Deut­sche Mes­se AG plant Stel­len­ab­bau – 250 Arbeits­plät­ze sol­len entfallen

Im Rah­men der Coro­na-Pan­de­mie sind aus Vor­sichts­grün­den zahl­rei­che Groß­ver­an­stal­tun­gen abge­sagt wor­den, um die Kon­trol­le über das Infek­ti­ons­ge­sche­hen nicht zu ver­lie­ren. Dies Vor­ge­hen hat u.a. auch die Mes­se­ver­an­stal­ter hart getrof­fen, deren Ver­an­stal­tun­gen in der Regel von meh­re­ren tau­send Besu­chern täg­lich besucht wer­den. Dabei drän­geln sich die Besu­cher auf­grund der beeng­ten Platz­ver­hält­nis­se oft­mals durch die Hal­len. Die Deut­sche Mes­se AG mit Sitz in Han­no­ver gehört mit einem Umsatz von ca. 310 Mio. € im Jahr 2018 nach eige­nen Anga­ben zu den fünf größ­ten Mes­se­ver­an­stal­tern Deutsch­lands. Die finan­zi­el­len Ein­bu­ßen in dem Coro­na-Jahr 2020 sowie die auf abseh­ba­re Zeit nur schlep­pend ver­lau­fen­de Erho­lung zwin­gen das Unter­neh­men nun dazu, Kos­ten zu spa­ren und das Geschäfts­mo­dell neu zu justieren.

Laut des Vor­stands­vor­sit­zen­den der Deut­sche Mes­se AG, Herr Jochen Köck­ler, habe man in die­sem Jahr his­to­risch schlech­te Zah­len vor­zu­wei­sen. Ins­be­son­de­re die Absa­ge der Han­no­ver Mes­se führ­te zu her­ben Ver­lus­ten. Das Unter­neh­men hat auch bereits Vor­stel­lun­gen davon, wie es die schlep­pen­de Erho­lungs­pha­se über­ste­hen und dabei nicht den Anschluss an den Wett­be­werb ver­lie­ren will. So setzt man auch im Jahr 2021 wei­ter auf das Instru­ment der Kurz­ar­beit, um die unmit­tel­ba­ren Fol­gen der Coro­na-Kri­se abzu­fe­dern. Dar­über hin­aus soll ab dem Jahr 2022 die Wochen­ar­beits­zeit ver­kürzt und bei Füh­rungs­kräf­ten sowie tarif­li­chen und außer­ta­rif­li­chen Leis­tun­gen ein­ge­spart wer­den. Die Deut­sche Mes­se AG stellt sich zudem dar­auf ein, dass Unter­neh­men nach der posi­ti­ven Erfah­rung mit digi­ta­len Hilfs­mit­teln die Geschäfts­rei­se­tä­tig­keit ein­schrän­ken werden.

Man plant daher auch neue, hybri­de Mes­se­for­ma­te und setzt noch stär­ker auf Ver­trieb und Neu­ge­schäft. Das Land Nie­der­sach­sen ist einer der größ­ten Gesell­schaf­ter der Deut­sche Mes­se AG und drängt auf die Ein­spa­rung von Kos­ten und einen Stel­len­ab­bau, im Gegen­zug wur­de eine Lan­des­bürg­schaft ins Spiel gebracht. Es ist die Rede von einem Abbau von 250 Arbeits­plät­zen, die bevor­zugt sozi­al­ver­träg­lich abge­baut wer­den sol­len. Nähe­re Infor­ma­tio­nen zu den Plä­nen sind aber noch nicht bekannt.

Die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie stel­len für Arbeit­neh­mer wie Arbeit­ge­ber eine nie dage­we­se­ne Her­aus­for­de­rung dar. In einer sol­chen Situa­ti­on ist es zwar nach­voll­zieh­bar, dass Unter­neh­men ihre Kos­ten anpas­sen wol­len. Gleich­zei­tig darf dies nicht ein­sei­tig zulas­ten der betrof­fe­nen Arbeit­neh­mer erfol­gen. In die­ser Situa­ti­on ist es inter­es­sen­ge­recht, den Arbeits­platz­ver­lust des Arbeit­neh­mers ange­mes­sen zu entschädigen.

Wenn Sie von einem Stel­len­ab­bau betrof­fen sind, soll­ten Sie sich unbe­dingt recht­lich bera­ten las­sen. Über­zeu­gen Sie sich von uns, indem Sie unser Ange­bot einer kos­ten­lo­sen Erst­be­ra­tung in Anspruch neh­men. Pro­fi­tie­ren Sie von unse­rer lang­jäh­ri­gen Erfah­rung bei Ver­hand­lun­gen mit Arbeit­ge­bern und erhö­hen Sie dadurch Ihre Chan­ce auf den Erhalt einer Abfindung.

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