Anwalt im Insol­venz­recht – Bera­ter und Unter­stüt­zung in schwie­ri­gen Zeiten

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Anwalt im Insolvenzrecht – Berater und Unterstützung in schwierigen Zeiten

Läuft mal nicht alles rund ist es hilfreich, jemanden unterstützend an seiner Seite zu haben. Das gilt auch für den Fall wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Befindet sich das eigene Unternehmen in einer Krise oder lasten die privaten Schulden auf dem Gemüt, ist guter Rat wertvoll.

Viele Menschen haben Angst vor einem Insolvenzverfahren, dabei muss es nicht immer zwangsläufig dazu kommen. Da das Insolvenzrecht ein sehr komplexes Rechtsgebiet ist und die Konsequenzen einer Untätigkeit sehr gravierend sein könnten, sollte stets ein Anwalt mit dem Schwerpunkt im Insolvenzrecht aufgesucht werden.

Wir klären im Folgenden, wobei der Anwalt mit Schwerpunkt im Insolvenzrecht Sie konkret unterstützt, welchen Mehrwert eine Beratung bietet und wir beantworten übersichtlich häufig gestellte Fragen rund um das Thema Insolvenz.

  1. Was macht ein Anwalt für Insolvenzrecht?

Anders als man zunächst annehmen könnte, ist ein Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt im Bereich Insolvenzrecht nicht nur im Rahmen einer Insolvenz tätig. Bereits im Vorfeld einer Insolvenz kann ein Rechtsanwalt mit entsprechendem Schwerpunkt helfen und vielleicht sogar eine Insolvenz abwenden.

Es sollte aufgrund der gravierenden Folgen einer Insolvenz für Schuldner und Gläubiger oberstes Ziel einer jeden Beratung durch einen Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Insolvenzrecht sein, diese durch geeignete Maßnahmen zu verhindern.

Dazu gehört zunächst einmal, sich einen vollständigen Überblick über die Situation des Schuldners zu verschaffen. Denn nur dann kann durch den Rechtsanwalt eine sinnvolle Bewertung der Rechtslage und damit die optimale Vorgehensweise für den Mandanten ermittelt werden. Dies gilt für eine Firmeninsolvenz genauso wie eine Privatinsolvenz.

Allerdings sollte bereits in dieser Situation professionelle Unterstützung hinzugezogen werden. Denn aufgrund der Komplexität der Rechtslage sowie der weitreichenden Folgen für die Beteiligten reicht es nicht aus, im Vorfeld der Verhandlungen ein paar Rechtstipps zu lesen.

Die Bewertung der Lage sollte man idealerweise einem Anwalt überlassen, der schwerpunktmäßig in dem Bereich Insolvenzrecht tätig ist. Er kann die Vereinbarung so gestalten, dass z.B. der Gläubiger sich keinem Anfechtungsrisiko aussetzt und der Schuldner eine eventuell bestehende Insolvenzreife wirksam beseitigt.

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  1. Worin besteht der Unterschied zu einem Insolvenzverwalter?

Der Unterschied zwischen einem Anwalt mit dem Schwerpunkt im Bereich Insolvenzrecht und einem Insolvenzverwalter besteht darin, dass der Anwalt seinen Mandanten bei Rechtsfragen neutral berät und ihn vor Gericht vertritt. Er kann den Mandanten auch im Rahmen einer Insolvenz weiter beraten.

Viele suchen jedoch zuerst bei einem für gewöhnlich als Insolvenzverwalter auftretenden Anwalt nach Rat, wenn Sie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Problematisch wird es dann, wenn der Rechtsanwalt häufig als Insolvenzverwalter auftritt und als solcher vom Gericht in der Angelegenheit des Ratsuchenden bestellt wird.

In erster Linie ist es nämlich dann seine Aufgabe, in einer Insolvenz das gesamte verwertbare Vermögen des Schuldners zu ermitteln, zu sichern und dies letztlich an die Gläubiger zu verteilen.

