Pri­vat­in­sol­venz

Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz, auch Verbraucherinsolvenz genannt, ist die Verfahrensart, die für die Insolvenz von nicht selbständigen natürlichen Personen oder unter bestimmten Voraussetzungen von ehemals selbständigen natürlichen Personen einschlägig ist. Es handelt sich um ein gegenüber dem Regelinsolvenzverfahren vereinfachtes Kleinverfahren.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist dann anwendbar, wenn der Schuldner weniger als 20 Gläubiger hat und keine Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Hierzu zählen insbesondere Lohnforderungen, rückständige Lohnsteuern, rückständige Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens ist nur dann möglich, wenn der Schuldner nachweist, dass er innerhalb der vorangegangenen sechs Monate seinen Gläubigern einen außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplan vorgelegt hat, den diese abgelehnt haben. Der Nachweis muss von einer geeigneten Stelle oder Person wie Rechtsanwälten oder anerkannten Schuldnerberatungsstellen bestätigt werden.

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