Neu­erwerb

Als Neu­erwerb wer­den die­je­ni­gen Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de bezeich­net, die der Schuld­ner nach Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens über sein Ver­mö­gen erwirbt. Gemäß § 35 Abs. 1 InsO umfasst die Insol­venz­mas­se nicht nur das gesam­te schuld­ne­ri­sche Ver­mö­gen, das im Zeit­punkt der Eröff­nung des Ver­fah­rens vor­han­den war, son­dern auch die Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de, die dem Schuld­ner als Neu­erwerb nach Ver­fah­rens­er­öff­nung zufließen.

Pro­ble­ma­tisch wer­den kann es, wenn der Schuld­ner neu erwor­be­ne Gegen­stän­de nicht sofort bezahlt, so dass im Rah­men des lau­fen­den Ver­fah­rens soge­nann­te Neugläu­bi­ger hin­zu­tre­ten. Da das gesam­te Schuld­ner­ver­mö­gen ein­schließ­lich des pfänd­ba­ren Ein­kom­mens aus­schließ­lich zur Befrie­di­gung der Insol­venz­gläu­bi­ger die­nen darf, bleibt den Neugläu­bi­gern nur die Mög­lich­keit, auf den unpfänd­ba­ren Teil des schuld­ne­ri­schen Ein­kom­mens zurückzugreifen.

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