• Sämt­li­che sozia­le Ein­rich­tun­gen bie­ten ihr Leis­tungs­spek­trum unein­ge­schränkt wei­ter an

Mül­heim an der Ruhr. 30.12.2016. Die Arbei­ter­wohl­fahrt (AWO) Kreis­ver­band Mül­heim an der Ruhr e.V. will sich durch ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren sanie­ren. Einem ent­spre­chen­den Antrag des Ver­eins hat das Amts­ge­richt Duis­burg zuge­stimmt. „Mit der Eigen­ver­wal­tung ver­fol­gen wir das Ziel, den Ver­ein fort­zu­füh­ren und nach­hal­tig zu sanie­ren. Des­halb lau­fen alle Pro­jek­te wei­ter wie bis­her. Ins­be­son­de­re ist gewähr­leis­tet, dass sämt­li­che Spen­den auch wei­ter­hin zweck­ent­spre­chend ver­wen­det wer­den“, erklärt Geschäfts­füh­rer Lothar Fink. Das Beson­de­re des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens ist, dass sowohl der bis­he­ri­ge Vor­stand als auch der bis­he­ri­ge Geschäfts­füh­rer wei­ter­hin im Amt blei­ben und die Sanie­rung selbst­stän­dig durch­füh­ren. Dabei wer­den die Funk­tio­nä­re durch die Sanie­rungs­ex­per­ten der Wirt­schafts­kanz­lei und Unter­neh­mens­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf beglei­tet. Vor Ort wird Herr Ass. iur. Vol­ker Schreck aus dem Hau­se Bucha­lik Bröm­me­kamp als sanie­rungs­er­fah­re­ner Inte­rims­ge­schäfts­füh­rer neben dem bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rer Lothar Fink die Unter­neh­mens­lei­tung ergän­zen. Zudem hat das Amts­ge­richt Duis­burg Herrn Rechts­an­walt Horst Pie­pen­burg von der Düs­sel­dor­fer Kanz­lei Pie­pen­burg — Ger­ling Rechts­an­wäl­te als vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter bestellt. Der Sach­wal­ter über­nimmt eine Auf­sichts­funk­ti­on und hat dar­über hin­aus die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage der Schuld­ne­rin zu prüfen.

Die rund 220 Mit­ar­bei­ter wur­den bereits in einer Mit­ar­bei­ter­ver­samm­lung über das Ver­fah­ren infor­miert. Die Löh­ne und Gehäl­ter sind über das Insol­venz­geld bis auf wei­te­res gesichert.

Hin­ter­grund der wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge des bereits 1920 gegrün­de­ten Ver­eins sind vor allem die seit Jah­ren nicht ange­pass­ten Zuschüs­se und Leis­tungs­prei­se, die mit der wirk­li­chen Ent­wick­lung der Sach- und Per­so­nal­kos­ten nicht Schritt gehal­ten haben. Der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein hat sich des­halb zur Sanie­rung in Eigen­ver­wal­tung entschieden.

„Nach der Pla­nin­sol­venz wird die AWO Mül­heim ertrags- und liqui­di­täts­mä­ßig wie­der gestärkt sein und wird so auch wei­ter­hin ihr sozia­les Dienst­leis­tungs­spek­trum voll­um­fäng­lich anbie­ten kön­nen“, blickt Sanie­rungs­ex­per­te Vol­ker Schreck zuver­sicht­lich in die Zukunft.

Das nun zu ent­wi­ckeln­de Sanie­rungs­kon­zept mün­det spä­ter in einen Insol­venz­plan, in dem die Ent­schul­dung und nach­hal­ti­ge Fort­füh­rung des Ver­eins auf­ge­zeigt wird. Dem Plan müs­sen die Gläu­bi­ger zustim­men. Danach wird er vom Amts­ge­richt Duis­burg bestätigt.

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