Sach­ver­stän­di­ger

Das Insol­venz­ge­richt kann bei Ein­gang eines Insol­venz­an­tra­ges einen Sach­ver­stän­di­gen / Gut­ach­ter bestel­len, der ins­be­son­de­re prüft, ob ein Insol­venz­grund vor­liegt und ob die Kos­ten des Ver­fah­rens aus dem Ver­mö­gen des Schuld­ners gedeckt wer­den kön­nen. Auch kann er bei Gericht die Anord­nung von Siche­rungs­maß­nah­men (z.B. die Anord­nung der vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­tung, Post­sper­re, Durch­su­chung- und Beschlag­nah­me­an­ord­nung) anre­gen, wenn er dies zur Siche­rung des Ver­mö­gens oder zur Kennt­nis­er­lan­gung für erfor­der­lich hält.

Einen Sach­ver­stän­di­gen bestellt das Insol­venz­ge­richt ins­be­son­de­re bei Anträ­gen auf Eröff­nung eines Rege­l­in­sol­venz­ver­fah­rens, wenn es die Fra­gen nicht selbst beur­tei­len kann. Bei Ver­brau­cher­insol­venz­ver­fah­ren wird in der Regel kein Sach­ver­stän­di­ger bestellt, son­dern das Ver­fah­ren direkt eröffnet.

Der Sach­ver­stän­di­ge hat kei­ne eige­ne Ent­schei­dungs- und Hand­lungs­kom­pe­tenz. Der Schuld­ner kann wei­ter­hin über sein Ver­mö­gen frei verfügen.

Der Sach­ver­stän­di­ge erstat­tet gegen­über dem Gericht ein Gutachten.

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