Ablauf der Eigenverwaltung

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung (nach ca. –zwei bis drei Monaten) enden das die vorläufige Eigenverwaltung oder das Schutzschirmverfahren.

Anstelle eines (vorläufigen) Sachwalters  wird nunmehr ein Sachwalter bestellt (zumeist personenidentisch mit dem vorläufigen Sachwalter), der weiterhin lediglich eine Kontroll- und Überwachungsfunktion ausübt. Die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis verbleibt zu jeder Zeit bei dem eigenverwaltenden Schuldner.

Es werden sodann die im Sanierungsplan angestrebten Maßnahmen weiter ausgearbeitet und umgesetzt. Dabei ist eine gute Zusammenarbeit mit den Gläubigern von großer Bedeutung, da diese letztlich über den Insolvenzplan entscheiden.

In der Regel rund zweieinhalb Monate nach Eröffnung des Verfahrens findet eine Gläubigerversammlung statt, in der der Schuldner den Gläubigern den Insolvenzplan vorstellt und über diesen abgestimmt wird (sog. Erörterungs- und Abstimmungstermin). Gerade vor dem Hintergrund, dass die Gläubiger eine gewisse „Hoheitsmacht“ besitzen und durchaus in der Lage sind, den Insolvenzplan zu torpedieren, wird auch an dieser Stelle noch einmal deutlich, wie wichtig, wenn nicht gar „überlebensentscheidend“, eine professionelle Handhabe des Verfahrens ist. Der versierte Berater wird schon weit im Vorfeld des Erörterungs- und Abstimmungstermins den Insolvenzplan mit den wichtigsten Gläubigern abstimmen und sich von den Gläubigern, die nicht erscheinen wollen, durch die Einholung von Vollmachten die frühzeitige Zustimmung zum Plan sichern. Bei guter Vorbereitung sollte der Erörterungs- und Abstimmungstermin nur noch ein formaler Akt sein. Im Normalfall wird das gesamte Verfahren bis zur Aufhebung  zwischen sechs und sieben Monaten dauern.