Friedrich Rempke: Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet

  • Buchalik Brömmekamp entwickelt Sanierungskonzept für das Ingenieur-Bauunternehmen Friedrich Rempke

Hagen, 30. November 2012. Das Amtsgericht Hagen hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über die Friedrich Rempke GmbH & Co. KG, Hagen, eröffnet und die Eigenverwaltung unter Aufsicht des Sachwalters Stephan Michels angeordnet. Durch die Eigenverwaltung kann die Geschäftsführung um Walter Schmid und Stephan Treß die Sanierung in Eigenregie weiter fortführen. Friedrich Rempke hatte am 28. September 2012 den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Im Frühjahr 2013 soll das Verfahren abgeschlossen sein.

Der mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp entwickelte Insolvenzplan ist Grundlage der geplanten Sanierung. Danach will sich das Traditionsunternehmen verstärkt auf Industriebauten, wie Produktionsgebäude, Lagerstätten, Hallen- und Maschinen-Fundamente, sowie auf den konstruktiven Ingenieurbau (Brücken, Stützwände) konzentrieren. Weiterhin sollen die internen Prozesse zwischen kaufmännischen und technischen Abläufen verbessert werden. Der Kostendruck des wettbewerbsintensiven Marktumfeldes machte es notwendig, Personalanpassungen vorzunehmen. Nach schwierigen aber konstruktiven Verhandlungen verständigten sich Unternehmensleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft auf den sozialverträglichen Abbau von 34 Stellen. Friedrich Rempke beschäftigt derzeit 130 Mitarbeiter. Der Gläubigerausschuss befürwortet den eingeschlagenen Weg.

„Ein Insolvenzplanverfahren in der Baubranche ist immer sehr schwierig und ambitioniert, da die Kunden gesetzliche Sonderkündigungen nutzen können“, so Sachwalter Stephan Michels. Hierzu ergänzt Dr. Jochen Vogel, Partner bei Buchalik Brömmekamp: „Der Geschäftsleitung ist es gelungen, mit vertrauensbildenden Maßnahmen die Kunden von einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Traditionsunternehmen Rempke zu überzeugen. Genau hier wirken sich die seit März geltenden Neuerungen im Insolvenzrecht sehr positiv aus.“ 

„Die Gespräche mit den wichtigsten Bauherren und Lieferanten stimmen uns sehr positiv, so dass der Geschäftsbetrieb weiter reibungslos weiterlaufen kann“, so der geschäftsführende Gesellschafter Walther Schmid. In den vergangenen Wochen konnten so Aufträge im einstelligen Millionen Euro-Bereich gewonnen werden. Die Folgen des Krisenjahres 2009, aber auch ein langer und schwerer Winter 2010 sowie der zunehmende regionale Wettbewerbsdruck in der Baubranche hatten das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht.