Insol­venz­quo­te

Wenn das gesam­te schuld­ne­ri­sche Ver­mö­gen ver­wer­tet ist (Insol­venz­mas­se) und der Insol­venz­ver­wal­ter hier­aus zunächst die Ver­fah­rens­kos­ten und sodann die sons­ti­gen Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten bedient hat, ver­teilt er den Rest gleich­mä­ßig an alle Insol­venz­gläu­bi­ger. Die Insol­venz­gläu­bi­ger erhal­ten dabei sel­ten einen Aus­gleich ihrer gesam­ten zur Insol­venz­ta­bel­le ange­mel­de­ten For­de­rung, son­dern viel­mehr nur einen Pro­zent­satz, die Insol­venz­quo­te.

Die Quo­te wird wie folgt berechnet:

Ver­teil­ba­re Mas­se geteilt durch die Höhe aller Gläubigerforderungen.

Bei­spiel:

Ein Gläu­bi­ger hat 1.000 Euro ange­mel­det, davon hat der Ver­wal­ter 850 Euro fest­ge­stellt, der Rest wur­de z. B. wegen feh­len­der Nach­wei­se bestritten.
Die gesam­ten ver­füg­ba­ren Mit­tel (= ver­teil­ba­re Mas­se) erge­ben eine Quo­te von 13 %. Der Gläu­bi­ger erhält auf sei­ne For­de­rung somit 13 % von 850 Euro, also 110,50 Euro.

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