Start­sei­teRechts­be­ra­tungInsol­venz­le­xi­konUnter­neh­mer­ge­sell­schaft bzw. UG (haf­tungs­be­schränkt)

Unter­neh­mer­ge­sell­schaft — UG (haf­tungs­be­schränkt)

Bei der Unter­neh­mer­ge­sell­schaft (haf­tungs­be­schränkt) han­delt es um eine Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung, die vom Gesetz­ge­ber als „klei­ne“ GmbH kon­zi­piert wur­de. Für sie gel­ten grund­sätz­lich die Regeln der GmbH.

Der größ­te Unter­schied besteht dar­in, dass das vor­ge­schrie­be­ne Min­dest-Stamm­ka­pi­tal nur 1,00 € beträgt. Das Stamm­ka­pi­tal von 1,00 € bis zu 24.999,00 € frei von den Gesell­schaf­tern bestimmt wer­den. In der Pra­xis soll­ten aber zumin­dest die Grün­dungs­kos­ten vom Stamm­ka­pi­tal gedeckt sein.

Gewinn­ver­wen­dung — Bil­dung einer Rücklage

Bei der Unter­neh­mer­ge­sell­schaft muss ein Vier­tel des um einen Ver­lust­vor­trag ver­min­der­ten Jah­res­ge­winns aus dem Vor­jahr als Rück­la­ge gebil­det wer­den. Ziel ist die Bil­dung eines Stamm­ka­pi­tals in Höhe von 25.000,00 € und sodann die „Umwand­lung“ in eine GmbH.

Fir­mie­rung der Unter­neh­mer­ge­sell­schaft (UG)

Die Fir­ma (Name der Gesell­schaft) muss den Zusatz “Unter­neh­mer­ge­sell­schaft (haf­tungs­be­schränkt)” oder “UG (haf­tungs­be­schränkt)” enthalten.

Weil die Unter­neh­mer­ge­sell­schaft schon mit einem sehr gerin­gen Stamm­ka­pi­tal gegrün­det wer­den kann, droht hier schnell die zumin­dest bilan­zi­el­le Über­schul­dung, die sodann zu einer Insol­venz­an­trags­pflicht füh­ren kann, wenn kei­ne posi­ti­ve Fort­füh­rungs­pro­gno­se besteht.

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