Ver­brau­cher­insol­venz

Der Gesetz­ge­ber hat neben dem Rege­l­in­sol­venz­ver­fah­ren ein „klei­ne­res“ Insol­venz­ver­fah­ren (Ver­brau­cher­insol­venz­ver­fah­ren, umgangs­sprach­lich, aber unge­nau auch Pri­vat­in­sol­venz) für alle natür­li­chen Per­so­nen (im Gegen­satz zu juris­ti­schen Per­son, z.B. GmbH), die nicht selbst­stän­dig tätig waren, kon­zi­piert, eben einen klas­si­schen Ver­brau­cher. Für Per­so­nen, die ehe­mals selbst­stän­dig waren, gilt die­ses Ver­fah­ren auch, wenn sie weni­ger als 20 Gläu­bi­ger haben und gegen sie kei­ne For­de­run­gen aus Arbeits­ver­hält­nis­sen bestehen (sie­he hier­zu auch Unternehmensinsolvenz).

Vor der Ein­lei­tung die­ses Ver­fah­rens ist zwin­gend ein außer­ge­richt­li­cher Eini­gungs­ver­such mit den Gläu­bi­gern durch­zu­füh­ren. Die­ser ist von einer geeig­ne­ten Stel­le (z.B. Rechts­an­wäl­te oder Schuld­ner­be­ra­tun­gen) durch­zu­füh­ren und zu bescheinigen.

Bei der Bean­tra­gung des Ver­brau­cher­insol­venz­ver­fah­rens ist dar­auf zu ach­ten, dass auch ein Antrag auf Rest­schuld­be­frei­ung gestellt wird. Dann schließt sich an das Insol­venz­ver­fah­ren das Restschuldbefreiungsverfahren/die Wohl­ver­hal­tens­pha­se an. Das Ver­fah­ren ein­schließ­lich des Rest­schuld­be­frei­ungs­ver­fah­rens dau­ert bei Antrag­stel­lung ab dem 01.01.2021 ins­ge­samt drei Jah­re gerech­net ab dem Zeit­punkt der Insolvenzverfahrenseröffnung.

Recht­li­che Grundlage:

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