Düsseldorf/München. 20. Juni 2018. Wie­der sorgt ein Direkt­in­vest­ment für Auf­se­hen. Die 2013 zunächst in Bie­le­feld und nun bei Mün­chen ansäs­si­ge Agri Ter­ra KG bot Inves­to­ren den Erwerb von Land in Para­gu­ay an. Auf den zu erwer­ben­den Grund­stü­cken sol­len jeweils rund 160 Oran­gen­bäu­me gepflanzt, ver­sorgt und spä­ter deren Früch­te geern­tet wer­den. Gleich­zei­tigt ver­pflich­tet sich der Inves­tor einen Bewirt­schaf­tungs­ver­trag zu schlie­ßen. Die ers­ten bei­den, im Fami­li­en­ei­gen­tum des geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ters der Agri Ter­ra KG ste­hen­den, Plan­ta­gen wur­den nach Anga­ben der Anbie­te­rin voll­stän­dig verkauft/platziert. Bei dem Ver­kauf der drit­ten par­zel­lier­ten Plan­ta­ge schal­te­te sich nun die BaFin (Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht) ein und unter­sag­te das öffent­li­che Ange­bot die­ses Investments.

In der Mit­tei­lung der BaFin heißt es: „Die BaFin unter­sagt das öffent­li­che Ange­bot der Ver­mö­gens­an­la­ge mit der Bezeich­nung „Land­er­werb in Para­gu­ay mit Oran­gen­REN­TE.“ Grund für die am 03.05.2018 aus­ge­spro­che­ne Unter­sa­gung ist, dass die anbie­ten­de Agri Ter­ra KG kei­nen von der BaFin gebil­lig­ten Ver­kaufs­pro­spekt ver­öf­fent­licht hat.

Die Ver­öf­fent­li­chung sol­cher Ver­kaufs­pro­spek­te ergibt sich aber aus dem Ver­mö­gens­an­la­ge­ge­setz. Seit dem in Kraft tre­ten des Klein­an­le­ger­schutz­ge­set­zes am 10.07.2015 sind auch Anbie­ter von Direkt­in­vest­ments grund­sätz­lich pro­spekt­pflich­tig. War­um die Agri Ter­ra KG der seit Jah­ren bekann­te Pro­spekt­pflicht bis­her nicht nach­kam, ist frag­lich, denn das Unter­neh­men ist nach eige­nen Anga­ben bereits seit einem Jahr in Kon­takt mit der Auf­sichts­be­hör­de. Ent­ge­gen der gesetz­li­chen Pflicht sei ein Pro­spekt erst in der Vor­be­rei­tung. Rechts­mit­tel wol­le der Anbie­ter gegen die Unter­sa­gung nicht einlegen.

Eben­so ist nicht nach­voll­zieh­bar, war­um nach Anga­ben des geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ters eige­ne Grund­stü­cke in Para­gu­ay ver­äu­ßert und nicht selbst bewirt­schaf­tet wer­den. In einem Schrei­ben an uns äußer­te sich Agri Ter­ra dazu nicht. Viel­mehr ver­wies das Unter­neh­men dar­auf, dass es die dritt­größ­te Anbau­flä­che für Oran­gen in Para­gu­ay unter­hält und ab Ende die­ses Jah­res auch Oran­gen­saft her­stel­len will. Wie davon die Anle­ger der Oran­gen­REN­TE pro­fi­tie­ren könn­ten, ließ das Schrei­ben dage­gen offen.

Auf­grund der BaFin-Unter­­sa­­gung kön­nen Inves­to­ren des Pro­dukts „Land­er­werb in Para­gu­ay mit Oran­gen­REN­TE“ sich von dem Invest­ment lösen. Das Ver­mö­gens­an­la­ge­ge­setz hält, genau für Fäl­le wie die­se, gesetz­li­che Rege­lun­gen vor, die es den Inves­to­ren ermög­li­chen, die Anla­ge­ver­trä­ge zu kün­di­gen und ihr Geld wie­der zurück zu bekommen.

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Der Bei­trag wur­de am 21.6.2018 durch Anga­ben von Agri Ter­ra ergänzt.

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