Risi­ko­min­de­rung

Fol­gen­de Maß­nah­men min­dern das Risi­ko einer Insolvenzanfechtung

  • Ver­mei­den Sie Mah­nun­gen, Dro­hun­gen mit Kla­ge, Voll­stre­ckung oder Insol­venz, Anwalts­schrei­ben und jed­we­de Äuße­rung zum Zah­lungs­ver­hal­ten sowie zur Zah­lungs­fä­hig­keit Ihres Schuld­ners, die doku­men­tiert wer­den könnte.
  • Wei­sen Sie auf Ihren Rech­nun­gen groß­zü­gi­ge­re Zah­lungs­zie­le aus: 30 Tage statt 7 Tage. Es fällt Ihrem Schuld­ner so leich­ter, Rech­nun­gen bei Fäl­lig­keit zu bezah­len. Die recht­zei­ti­ge Zah­lung bei Fäl­lig­keit ist ein wich­ti­ges Indiz.
  • Stel­len Sie sicher, dass künf­ti­ge Zah­lun­gen zuerst auf künf­ti­ge Leis­tun­gen ange­rech­net wer­den. Ihr Schuld­ner soll immer auf die neu­es­te Rech­nung zahlen.
  • Von Rech­nun­gen abwei­chen­de Zah­lun­gen sind stets ein ers­ter Ermitt­lungs­an­satz für den Insol­venz­ver­wal­ter. Auch wenn wir es in der Sache für falsch hal­ten, hat die Zah­lungs­ein­stel­lung in der Recht­spre­chung immer noch ganz erheb­li­ches Gewicht.
  • Die Schwie­rig­keit für den Gläu­bi­ger besteht dar­in, dass er sein Ver­hal­ten voll­stän­dig umstel­len muss, wenn der Kun­de unpünkt­lich oder unvoll­stän­dig zahlt. Dann muss der Gläu­bi­ger genau ent­ge­gen­ge­setzt zum Nor­mal­fall handeln.
  • Kommt es zu ver­zö­ger­ten Zah­lun­gen, soll­te der Gläu­bi­ger kei­nen Druck gegen­über dem Ver­trags­part­ner aus­üben, son­dern recht­zei­tig mit dem Schuld­ner Kon­takt auf­neh­men, um die Bezah­lung der Rück­stän­de im Wege einer Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung und die Bezah­lung künf­ti­ger Leis­tun­gen zu besprechen.
  • Hält der Schuld­ner die Ver­ein­ba­rung ein, kann das großzügige Zah­lungs­ziel bei­be­hal­ten und die Geschäfts­be­zie­hung fort­ge­setzt wer­den. Siche­rer ist es aber, auf Vor­kas­se umzu­stel­len, um zwi­schen Leis­tung und Gegen­leis­tung nicht mehr als 30 Tage ver­ge­hen zu las­sen. Jede Kre­di­tie­rung (auch Lie­fe­ran­ten­kre­dit) ist zu unterlassen.
  • Der Gläu­bi­ger soll­te prü­fen, ob die Gesamt­ver­bind­lich­kei­ten durch die Zah­lun­gen tat­säch­lich zurück­ge­führt werden.
  • Der Gläu­bi­ger soll­te dem Schuld­ner weder durch aus­ufern­de Mah­nun­gen noch mit Voll­stre­ckungs­hand­lun­gen, Inkas­so­bü­ros oder Rechts­an­wäl­ten dro­hen: Wer mit der Voll­stre­ckung droht, muss auch voll­stre­cken. Frei­wil­li­ge Zah­lun­gen des Schuld­ners sind ab die­sem Zeit­punkt in aller Regel anfechtbar.
  • Der Gläu­bi­ger soll­te die Gescheh­nis­se für sei­ne Zwe­cke hin­rei­chend doku­men­tie­ren, um den Sach­ver­halt auch Jah­re spä­ter noch rekon­stru­ie­ren zu kön­nen, da vor Gericht der­je­ni­ge gewinnt, der etwas dar­le­gen und bewei­sen kann.
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