Gerichts­stand

Aus­schlag­ge­bend dafür, bei wel­chem Gericht ein Insol­venz­an­trag zu stel­len ist, wel­ches Gericht also für ein Insol­venz­ver­fah­ren ört­lich zustän­dig ist, ist bei natür­li­chen Per­so­nen der Wohn­ort und bei juris­ti­schen Per­so­nen der im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Sitz oder abwei­chend hier­von der Mit­tel­punkt der wirt­schaft­li­chen Tätig­keit (sog. COMI — Cen­ter of main inte­rest). Sach­lich zustän­dig ist jeweils für einen Land­ge­richts­be­zirk das am Ort des Land­ge­richts ansäs­si­ge Amts­ge­richt. Sie fin­den Ihr zustän­di­ges Gericht in NRW über die Sei­te www.justiz-nrw.de.

Abwei­chend von den all­ge­mei­nen Regeln zur ört­li­chen Zustän­dig­keit kann ein sog. Grup­pen­ge­richts­stand begrün­det wer­den, wenn meh­re­re ein­zel­ne juris­ti­sche Per­so­nen, die mit­ein­an­der ver­bun­den sind, unter­schied­li­che han­dels­recht­li­che Sit­ze haben und damit ver­schie­de­ne Gerich­te ört­lich zustän­dig wären. Dann kann unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen für alle Gesell­schaf­ten ein ein­zi­ges Gericht zustän­dig wer­den, was der Ver­fah­rens­er­leich­te­rung dient.

Recht­li­che Grundlage:

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