EN Storage GmbH

Investoren der in Herrenberg ansässigen EN Storage GmbH können ihre Ansprüche nicht nur im Insolvenzverfahren geltend machen, sondern ihre Verluste durch die Inanspruchnahme Wirtschaftsprüfern, Rating-Agenturen etc. minimieren.

Zur Emittentin und ihrer Kapitalanlagen

Die EN Storage GmbH i.I. wurde von Herrn Edvin Novalic gegründet. Nach Eintritt von Herrn Lutz Beier schloss die Gesellschaft mit einer Vielzahl von Investoren „Kauf- und Überlassungsverträge“. Diese Verträge sahen den Erwerb von „Storage-Systemen“ vor, die die Investoren wiederum an die EN Storage GmbH vermieteten. Die EN Storage GmbH sollte, so sah es das Geschäftsmodell vor, diese Speichersysteme an Unternehmen und Behörden von EU-Staaten weitervermieten. Am Ende der Laufzeit sollten die Speichersysteme von der EN Storage GmbH i.I. von den Anlegern zurück erworben werden.

Seit 2015 emittierte die Gesellschaft insgesamt 3 Anleihen (Inhaber-Teilschuldverschreibungen), welche direkt von der EN Storage GmbH platziert wurden. Allein durch die Anleihen warb das Unternehmen rd. 48 Mio. € ein. Neben der 7,0 % Inhaber-Teilschuldverschreibung; ISIN: DE 000A161YY0 (2015/2016), wurden im Jahr 2016 die 5,6 % Inhaber-Teilschuldverschreibung, ISIN: DE 000A2BPU81 (2016/2019), und die 6,8 % Inhaber-Teilschuldverschreibung, ISIN: DE 000A2BPVQ2 (2016/2021), ausgegeben.

Die Insolvenz und strafrechtliche Ermittlungen wegen Betruges

Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den geschäftsführenden Gesellschafter Edvin Novalic wegen Betruges aufgenommen hatte, wurde ein Insolvenzantrag über das Vermögen der EN Storage GmbH gestellt und im Jahr 2017 auch eröffnet. Gegen einen der geschäftsführenden Gesellschafter soll nun kurzfristig das Strafverfahren vor dem Landgericht Stuttgart eröffnet werden.

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellte sich heraus, dass das von dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen von „Eigentumszertifikaten“ bestätigte Eigentum an solchen Storage-Systemen gar nicht besteht. Der Insolvenzverwalter bestätigte im Berichtstermin, dass den Anlegern solche Systeme nicht zugeordnet werden konnten. Nach dem derzeitigen Stand ist also davon auszugehen, dass Anleger solcher Kauf- und Überlassungsverträge zu keinem Zeitpunkt Eigentum an den ihnen mitgeteilten Storage-Systemen erwarben, da diese gar nicht existieren.

Welche Ansprüche haben Investoren?

Die Forderungen sollten in jedem Fall im Insolvenzverfahren angemeldet werden, um sich eine Quote in diesem zu sichern. Sollten Sie die Frist zur Forderungsanmeldung verpasst haben, steht dies einer Geltendmachung Ihrer Ansprüche nicht im Wege. Zu der voraussichtlichen Quotenhöhe hat sich der Insolvenzverwalter bislang nicht erklärt. Fest steht aber schon jetzt, dass die Quote nur einen Teil des Verlustes ausgleichen wird, sodass der überwiegende Teil der Investition anderweitig geltend gemacht werden sollte.

Außerhalb des Insolvenzverfahrens kommen - neben den geschäftsführenden Gesellschaftern - weitere Anspruchsgegner in Betracht, zu denen u. a. Rating-Agenturen aber auch die testierenden Wirtschaftsprüfer sowie die seinerzeit beauftragten Steuerberater zählen. Zudem besteht bei Anlegern, die sog. Kauf- und Überlassungsverträge schlossen die Möglichkeit, den das Eigentum bestätigten Wirtschaftsprüfer in Anspruch zu nehmen.

Wir beraten Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche und übernehmen für Sie auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung, wenn Sie rechtsschutzversichert sind.

Gerne können Sie uns per E-Mail: kapitalanlagen@buchalik-broemmekamp.de, per Fax: 0211/828977-211 oder auch gerne telefonisch: 0211/828977-200 an uns wenden.