Start­sei­teRechts­be­ra­tungInsol­venz­le­xi­konPfänd­bar­keit von Fahrzeugen

Pfänd­bar­keit von Fahrzeugen

Auch das Fahr­zeug eines Schuld­ners ist, sofern es in des­sen Eigen­tum steht, grund­sätz­lich Teil der Insol­venz­mas­se im Sin­ne des § 35 InsO.

Etwas ande­res gilt jedoch dann, wenn das Fahr­zeug gemäß § 36 Abs. 1 InsO i. V. m. § 811 Abs. 1 Nr. 5 ZPO nicht pfänd­bar ist.

Nach § 811 Abs. 1 Nr. 5 ZPO ist eine Sache unpfänd­bar, wenn der Schuld­ner sie für die Fort­set­zung sei­ner Erwerbs­tä­tig­keit benö­tigt. Bei einem Pkw ist dies bspw. der Fall, wenn der Schuld­ner sei­nen Arbeits­platz zu den ver­ein­bar­ten Arbeits­zei­ten mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln nicht errei­chen kann oder wenn für die Nut­zung des Pkw wäh­rend der Arbeits­zeit  erfor­der­lich ist (z. B. für Kun­den­diens­te, Lie­fe­run­gen usw.)

Soll­te das Fahr­zeug die Vor­aus­set­zun­gen der Unpfänd­bar­keit erfül­len, kommt aber eine Aus­tausch­pfän­dung gemäß § 811 a ZPO in Betracht, falls das Fahr­zeug hoch­wer­tig ist. In die­sem Fal­le kann dem Schuld­ner ein weni­ger wert­hal­ti­ges Ersatz­fahr­zeug gestellt und das hoch­wer­ti­ge Fahr­zeug ver­wer­tet werden.

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