Insolvenzstrafrecht

Insolvenzstrafrecht - Was ist das?

Auch Sie haben sich strafbar gemacht!

Im Fall der Insolvenz wird auch gegen den redlichen Unternehmer ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Während die berühmte Insolvenzverschleppung noch vielen Unternehmen bekannt ist, wird die eigenltiche Strafbarkeit durch Dinge ausgelöst, von denen der Unternehmer in der Regel nichts weiß.

Einige Beispiele dazu:

  • das verspätete Aufstellen des Jahresabschlusses wird im Fall der Insolvenz zur Straftat
  • das bloße Nichtzahlen der Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung bei Fälligkeit ist ebenso strafbar, wie die nicht rechtzeitige Abgabe einer Umsatzsteuererklärung
  • Der Einzug von Forderungen des Unternehmens über private Girokonten oder solche von Familienangehörigen kann strafbar sein (LG Hildesheim, Urt. v. 13.02.2014, ZInsO 2015, 352)
  • Wenn Sie Ihren Kunden beauftragen, an einen Ihrer Gläubiger zu zahlen, können Sie sich wegen Gläubigerbegünstigung nach §283c StGB strafbar machen. Gleiches gilt für die Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen, für die ein Rangrücktritt erklärt wurde (OLG Celle, Beschl. v. 23.01.2014, ZInsO 2014, 1668).

Alle diese Komplexe werden unter dem Begriff Insolvenzstrafrecht zusammengefasst. Gemeint sind also Straftaten, die im Zusammenhang mit der Insolvenz (früher Konkurs) eines Unternehmens, bewußt oder unbewußt verwirklicht werden. Es gibt bekanntere Delikte, wie die Insolvenzverschleppung, § 15a InsO, den Bankrott, § 283 StGB, die Steuerhinterziehung §§ 370 ff. AO oder die Untreue, § 266 StGB. Aber auch unbekanntere Delikte, wie das Vorenthalten von Arbeitsentgelt, § 266a StGB, die Gläubigerbegünstigung § 283c StGB oder die Verletzung der Buchführungspflicht, § 283b StGB.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Diese bekannte Weisheit gilt für das Insolvenzstrafrecht in besonderem Maße. Denn die in Rede stehenden Straftaten erscheinen dem Unternehmer sehr fernliegend, können aber tatsächlich auch fahrlässig - sogar unbewußt - begangen und bestraft werden (vgl. BGH, Beschl. v. 13.02.201 - 1 StR336/13, ZInso 2014, 1058 ff.).

Strafbarkeit vermeiden - sehr einfach

Wir sagen jedem Mandanten: Die beste Möglichkeit eine Strafbarkeit zu vermeiden ist, rechtzeitig einen Insolvenzantrag zu stellen und die Möglichkeiten einer Sanierung unter Insolvenzschutz ohne Insolvenzverwalter zu nutzen. Als führender Anbieter bei der Durchführung von Eigenverwaltungsverfahren (allgemein bekannt als "Schutzschirmverfahren" oder "ESUG-Verfahren") helfen wir unseren Mandanten, sämtliche Strafbarkeitsrisiken zu vermeiden und gesetzeskonform zu handeln. 

Gehen Sie rechtzeitig zum Experten für Insolvenzstrafrecht!

In der Unternehmenskrise und im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens machen Unternehmer vieles falsch und begehen - oft in guter Absicht - gleich reihenweise Straftaten, ohne, dass sie es merken. Das deutsche Strafrecht sanktioniert bereits fahrlässiges Verhalten - "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".

Deshalb gilt: Gehen Sie unverzüglich zu einem Experten! Wir unterstützen und begleiten Sie bei der Vorbereitung eines Insolvenzantrags - ob in Eigenverwaltung oder als Regelinsolvenzverfahren. 

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website zum Thema Insolvenzstrafrecht: https://www.insolvenzstrafrecht-buchalik.de/