Der Insolvenzverwalter wird durch das zuständige Amtsgericht bestellt und übt dieses Amt für die Dauer der Insolvenz aus. Laut Insolvenzrecht ist eine für den jeweiligen Einzelfall geeignete, insbesondere geschäftskundige und von den Gläubigern und dem Schuldner unabhängige natürliche Person zu bestellen.

Diese Person ist aus dem Kreis aller zur Übernahme von Insolvenzverwaltungen bereiten Personen auszuwählen. Die Insolvenzgerichte führen hierfür eine sogenannte Vorauswahlliste. In aller Regel bewerben sich Menschen mit entsprechender Fachkenntnis, also zum Beispiel ein Rechtsanwalt. Die Tätigkeit als Anwalt ist aber grundsätzlich kein Muss.

  1. Woran erkennt man, dass ein Anwalt besondere Kenntnisse im Insolvenzrecht hat?

Dass ein Anwalt besondere Kenntnisse im Bereich Insolvenzrecht hat, erkennen Sie vor allem daran, dass er einen entsprechenden Fachanwaltstitel trägt. In diesem Fall wäre dies ein Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Des Weiteren sollten Sie sich danach erkundigen, ob der von Ihnen ins Auge gefasste Rechtsanwalt neben der Zusatzqualifikation Fachanwalt auch über Referenzen verfügt, die ihn in dem Bereich Insolvenzrecht als Experten ausweisen. Diese können Sie meist auf der Website der Kanzlei finden. Falls nicht, fragen Sie den Anwalt Ihres Vertrauens ruhig danach. Er wird Sie Ihnen gerne zeigen.

Es kann auch nicht schaden, sich über den Rechtsanwalt im Internet zu informieren. Auf diversen Portalen findet sich heutzutage meist eine Bewertung, vielleicht ja auch zu dem speziellen Anwalt.

Es kommt auch vor, dass der Anwalt auf seiner eigenen Website ausführliche Rechtstipps zu Themen rund um Insolvenz und das Insolvenzrecht gibt. Anhand der Rechtstipps lassen sich meist erste Fragen klären. Ist dies der Fall und sind die Rechtstipps eventuell sogar noch verständlich geschrieben, ist das ein gutes Zeichen und es steht einer Kontaktaufnahme mit dem Anwalt nichts im Wege.

  1. Kann man trotz Zahlungsschwierigkeiten ein Insolvenzverfahren vermeiden?

Für die Bewertung der Frage, ob bei Zahlungsschwierigkeiten ein Insolvenzverfahren vermieden werden kann, kommt es entscheidend auf den Einzelfall an. Liegen tatsächlich nur Zahlungsschwierigkeiten im Sinne einer Zahlungsstockung vor, bestünde selbst für Unternehmen grundsätzliche keine Insolvenzantragspflicht.

Liegt jedoch eine Zahlungsunfähigkeit vor, ist für Unternehmen in bestimmten Rechtsformen eine Antragspflicht gegeben. Mehr zu dem Thema können Sie hier erfahren.

Für Verbraucher besteht nach deutschem Insolvenzrecht grundsätzlich keine Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen und damit die Privatinsolvenz einzuleiten. Allerdings kann sich ein zu langes hinauszögern negativ auf die Restschuldbefreiung auswirken.

Unsere Rechtsanwälte beantworten Ihnen Ihre Fragen hierzu gerne im Rahmen der von uns angebotenen Schuldnerberatung. Diese kann in unserer Kanzlei erfolgen oder auch gerne telefonisch oder per Videocall.

  1. Welchen Mehrwert bietet eine Beratung durch einen Anwalt im Insolvenzrecht für Unternehmen?

In wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindliche Unternehmen sollten unbedingt einen Anwalt aufsuchen, der im Bereich Insolvenzrecht berät. Wie bereits weiter oben ausgeführt, trägt er idealerweise die Zusatzqualifikation "Fachanwalt für Insolvenzrecht".

Das Insolvenzrecht ist sehr komplex und sieht insbesondere für die Geschäftsleitung eines Unternehmens im schlimmsten Fall erhebliche Haftungsrisiken vor. Das gilt vor allem dann, wenn die Insolvenzantragspflicht nicht beachtet oder eine Insolvenz gar bewusst verschleppt wurde.

