Das Amts­ge­richt (Insol­venz­ge­richt) Ros­tock hat nicht nur bei der ADCADA GmbH das vor­läu­fi­ge Insol­venz­ver­fah­ren ange­ord­net, son­dern auch bei wei­te­ren sie­ben Gesell­schaf­ten. Betrof­fen sind die nach­fol­gen­den Gesellschaften:

  • Adca­da GmbH
  • Adcada.capital GmbH
  • Adcada.fashion GmbH
  • Adcada.finance GmbH
  • Adcada.immo GmbH
  • Adcada.marketing GmbH & Co. KG und
  • Adcada.shop GmbH & Co. KG.

Die Befürch­tun­gen der Anle­ger sind damit nun Gewiss­heit. Gesell­schaf­ten, denen die Anle­ger Geld anver­traut haben, sind insol­vent. Nun gilt es Rech­te und Ansprü­che zu sichern.

Wel­che Pro­duk­te wur­den von der ADCADA angeboten?

Anle­ger konn­ten bei unter­schied­li­chen Gesell­schaf­ten die nach­ste­hen­den Finanz­pro­duk­te zeichnen:

  • Nach­rang­dar­le­hen
  • Schuld­ver­schrei­bun­gen aber auch
  • fest­ver­zins­li­che Immo­bi­li­en­dar­le­hen mit 110-pro­­­zen­­ti­­ger Besi­che­rung erst­ran­gi­ger Brief­grund­schul­den mit einer Lauf­zeit über 2, 4 oder 5 Jah­re

Inter­es­sant ist in die­sem Zusam­men­hang, dass es sich bei ADCADA um ein Start-Up  han­delt. Nicht über­ra­schend ist daher die Finan­zie­rung über Crowd­platt­for­men oder Unter­neh­mens­an­lei­hen; die Aus­ga­be von Immo­bi­li­en­dar­le­hen ist für ein Start-Up-Unter­­neh­­men aber dann doch eher ungewöhnlich.

Zahl­rei­che behörd­li­che Unter­sa­gungs­ver­fü­gun­gen durch die BaFin

Für zahl­rei­che Pro­duk­te hat die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (kurz: BaFin) die Ein­stel­lung und Abwick­lung der Kapi­tal­an­la­gen ange­ord­net. Für die Rück­ab­wick­lung zahl­rei­cher Ver­trä­ge wur­den sog. Abwick­ler ein­ge­setzt. Zah­lun­gen erhiel­ten die Anle­ger den­noch nicht.

In dem Streit mit der BaFin brüs­te­te sich die Geschäfts­füh­rung mit mar­kan­ten Sät­zen wie: „ADCADA vs. BaFin: Das Duell David gegen Goliath“.

 Ob die Aus­sa­ge des Rechts­an­walts der Insol­venz­schuld­ne­rin zutrifft, wird sich nun zei­gen. Auf der Home­page der ADCADA hieß es sei­tens des Fir­men­an­walts: Die Hypo­­­zins-Ver­­­trä­­ge durch adcada.money gehö­ren wei­ter­hin zu den sichers­ten Anla­ge­pro­duk­ten in die­sem Bereich am deut­schen Markt — sie sind insol­venz­si­cher und recht­lich ein­wand­frei und erfül­len als sol­che jeg­li­che Anfor­de­run­gen der BaFin. Aus den Feh­lern der Ver­gan­gen­heit bei der Abwick­lung der Sicher­hei­ten­be­stel­lung hat ADCADA gelernt.“

 Auch wird mit Span­nung erwar­tet, wofür die ein­ge­wor­be­nen Gel­der ver­wen­det wurden. 

 Bekann­te Unter­sa­gungs­ver­fü­gun­gen der BaFin:

  • ADCADA Invest­ments AG PCC, Rugell (Liech­ten­stein) für die „health­ca­re Anlei­he 2020“ und
  • ADCADA GmbH für die „fest­ver­zins­li­chen Immo­bi­li­en­dar­le­hen“ (auch als Hypo­­­zins-Ver­­­trä­­ge“ bezeich­net).

