Ermitt­lungs­ver­fah­ren

Sie haben eine Vor­la­dung der Poli­zei oder Staats­an­walt­schaft erhalten?

Hat die Poli­zei oder Staats­an­walt­schaft Sie als Zeu­gen oder Beschul­dig­ten vor­ge­la­den? Falls ja, soll­ten Sie unse­re nach­fol­gen­den Hin­wei­se und Tipps durch­le­sen, um wesent­li­che Feh­ler gleich zu Beginn eines Ermitt­lungs­ver­fah­rens zu vermeiden.

I. Vor­la­dung erhal­ten – was tun?

1. Wel­che Rech­te ste­hen mir im Ermitt­lungs­ver­fah­ren zu?

Als Beschul­dig­ter haben Sie im Ermitt­lungs­ver­fah­ren vie­le Rech­te und Mög­lich­kei­ten. Neh­men Sie die­se wahr, denn Beschul­dig­ter sind Sie bereits, wenn ein Poli­zist mit Ihnen spricht oder Sie eine Vor­la­dung der Poli­zei erhalten.

Sie haben jeder­zeit das Recht zu schwei­gen und mit Ihrem Anwalt zu spre­chen. Gemein­sam mit Ihrem Anwalt kön­nen Sie im Ermitt­lungs­ver­fah­ren alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen ein­ho­len, Zeu­gen befra­gen, Ein­sicht in Akten und Doku­men­te neh­men und eine straf­mil­dern­de Scha­dens­wi­der­gut­ma­chung in die Wege lei­ten. Sie kön­nen sich auch zu dem Tat­vor­wurf über Ihren Anwalt erklären.

2. Durch­su­chung und Beschlagnahme

Kon­tak­tie­ren Sie uns umge­hend, wenn eine Durch­su­chung und Beschlag­nah­me in Ihrem Unter­neh­men oder bei Ihnen Zuhau­se statt­fin­det. Wir prü­fen vor Ort den Durch­su­chungs­be­fehl. Dabei kon­trol­lie­ren wir, dass nur die Räu­me und Unter­la­gen durch­sucht wer­den, die durch den Durch­su­chungs­be­fehl und den Tat­vor­wurf erfasst sind. Nur die­se Unter­la­gen dür­fen aus dem Unter­neh­men ent­fernt wer­den, wobei wir zuvor die Unter­la­gen regis­trie­ren und kopie­ren. Auf die­se Wei­se kön­nen Sie sicher­stel­len, dass die Behör­den nicht mehr Ein­bli­cke als nötig erhal­ten und Ihre Unter­la­gen nicht ver­lo­ren gehen. Auch im Nach­gang zu der Durch­su­chung ste­hen wir für die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den als Ansprech­part­ner zur Verfügung.

3. Wel­che Rech­te habe ich im Strafprozess?

Im Straf­pro­zess gehen Ihre Rech­te noch wei­ter als im Ermittlungsverfahren.

Sie sind nicht Objekt des Ver­fah­rens, son­dern kön­nen und soll­ten die­ses aktiv gestal­ten. Sie und Ihre Ver­tei­di­ger haben ein Anwe­sen­heits­recht, kön­nen Zeu­gen befra­gen, Aus­künf­te ein­for­dern und Beweis­an­trä­ge stel­len. Nut­zen Sie Ihre Rech­te.

Rich­ti­ge und gute Beweis­an­trä­ge sind das Wich­tigs­te in einem Strafprozess!

4. Muss ich als Zeu­ge aussagen?

Häu­fig wer­den Geschäfts­füh­rer und Buch­hal­ter als Zeu­gen im Zivil- und Straf­rechts­pro­zess gela­den. Hier ist Vor­sicht obers­tes Gebot! Die Gefahr, sich selbst zu belas­ten und ein zivil­recht­li­ches Haf­tungs- oder Straf­ver­fah­ren zu pro­vo­zie­ren, ist sehr hoch.

In der Regel müs­sen Sie nicht als Zeu­ge aus­sa­gen. Vor allem dann nicht, wenn Sie als Beschul­dig­ter in Betracht kom­men. Sie kön­nen Aus­kunfts- und Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­rech­te gel­tend machen. Vor allem, wenn gegen Ange­hö­ri­ge oder Part­ner ermit­telt wird.

II. Wei­te­re Tipps von unse­ren Experten

1. Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht, ist das richtig?

Falsch! Irren ist mensch­lich und kann daher ein wich­ti­ger Grund sein, Sie weni­ger hart zu bestra­fen (Straf­mil­de­rungs­grund). Nut­zen Sie die Mög­lich­keit, das Gesche­hen durch Ihren Anwalt ins rich­ti­ge Licht zu rücken. Not­wehr, Irr­tum über Tat­sa­chen und Ähn­li­ches sind Grün­de, die dazu füh­ren kön­nen, dass Sie nicht oder deut­lich gerin­ger bestraft werden.