Neben der persönlichen Haftung kann dies dazu führen, dass das Unternehmen nicht wie gehabt fortgeführt werden kann. Bei rechtzeitigem Handeln wäre dies vielleicht möglich gewesen.

Sollte sich das Unternehmen in der Krise befinden, benötigt es einen im Insolvenzrecht erfahrenen Rechtsanwalt. Damit ist es aber nicht getan. Denn heutzutage gibt es auch außerhalb des klassischen Insolvenzverfahrens attraktive Sanierungsinstrumente, die den Erhalt des Unternehmens im Fokus haben.

Dies zeigt wieder einmal, wie wichtig die Erfahrung des Beraters mit dem Themenkomplex Insolvenz ist. Denn nur wenn er die gesamte Klaviatur der Restrukturierung beherrscht, kann er auch eine belastbare Bewertung der aktuellen Situation sowie der bestehenden Erfolgsaussichten der infrage kommenden Sanierungsinstrumente abgeben.

Sprechen Sie uns bei Bedarf gerne an. Im Rahmen eines kostenlosen und unverbindlichen Erstgesprächs erläutern wir Ihnen die bestehenden Sanierungsoptionen und beantworten Ihre Fragen rund um das Thema Insolvenz.

Das Gespräch kann persönlich in unserer Kanzlei oder auch digital stattfinden. Als Rechtsanwälte legen wir besonderen Wert auf sehr gute Erreichbarkeit sowie schnelle Termine für unsere Mandanten.

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  1. Welchen Mehrwert bietet ein Anwalt bei einer Privatinsolvenz?

Eine Privatinsolvenz kommt nur bei Verbrauchern in Betracht. Als Insolvenzgründe gelten eine drohende bzw. bereits eingetretene Zahlungsunfähigkeit. Das heißt, der Verbraucher kann die in der Vergangenheit angehäuften Schulden nicht mehr durch sein Vermögen decken.

Oftmals drücken die Schulden dabei schon länger und erschweren das Leben zunehmend. Der Gesetzgeber hat den Gang in die Privatinsolvenz zum 01.01.2021 deutlich attraktiver gemacht, indem er die Wohlverhaltensphase von sechs auf drei Jahre verkürzt hat.

Erfahrungsgemäß ist die Situation für Betroffene im Umfeld einer Insolvenz emotional anstrengend. Außerdem kennen sie sich nicht mit dem komplexen Insolvenzrecht aus. Ein Anwalt kann hier Abhilfe schaffen, insbesondere wenn sein Tätigkeitsschwerpunkt das Insolvenzrecht ist. Ob dies der Fall ist, können Sie zum Beispiel daran erkennen, ob der Anwalt Ihrer Wahl die Zusatzqualifikation Fachanwalt für Insolvenzrecht trägt.

Ein Rechtsanwalt mit entsprechender Qualifikation kann Ihnen bei der Regulierung Ihrer Schulden helfen. Dabei muss es nicht zwingend zu einer Privatinsolvenz kommen. Sollte dies dennoch der Fall sein, kann der Rechtsanwalt Sie hierauf umfassend vorbereiten und wertvolle Rechtstipps geben.

Im Gegenzug zu einer Schuldnerberatung ist ein Rechtsanwalt zudem in der Lage, Sie umfassend rechtlich zu beraten. Denn eine Rechtsberatung darf grundsätzlich nur durch Rechtsanwälte erfolgen. Die Beratung ist also nicht nur auf ein Rechtsgebiet, wie z.B. das Insolvenzrecht, beschränkt.

Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Die Rechtsanwälte unserer Kanzlei stehen Ihnen gerne mit Ihrer Erfahrung und bei der Bewertung Ihrer Rechtslage zur Seite. Haben Sie sich für einen bestimmten Anwalt unserer Kanzlei entschieden, bleibt dieser während der gesamten Vorbereitung des Insolvenzverfahrens Ihr Ansprechpartner. Insbesondere unterstützen unsere Rechtsanwälte auch bei dem Insolvenzantrag.

