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„Die Online-Neuwagenbörse Carneoo ist insolvent“, so titelten einige Automobilzeitschriften am 19. Juni 2012. Früher wäre diese Meldung das endgültige Aus für ein Unternehmen gewesen. Für den Online-Händler bedeutete die Krise den Startpunkt für einen neuen steilen Aufstieg. Bereits drei Wochen nach dem Gang zum Gericht stiegen zwei neue Investoren in das Unternehmen ein. Die Insolvenz war in Rekordzeit beendet. Carneoo steht heute wirtschaftlich besser da als jemals zuvor. 

Unternehmen, die eigentlich überlebensfähig sind oder durchaus wirtschaftliche Perspektiven haben, will der Gesetzgeber durch ein neues Insolvenzrecht die Weiterführung ermöglichen. So wie bei Carneoo. Damals konnten sich die Altgesellschafter nicht über eine gemeinsame zukünftige Ausrichtung einigen. Obwohl die Verkaufszahlen stetig kletterten, blieben wichtige Investitionen aus. Das Ende für die Neuwagenbörse war vorprogrammiert. Deshalb zog Carneoo-Geschäftsführer Hermann Josef Wolters frühzeitig die Reißleine. Durch ein Insolvenzverfahren sollte Carneoo zunächst saniert und dann neu ausgerichtet werden.

„Eine Insolvenzplanlösung war schon unter zeitlichen Aspekten nicht möglich. Auf der Grundlage eines überzeugenden und kreativen Konzeptes von Buchalik Brömmekamp habe ich mich letztendlich für den Teilverkauf entschieden, um die Internetplattform mit neuen Partnern weiterzuentwickeln“, erklärt Carneoo Geschäftsführer Wolters. Bereits drei Wochen nach der Antragstellung konnte die neue Carneoo GmbH durchstarten und das schuldenfrei. „Der Prozess wurde von unseren Kunden überhaupt nicht bemerkt, da der Autoverkauf weiterhin reibungslos verlief. Auch die 200 Händler vertrauen uns und beliefern die neue Carneoo unverändert weiter“, so Wolters.

Carneoo will sich noch stärker als bisher auf seine Kernkompetenzen in der Zusammenarbeit mit den liefernden Händlern konzentrieren, bestehende Absatzmärkte ausbauen und die Zusammenarbeit mit neuen Vertriebspartnern erweitern. Diesen Expansionskurs wollen die neuen Investoren mittragen.