2. Not­wehr und Nothilfe

Wenn Sie sich kör­per­lich ver­tei­di­gen, dür­fen Sie nach deut­schem Recht (§ 32 StGB, § 227 BGB, § 15 OWiG) nicht bestraft wer­den. Not­wehr­si­tua­tio­nen und die Hil­fe für ande­re in Not (Not­hil­fe) kön­nen straf­ba­re Hand­lun­gen rechtfertigen.

Dies wird bei Ankla­gen und im Ermitt­lungs­ver­fah­ren von der Staats­an­walt­schaft häu­fig über­se­hen. Eine gute Ver­tei­di­gung arbei­tet die Not­wehr­si­tua­ti­on im Detail auf und stimmt den Vor­trag mit Ihnen ab. Durch ziel­ge­naue Beweis­an­trä­ge wird die Not­wehr­la­ge geschil­dert und eine Bestra­fung des Man­dan­ten kann ver­mie­den, jeden­falls aber die Stra­fe deut­lich gemil­dert, werden.

III. Wie kann Bucha­lik Bröm­me­kamp Sie unterstützen?

Ihr Pro­blem wird von uns abso­lut ver­trau­lich behan­delt. Wir neh­men Ihre Sor­gen ernst!

1. In fol­gen­den Schrit­ten gehen wir vor:

2. Zeu­gen­bei­stand

Unse­re erfah­re­nen Rechtsanwält:innen unter­stüt­zen Sie ger­ne als Zeu­gen­bei­stand. Wir hel­fen Ihnen dabei von Ihrem Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht Gebrauch zu machen oder beglei­ten sie in die poli­zei­li­che, staats­an­walt­schaft­li­che und gericht­li­che Ver­neh­mung. Wir sichern für Sie die Ord­nungs­mä­ßig­keit des Ver­fah­rens ab.

Unse­re Prio­ri­tät ist dar­auf gerich­tet, Sie vor einer Selbst­be­las­tung zu schützen.

IV. Was kos­tet mich das?

Bis zur Bespre­chung der Akte (Schritt 3) fal­len nur die gesetz­li­chen Gebüh­ren an. Die­se betra­gen inklu­si­ve Umsatz­steu­er 458,15 Euro.

Danach bespre­chen wir den Stun­den­satz, den vor­aus­sicht­li­chen Auf­wand und Mög­lich­kei­ten der Finan­zie­rung oder eine Pflicht­ver­tei­di­gung. Erst jetzt unter­zeich­nen Sie eine schrift­li­che Voll­macht und eine Man­dats- und Ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung. Sie schlie­ßen dabei einen Ver­trag mit Ihrem Rechts­an­walt und sind dar­aus ver­pflich­tet, des­sen Hono­rar zu zah­len. Wer­den Sie im Ergeb­nis frei­ge­spro­chen, trägt der Staat die not­wen­di­gen Kos­ten, also auch das gesetz­li­che Verteidigerhonorar.

Ist die Akte sehr umfang­reich, besteht sie zum Bei­spiel wie in Wirt­schafts­straf­sa­chen aus vie­len DIN-A4-Ord­nern, so neh­men wir vor der Bear­bei­tung der Akte Kon­takt zu Ihnen auf, um die anfal­len­den Kos­ten zu bespre­chen. Sie kön­nen dann frei wäh­len, ob Sie den Auf­wand wün­schen oder nicht.

V. Ver­tei­di­gung von mit­tel­lo­sen Personen/Pflichtverteidigungen

Wir ver­tre­ten grund­sätz­lich jeden, weil wir der Über­zeu­gung sind, dass jeder ein Recht auf gute Ver­tei­di­gung hat. Der Pflicht­ver­tei­di­ger ist kein Ver­tei­di­ger zwei­ter Klas­se.

Unse­re Anwäl­te über­neh­men regel­mä­ßig auch Pflicht­ver­tei­di­gun­gen. Sie soll­ten eine Ver­tre­tung in jedem Fall anfra­gen, denn es wer­den auch Ver­tre­tun­gen über­nom­men, bei denen das Hono­rar zwar gering, die Sache aber für uns inter­es­sant ist.

Wie läuft es genau mit der Bezah­lung ab?

Wenn Sie selbst nicht genug Geld haben, um sich einen Rechts­bei­stand leis­ten zu kön­nen, oder eine Frei­heits­stra­fe von min­des­tens einem Jahr zu erwar­ten ist, bestellt das Gericht einen Pflicht­ver­tei­di­ger. Das Hono­rar des Pflicht­ver­tei­di­gers trägt auch im Fal­le der Ver­ur­tei­lung erst ein­mal der Staat. Der Anwalt hat dane­ben einen Anspruch gegen Sie als sei­nen Mandanten.

Wei­ter­hin besteht die Mög­lich­keit einer Kos­ten­über­nah­me durch Drit­te, wie bei­spiels­wei­se der Rechts­schutz­ver­si­che­rung oder ein Arbeit­ge­ber für sei­nen Arbeit­neh­mer. Viel­fäl­ti­ge Ver­ein­ba­run­gen und Kos­ten­tra­gungs­mo­del­le sind mög­lich. Spre­chen Sie uns ger­ne dar­auf an.

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