• Mit­ar­bei­ter und Exper­ten­grup­pe wol­len bis Weih­nach­ten neue Geschäfts­ideen für das insol­ven­te Unter­neh­men entwickeln

 

Düsseldorf/Norderstedt. 22. Novem­ber 2018. Die Gran­­ti­ro-Initia­­ti­­ve will mit ihrem Sanie­rungs­an­satz „Wirt­schaft neu den­ken“ dem ange­schla­ge­nen Pio­nier der Foto­che­mie, der Teten­al in Nor­der­stedt, wie­der auf die Bei­ne hel­fen. Das Unter­neh­men wur­de mas­siv vom Wan­del zur Digi­tal­fo­to­gra­fie und dem geän­der­ten Kon­sum­ver­hal­ten getrof­fen. Der tra­di­tio­nel­le Absatz­markt ging sehr stark zurück und Teten­al muss­te im Okto­ber Insol­venz anmel­den. Mit einem Team aus Teten­­al-Mit­­ar­­bei­­tern und zahl­rei­chen Exper­ten ver­schie­de­ner Dis­zi­pli­nen sol­len neue Geschäfts­mo­del­le ent­wi­ckelt wer­den. Mit dabei ist Sanie­rungs­ex­per­te Harald Kam, Geschäfts­füh­rer der Bucha­lik Bröm­me­kamp Unter­neh­mens­be­ra­tung, der mit sei­ner lang­jäh­ri­gen Exper­ti­se in der Bera­tung von Unter­neh­men in der Kri­se den Che­mie­her­stel­ler beglei­ten wird.

Die klas­si­sche Restruk­tu­rie­rung ver­folgt den Ansatz, die Dif­fe­ren­zie­rung zum Wett­be­werb zu ver­bes­sern, Pro­zes­se effi­zi­en­ter zu gestal­ten und sich auf das Wesent­li­che zu fokus­sie­ren. Im Ergeb­nis soll der Markt­an­teil erhöht wer­den. „Die­se Denk­wei­se funk­tio­niert nicht mehr, denn immer mehr unbe­kann­te Unter­neh­men oder Tech­no­lo­gien, die die Kun­den­be­dürf­nis­se auf ande­re Wei­se bes­ser befrie­di­gen, ver­drän­gen tra­di­tio­nel­le Markt­teil­neh­mer. Wer hät­te erah­nen kön­nen, dass ein­mal Smart­Pho­nes die ana­lo­ge Foto­gra­fie bedro­hen wer­den. Die Aus­wir­kun­gen spürt Teten­al. Des­halb müs­sen Unter­neh­men ihre Geschäfts­mo­del­le regel­mä­ßig hin­ter­fra­gen und wand­lungs­fä­hi­ger wer­den. Der Wett­be­werb fin­det nicht mehr nur in der eige­nen ange­stamm­ten Bran­che statt, son­dern kann von bis­her unbe­kann­ter Sei­te her­ein­bre­chen. Dies hat selbst­ver­ständ­lich auch Aus­wir­kun­gen auf unse­re Arbeit als Restruk­tu­rie­rer, wenn wir Unter­neh­men zukünf­tig erfolg­reich aus Kri­sen­si­tua­tio­nen füh­ren wol­len“, weiß Harald Kam.

Seit rund einem Jahr arbei­tet Bucha­lik Bröm­me­kamp des­halb mit Gran­ti­ro zusam­men und will die Metho­de des „Tur­naround by Inno­va­ti­on“ wei­ter eta­blie­ren. Gewapp­net mit dem lang­jäh­ri­gen Restru­k­­tu­­rie­­rungs-Know-how, den Gran­­ti­ro-Tech­­ni­­ken zur Geschäfts­mo­dell­ent­wick­lung und den neu­es­ten Erkennt­nis­sen der Inno­va­ti­ons­for­scher aus St. Gal­len wer­den Unter­neh­men im Wan­del kom­pe­tent beglei­tet. Dies soll auch Teten­al weiterhelfen.

In den nächs­ten Wochen wer­den in Work­shops das aktu­el­le Geschäfts­mo­dell beschrie­ben, die Ist-Situa­­ti­on ana­ly­siert und die bereits vor­han­de­nen Ideen bewer­tet. Dar­auf auf­bau­end sol­len dann inno­va­ti­ve Geschäfts­mo­del­le von dem inter­dis­zi­pli­nä­ren Team ent­wi­ckelt wer­den. „Wir kom­men im ers­ten Anlauf sicher­lich auf 60–80 Ansät­ze, die wir dann wei­ter ver­fei­nern und letzt­end­lich auf weni­ge Busi­ness Cases ver­dich­ten wer­den. Die­se stel­len wir dann poten­zi­el­len Inves­to­ren vor“, erklärt Peter E. Rasen­ber­ger, Pro­jekt­lei­ter Grantiro.

Dani­el Mid­den­dorf, Geschäfts­füh­rer von Teten­al, und Insol­venz­ver­wal­ter Dr. Sven-Hol­­ger Und­ritz (White & Case) haben dem Gran­­ti­ro-Vor­­­ge­hen zuge­stimmt, um das Schick­sal des Unter­neh­mens zu dre­hen. „Es gibt bereits aus­rei­chen­de Erfah­run­gen aus der Ver­gan­gen­heit, bei­spiels­wei­se im Fall der insol­ven­ten Schaidt Inno­va­tions. Wir wol­len bei Teten­al antre­ten, um alles in Bewe­gung zu set­zen, was man mit Inno­va­ti­on in den ver­blei­ben­den Wochen bis Weih­nach­ten 2018 noch bewe­gen kann. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weni­ger“, so Rasenberger.

Sanie­rungs­ex­per­te Harald Kam teilt den Opti­mis­mus: „Beim Wett­be­werb der Geschäfts­mo­del­le kommt es beson­ders dar­auf an, dass das Unter­neh­men über stra­te­gi­sche Fähig­kei­ten ver­fügt, moti­vier­te Mit­ar­bei­ter hat und wand­lungs­fä­hig ist. Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind nach mei­nen bis­he­ri­gen Beob­ach­tun­gen bei Teten­al erfüllt, sodass eine Geschäfts­­­mo­­dell-Inno­­va­­ti­on gelin­gen könn­te.“ Neben Kam beglei­ten u.a. noch Dirk Burg­hardt (Kauf­män­ni­scher Direk­tor / Staat­li­che Kunst­samm­lun­gen Dres­den), Sophie de Cil­lia (Mas­ter­stu­den­tin der Wirt­schafts­psy­cho­lo­gie Uni­ver­si­tät Wien), Prof. Dr. Mar­kus W. Exler (Lei­ter des Insti­tuts für Grenz­über­schrei­ten­de Restruk­tu­rie­rung an der FH Kuf­stein), Dr. Con­stan­tin Malik (Direc­tor Glo­bal Rela­ti­ons / Malik Manage­ment St. Gal­len), Dr. Chris­toph Mor­gen (Geschäfts­füh­ren­der Part­ner Brink­mann & Part­ner), Dr. Wolf-Rüdi­­ger von der Fecht (Geschäfts­füh­ren­der Part­ner Von der Fecht LLP) und Alex­an­der Nast (Web­blog­ger und Social Entre­pre­neur / Pas­si­only Curious) den Innovationsprozess.

Unter https://www.instagram.com/grantiro_x_tetenal/ kann der Pro­zess ver­folgt werden.

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