowohl im Rah­men der Durch­set­zung als auch im Rah­men der Abwehr von For­de­run­gen im Insolvenzverfahren.

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