 Zudem gab es in der Ver­gan­gen­heit zahl­rei­che War­nun­gen u.a. von der Stif­tung Waren­test und der Ver­brau­cher­zen­tra­le Hessen. 

 Wel­che Rech­te haben Anleger?

 Die Fra­ge kann nicht ein­heit­lich beant­wor­tet wer­den, denn die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten hän­gen u.a. von der jeweils gezeich­ne­ten Kapi­tal­an­la­ge ab:

  • Anle­ger der Hypo­­­zins-Ver­­­trä­­ge könn­ten ggf. noch mit einem „blau­en Auge“ davon­kom­men, wenn die gewähr­ten Grund­si­cher­hei­ten insol­venz­fest und die Sicher­hei­ten wert­hal­tig sind.
  • Nach­rang­dar­le­hens­gläu­bi­ger müs­sen den Nach­rang besei­ti­gen, da im Insol­venz­ver­fah­ren regel­mä­ßig nur die ein­fa­chen Gläu­bi­ger eine Insol­venz­quo­te erhal­ten. Der BGH und ihm fol­gend zahl­rei­che Land- und Ober­lan­des­ge­rich­te haben in der Ver­gan­gen­heit der Recht­mä­ßig­keit von sog. Nach­rang­klau­seln eine Absa­ge erteilt. Dies bedeu­tet, dass die geschä­dig­ten Anle­ger dann doch eine Quo­te im Insol­venz­ver­fah­ren erhal­ten können.
  • Für die Anlei­he­gläu­bi­ger stellt sich die Situa­ti­on rela­tiv ein­fach dar: Sie kön­nen im Insol­venz­ver­fah­ren regel­mä­ßig einen sog. gemein­sa­men Ver­tre­ter wäh­len, der ihre Rech­te verfolgt.

 Was gilt für alle Anleger?

 Wer nicht tätig wird, wird auch kein Geld bekommen. 

 Anle­ger aller betrof­fe­ner und insol­ven­ter Gesell­schaf­ten wird daher emp­foh­len, schon jetzt tätig zu wer­den und sich recht­lich von einem auf das Kapi­tal­markt­recht sowie Insol­venz­recht spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­walt bera­ten zu las­sen. Sol­che Erst­be­ra­tungs­ge­sprä­che sind bei renom­mier­ten Kanz­lei­en regel­mä­ßig kostenlos.

Des Wei­te­ren wird Anle­gern emp­foh­len, ihre Ansprü­che zu bün­deln. Dies erfolgt regel­mä­ßig auch über Rechts­an­walts­kanz­lei­en, die bereits Man­dan­ten ver­tre­ten und sich mit der Rechts­sa­che aus­ein­an­der­ge­setzt haben. 

 Im wei­te­ren Ver­lauf müs­sen die Ansprü­che in den Insol­venz­ver­fah­ren ange­mel­det wer­den. Auch hier soll­te die For­de­rungs­an­mel­dung durch Pro­fis erfol­gen. Regel­mä­ßig wer­den für sol­che Anmel­dun­gen sowie die wei­te­re Ver­tre­tung im Insol­venz­ver­fah­ren Pau­schal­be­trä­ge vereinbart. 

Ger­ne bera­ten wir Sie bei der Durch­set­zung Ihrer Ansprü­che. Unse­re Erst­be­ra­tung ist kostenlos. 

Set­zen Sie sich gern mit uns in Verbindung:

  • per E‑Mail: kapitalanlagen@buchalik-broemmekamp.de
  • per Tele­fon: 0211 828977–200
  • oder pos­ta­lisch: Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH, Prin­zen­al­lee 15, 40549 Düsseldorf,

Besu­chen Sie uns auch unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/

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