Gläubiger bestätigten Sanierungsplan von Tubenhersteller Karl Höll

  • Weiterer Meilenstein im Eigenverwaltungsverfahren erreicht

Langenfeld. 16. April 2015. Die Gläubiger des Tubenherstellers Karl Höll haben dem Sanierungsplan beim Erörterungstermin vor dem Amtsgericht Düsseldorf einstimmig zu gestimmt. Der Sanierungsplan regelt die Entschuldung des Unternehmens und damit die Verzichte der Gläubiger. Mit der Zustimmung ist ein wesentlicher Meilenstein im Eigenverwaltungsverfahren der Karl Höll GmbH & Co. KG und der Höll Produktionsgesellschaft mbH (beide Langenfeld/Rheinland) erreicht. Beide Unternehmen hatten Ende September 2014 einen Insolvenzantrag gestellt. „Wir sind bei der Sanierung voll auf Kurs und im Zeitplan. Deshalb gehen wir davon aus, dass das Insolvenzverfahren Ende Mai beendet sein wird“, erklärt Hans Fritsche, der das Verfahren als Sanierungsgeschäftsführer leitet. Karl Höll wird in dem Verfahren von der Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf beraten.

Mit den Restrukturierungsmaßnahmen, die der Sanierungsplan aufzeigt, wird der Langenfelder Tubenhersteller neu ausgerichtet. Danach will sich Karl Höll noch stärker auf die Pharma- und Kosmetikindustrie konzentrieren, die ein deutlich höheres Know-how bei der Tubenproduktion erfordert. Gleichzeitig entsteht am Standort in Kirchheimbolanden (bei Worms) das Kompetenzzentrum für die Aluminiumtuben-Produktion. Dazu sind bereits zwei der drei Produktionslinien nach Rheinland-Pfalz umgezogen. In Langenfeld verbleiben die Verwaltung und die Produktion für Laminattuben, die weiter ausgebaut werden soll.

„Sowohl die Lieferanten als auch die Kunden haben durch die weitere Belieferung und zusätzliche Aufträge ihre Bereitschaft zu einer weiteren Zusammenarbeit gezeigt. Das hat uns sehr zuversichtlich für das Gelingen der Sanierung gestimmt. Auch das 100-prozentige Einverständnis der Gläubiger zum Plan zeigt, dass alle Beteiligten ein hohes Interesse an der Fortführung des Unternehmens haben“, erklärt Geschäftsführer Oliver Höll.