Herbalind gGmbH

Über die Zusammenarbeit

"Ganz herzlichen Dank an das Team von Buchalik Brömmekamp dafür, dass es uns in dieser schwierigen Phase so über das normale Maß hinaus unterstützt hat. Wir freuen uns sehr, dass der Schritt der Sanierung über die Insolvenz in Eigenverwaltung in eine für das Unternehmen positive Zukunft gelenkt werden konnte.

Im Namen des gesamten Herbalind-Teams: Danke, viele der Menschen mit Einschränkung hätten ohne Ihren Einsatz heute keinen Job und damit keinen Lebensinhalt. Sie haben dazu beigetragen, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird – Danke dafür!"

Heike Flasche-Nöthe, ASB Herbalind gGmbH (ehem. Herbalind gGmbH)

Über das Verfahren

Das Inklusionsunternehmen Herbalind (heute ASB Herbalind) gGmbH aus Rhede geriet aus diversen Gründen im Jahr 2019 in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten. Unterstützt durch die Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp, hatte Herbalind daraufhin eine Sanierung durch ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Einem entsprechenden Antrag des gemeinnützigen Unternehmens hatte das Amtsgericht Münster zugestimmt. Die rund 40 Mitarbeiter wurden in einer Mitarbeiterversammlung über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind in Eigenverwaltungsverfahren generell über das Insolvenzgeld bis auf weiteres gesichert.

Das wesentliche Ziel der Eigenverwaltung bestand darin, Herbalind nachhaltig zu sanieren und zukunftsfähig aufzustellen. Dies ist gelungen. Bedingt durch die Verfahrensart, konnte Herbalind die Sanierungsmaßnahmen selbstständig entwickeln und später durchführen. Dabei wurde das Integrationsunternehmen durch die Sanierungsexperten der Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf begleitet. Vor Ort unterstützte der Sanierungsexperte Volker Schreck (ebenfalls Buchalik Brömmekamp) als Generalbevollmächtigter die Unternehmensleitung. Zudem hatte das Amtsgericht Münster Dirk Hofschulte von der Kanzlei Alpmann Fröhlich als (vorläufigen) Sachwalter bestellt. Der Sachwalter übernimmt in Eigenverwaltungsverfahren eine Aufsichtsfunktion und hat darüber hinaus die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage der Schuldnerin zu prüfen.

Inzwischen ist die Zukunft des Inklusionsunternehmens gesichert: Im Zuge das Verfahrens konnte für Herbalind ein neuer Eigentümer gefunden werden. Seit dem 1. April 2020 ist das gemeinnützige Unternehmen eine hundertprozentige Tochter des "ASB Regionalverband Münsterland e.V.“ und firmiert nun als ASB Herbalind gGmbH. Dabei wird das Unternehmen unverändert fortgeführt – alle Arbeitsplätze und der Stammsitz an der Alfred-Nobel-Straße in Rhede blieben erhalten. 

Die Herbalind (heute ASB Herbalind) gGmbH aus Rhede besteht seit 2002 und ist ein gemeinnütziges Inklusionsunternehmen, in dem Menschen mit und ohne Einschränkungen erfolgreich zusammenarbeiten. Das Konzept, eine gemeinnützige Gesellschaft mit einem Markenprodukt zu etablieren, ist außergewöhnlich. Der Anteil der Mitarbeiter*innen mit Einschränkung beträgt bei Herbalind mehr als 40 Prozent. Inklusionsunternehmen sind zwar gemeinnützige Unternehmen, dennoch stehen sie im Wettbewerb am Markt. Ihre Mitarbeiter*innen befinden sich in einem regulären Arbeitsverhältnis und werden auch so vergütet. Die Inklusionsgesellschaft beschäftigt Menschen mit Einschränkungen und gibt ihnen so eine Chance auf eine dauerhafte Beschäftigung. Gefördert wird Herbalind von Aktion Mensch und der Stiftung Wohlfahrtspflege.

Das Produktportfolio der Firma Herbalind umfasst eine große Auswahl verschiedenster Kissen und Kissenarten. Neben Wärmekissen – gefüllt mit unterschiedlichen natürlichen Kernen und Körnern – produziert das Unternehmen auch Kräuterkissen. Auch rein natürliche Füllstoffe, als lose Ware, gehören zum Standardsortiment. Herbalind setzt gezielt auf den Wirtschaftsstandort Deutschland und produziert vor Ort. Aufgrund der direkt angeschlossenen Produktionsstätte besteht die Möglichkeit, schnell und flexibel auf individuelle Kundenwünsche einzugehen. Hier konnte Herbalind dazu beitragen, die dringend von der Bevölkerung benötigten textilen Masken (Behelf-Mund-Nasenschutz), zur Verfügung zu stellen.