Sie­mens plant trotz Pro­test wei­ter Schlie­ßung der Fer­ti­gung in Ruhstorf und Abbau von über 300 Jobs

Wenn es um ihre Arbeits­plät­ze geht, sind die am Stand­ort Ruhstorf beschäf­tig­ten Mit­ar­bei­ter von Sie­mens bereits eini­gen Kum­mer gewöhnt. Über die letz­ten vier Jah­re hat das Unter­neh­men vor Ort schon über 700 Arbeits­plät­ze abge­baut. Ver­gan­ge­nen Herbst hat­te Sie­mens ange­kün­digt, im Rah­men der Schlie­ßung der Fer­ti­gung am Stand­ort Ruhstorf über 300 wei­te­re Jobs abbau­en zu wol­len. Aus­ge­nom­men hier­von sind nach Medi­en­be­rich­ten nur Inge­nieu­re und Ange­stell­te sowie der Bereich Windenergie.

Hin­ter­grund für die­se Ent­schei­dung ist die man­geln­de Aus­las­tung der Fabri­ken, die sich bereits seit län­ge­rem abzeich­ne­te und vor allem mit dem nied­ri­gen Ölpreis zusam­men­hängt. Denn am Stand­ort Ruhstorf wer­den vor­nehm­lich Maschi­nen und Moto­ren für die Öl- und Gas­in­dus­trie her­ge­stellt. Auf­grund rück­läu­fi­ger Umsät­ze in die­sen Bran­chen kam es in der Ver­gan­gen­heit zu nied­ri­ge­ren Inves­ti­tio­nen in neue Maschi­nen. Sie­mens plant nun eine ent­spre­chen­de Anpas­sung der Kapazitäten.

Erwar­tungs­ge­mäß war die Infor­ma­ti­on auf Unver­ständ­nis gesto­ßen und sorgt auch wei­ter­hin für viel Unru­he. Der Betriebs­rat hat zwi­schen­zeit­lich ein Kon­zept erar­bei­tet, das Alter­na­ti­ven zur Schlie­ßung der Fer­ti­gung in Ruhstorf auf­zeigt. So könn­ten u.a. Son­der- und Spe­zi­al­mo­to­ren für Nischen­märk­te her­ge­stellt wer­den. Der Kon­zern lehnt dies jedoch ab und hält bis­lang trotz Pro­test an den Plä­nen an dem ange­kün­dig­ten Stel­len­ab­bau fest.

Ob die von dem Stel­len­ab­bau betrof­fe­nen Mit­ar­bei­ter betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen erhal­ten oder auch ande­re Mit­tel eines sozi­al­ver­träg­li­che­ren Stel­len­ab­baus zum Bei­spiel in Form von Auf­he­bungs­ver­trä­gen ange­bo­ten wer­den, ist der­zeit nicht bekannt. Die Ver­hand­lun­gen sind der­zeit noch nicht abgeschlossen.

Wenn Sie von dem Stel­len­ab­bau betrof­fen sind und einen Auf­he­bungs­ver­trag ange­bo­ten bekom­men haben, unter­schrei­ben Sie die­sen nicht sofort. Der Abschluss eines Auf­he­bungs­ver­trags kann erheb­li­che finan­zi­el­le und sozi­al­recht­li­che Fol­gen für Sie haben. Eine auf den ers­ten Blick attrak­tiv erschei­nen­des Abfin­dungs­an­ge­bot kann sich im Nach­hin­ein für Sie als nega­tiv herausstellen.

Übli­cher­wei­se herrscht die Mei­nung vor, dass eine anwalt­li­che Bera­tung teu­er ist und die Abfin­dung auf­zehrt. Infor­mie­ren Sie sich mit Hil­fe unse­res Kos­ten­rech­ners über die anfal­len­den Kos­ten. Alter­na­tiv geben wir Ihnen im Rah­men eines kos­ten­lo­sen, per­sön­li­chen Gesprächs ger­ne auch eine unver­bind­li­che Kos­ten­über­sicht. Über­zeu­gen Sie sich von uns, indem Sie unse­re aus­führ­li­chen Rat­ge­ber­ar­ti­kel lesen oder neh­men Sie direkt unser Ange­bot einer kos­ten­lo­sen Erst­be­ra­tung in Anspruch.

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