Mit dem Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men (ESUG) vom 1.3.2012 woll­te der Gesetz­ge­ber einen Anreiz für eine früh­zei­ti­ge Insol­venz­an­trag­stel­lung von insol­venz­be­droh­ten Unter­neh­men errei­chen und dem Zustand begeg­nen, dass sol­che Unter­neh­men einen Insol­venz­an­trag erst stel­len, wenn das Ver­mö­gen rest­los auf­ge­zehrt ist und kei­ne Sanie­rungs­chan­cen mehr bestehen. Ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor einer Sanie­rung durch Insol­venz ist aus­rei­chend vor­han­de­ne Liqui­di­tät bei Antrag­stel­lung. Das setzt aber eine früh­zei­ti­ge Antrag­stel­lung vor­aus. Durch einen stär­ke­ren Ein­fluss der Gläu­bi­ger auf die Aus­wahl des Ver­wal­ters und durch Aus­bau und Straf­fung des Insol­venz­plan­ver­fah­rens, durch die Ver­ein­fa­chung des Zugangs zur Eigen­ver­wal­tung und durch eine grö­ße­re Kon­zen­tra­ti­on der Zustän­dig­keit der Insol­venz­ge­rich­te, soll­te eine bes­se­re Plan­bar­keit des Insol­venz­ver­fah­rens für den Schuld­ner erreicht wer­den, was ver­stärkt auch dem Erhalt von Arbeits­plät­zen die­nen sollte.
Wie der fol­gen­de Bei­trag zei­gen wird, ist es zum Erhalt die­ser Sanie­rungs­chan­cen erfor­der­lich, dass die Gerich­te schnell auf einen Eigen­ver­wal­tungs­an­trag reagie­ren, um den Geschäfts­be­trieb sicher zu stel­len und weder die Kun­den noch die Lie­fe­ran­ten und Arbeit­neh­mer des Schuld­ners zu ver­un­si­chern. Dabei hat sich stra­te­gisch eine enge Abstim­mung mit den Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten und vor allem die Vor­be­spre­chung mit dem Insol­venz­ge­richt nicht nur als beson­ders effek­tiv, son­dern zur erfolg­rei­chen Ver­fah­rensein­lei­tung als zwin­gend erfor­der­lich erwiesen.

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Pres­se­mit­tei­lun­gen

  • 25 Jah­re Sanie­rungs­be­ra­tung aus einer Hand! Gemein­sam mit unse­rer Schwes­ter­ge­sell­schaft ple­no­via fei­ern wir im Jah­re 2023 das Erfolgs­kon­zept der inte­grier­ten Bera­tung: Betriebs­wirt­schaft­li­che Kom­pe­tenz mit spe­zia­li­sier­ter Rechts­be­ra­tung und Rechts­ge­stal­tung auf allen Gebie­ten des Restrukturierungsrechts.

  • Die NEUERO-Farm- und För­der­tech­nik GmbH hat sich mit­hil­fe eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens erfolg­reich saniert. Das Fami­li­en­un­ter­neh­men, das rund 50 Mit­ar­bei­ten­de beschäf­tigt, hat­te am 23.02.2022 beim Amts­ge­richt Osna­brück ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren bean­tragt. Der Restruk­tu­rie­rungs­plan wur­de von den Gläu­bi­gern ein­stim­mig ange­nom­men und das Ver­fah­ren am 31.12.2022 aufgehoben.

  • Die Dücker-Grup­pe will ihre drei Gesell­schaf­ten Dücker Group GmbH, die Dücker con­vey­or sys­tems GmbH sowie die Dücker För­der-Sys­te­me GmbH durch ein Schutz­schirm­ver­fah­ren sanie­ren. Das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf stimm­te dem ent­spre­chen­den Antrag zu.

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