Über­schul­dung

Die Über­schul­dung stellt bei juris­ti­schen Per­so­nen einen Insol­venz­grund dar und begrün­det dem­ge­mäß auch die Insolvenzantragspflicht.

Sie liegt vor, wenn das Ver­mö­gen des Schuld­ners nicht mehr aus­reicht, um die bestehen­den Ver­bind­lich­kei­ten zu decken. Eine bilan­zi­el­le Über­schul­dung im Jah­res­ab­schluss deu­tet auf eine insol­venz­recht­li­che Über­schul­dung hin. Es sind aller­dings noch wei­te­re Beson­der­hei­ten zu berück­sich­ti­gen, wie etwa nicht auf­ge­deck­te stil­le Reser­ven oder qua­li­fi­zier­te Rang­rück­trit­te. Eine bestehen­de Über­schul­dung führt auch dann nicht zur Insol­venz­an­trags­pflicht, wenn die Fort­füh­rung des Unter­neh­mens nach den Umstän­den über­wie­gend wahr­schein­lich ist.

Ver­wand­te The­men: vgl. Zah­lungs­un­fä­hig­keit

Recht­li­che Grundlage:

§ 19 InsO

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