  1. Regelmäßige Fragen rund um das Thema Insolvenz

  • Wie viel kostet ein Insolvenzanwalt?

Wie hoch die Kosten für einen Anwalt mit Schwerpunkt im Insolvenzrecht sind, richtet sich nach der gemeinsamen Vereinbarung. Die Kosten können dabei grundsätzlich in einer Honorarvereinbarung geregelt werden. Alternativ bietet sich eine Vereinbarung über die Abrechnung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz an.

  • Ist die Beratung durch einen Anwalt im Insolvenzrecht zwingend?

Eine Beratung durch einen Rechtsanwalt, besser noch einen Fachanwalt für Insolvenzrecht, ist nicht zwingend erforderlich, Das Insolvenzrecht ist jedoch ein sehr komplexes Rechtsgebiet, das an vielen Stellen auch Kenntnisse in anderen Rechtsgebieten erfordert. Eine einfache Schuldnerberatung mag in einfach gelagerten Fällen von Verbrauchern die richtige Adresse sein. Dies gilt jedoch nicht für komplexe Sachverhalte. Hinzu kommt, dass nur ein Anwalt befugt ist, umfassend zu beraten.

  • Welchen Vorteil bringt eine Privatinsolvenz?

Haben Sie eine Privatinsolvenz eingeleitet und die dreijährige Wohlverhaltensphase erfolgreich abgeschlossen, steht einer Restschuldbefreiung grundsätzlich nichts mehr im Weg. Damit können Sie sich endgültig und rechtssicher Ihrer alten Schulden entledigen. Damit insbesondere bei der Erstellung des Insolvenzantrags nichts übersehen wird, sollten Sie sich unbedingt durch einen Anwalt mit Schwerpunkt im Insolvenzrecht beraten lassen.

  • Gilt das Arbeitsrecht auch in einem Insolvenzverfahren?

Ja, auch im Laufe eines Insolvenzverfahrens gelten grundsätzlich die arbeitsrechtlichen Regelungen. Insbesondere muss ein Arbeitnehmer nach erlangter Kündigung innerhalb von drei Wochen eine Kündigungsschutzklage erhoben haben. Andernfalls gilt die Kündigung als akzeptiert. Ob eine Kündigungsschutzklage Aussicht auf Erfolg hat, bedarf der Bewertung durch einen im Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt.

Haben Sie Beratungsbedarf, nehmen Sie gerne unverbindlich Kontakt zu uns auf. Unsere Rechtsanwälte mit Schwerpunkt im Arbeitsrecht beantworten gerne Ihre Fragen und unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

  • Wer kann das Insolvenzverfahren einleiten?

Sowohl Schuldner als auch Gläubiger können einen Insolvenzantrag über das Vermögen des Schuldners stellen. Da der Insolvenzantrag sowohl bei Firmen- als auch Privatinsolvenz aufwendig ist und einige wichtige Besonderheiten aufweist, sollte dieser ebenfalls mit einem Anwalt zusammen erstellt werden.

  1. Fazit

Das Insolvenzrecht ist ein komplexes Rechtsgebiet und eine Insolvenz für den Schuldner meist eine Belastung. Der deutsche Gesetzgeber hat mit Blick auf Unternehmen mittlerweile ein attraktives Sanierungsrecht geschaffen, das auch sinnvolle Möglichkeiten abseits einer Insolvenz bietet.

Lassen Sie sich hierzu durch einen spezialisierten Anwalt, idealerweise einen Fachanwalt für Insolvenzrecht, beraten. Er kann Ihnen nach einer umfassenden Bewertung des Einzelfalls den idealen Weg weisen, wertvolle Rechtstipps geben und Sie entlang des Prozesses begleiten.

Das gilt auch im Falle einer Privatinsolvenz. Schon der Insolvenzantrag birgt Risiken und Fallstrecke, die einem Experten wie einem Fachanwalt für Insolvenzrecht bekannt sind. Anders als eine Schuldnerberatung ist ein Anwalt zudem in der Lage, umfassend rechtlich zu beraten.

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