Spe­zi­al­fall Lebensversicherungen

Auch zum The­ma Lebens­ver­si­che­run­gen hat der BGH (z.B. Urt. v. 22.10.2015 – IX ZR 248/14, ZIn­sO 2015, 2374 ff.; BGH, Urt. v. 24.03.2016 – IX ZR 159/15) durch zahl­rei­che Urtei­le ein erheb­li­ches Anfech­tungs­ri­si­ko geschaf­fen. Die Recht­spre­chung gilt für Kapi­tal- wie Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung glei­cher­ma­ßen. Mit­tels soge­nann­ter Risi­ko- oder Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­run­gen ver­su­chen vie­le umsich­ti­ge Zeit­ge­nos­sen, ihre Lie­ben im Fall der Fäl­le abzu­si­chern. Im Fall der Über­schul­dung des Nach­las­ses und des­sen Insol­venz droht die­ses Vor­ha­ben zu schei­tern. Für die Hin­ter­blie­be­nen beson­ders bit­ter: Neben dem Ver­lust eines gelieb­ten Men­schen ver­lie­ren sie auch noch jede finan­zi­el­le Absi­che­rung. Die Fäl­le häu­fen sich, und eine Kor­rek­tur durch den BGH ist nach der oben genann­ten Grund­satz­ent­schei­dung nicht mehr zu erwar­ten. Auch hier gilt: Wer die Ange­hö­ri­gen insol­venz­fest absi­chern möch­te, muss eini­ge Wei­chen rich­tig stellen.

Für Gläu­bi­ger wich­tig ist hier das Urteil des BGH vom 20.04.2017 (IX ZR 252/16). Mit die­ser Ent­schei­dung ändert der BGH sei­ne Recht­spre­chung. Maß­geb­lich für die Abgren­zung von ent­gelt­li­cher oder unent­gelt­li­cher Leis­tung, also die Kern­vor­aus­set­zung des § 134 InsO, ist die sub­jek­ti­ve Vor­stel­lung zum Zeit­punkt der Zahlung.

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