• Gläu­bi­ger stimm­ten Insol­venz­plan zu 100 Pro­zent zu
  • Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren erfolg­reich abgeschlossen
  • Eisen­gie­ße­rei beschäf­tigt wei­ter­hin 180 Mitarbeiter

Bocholt, 18. April 2016. Die Sanie­rung der Hul­ver­shorn Eisen­gie­ße­rei GmbH & CO KG ist erfolg­reich zu Ende gegan­gen. Das Amts­ge­richt Müns­ter hat das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren am 8. April 2016 auf­ge­ho­ben. Zuvor hat­te die Gläu­bi­ger­ver­samm­lung Anfang Dezem­ber 2015 den Sanie­rungs­plä­nen ein­stim­mig zuge­stimmt und damit den Weg für die Been­di­gung des Sanie­rungs­ver­fah­rens geeb­net. Wäh­rend des Ver­fah­rens wur­den die Geschäfts­füh­rer Chris­ti­an Gün­disch und Hans-Bernd Ten­brink durch den Sanie­rungs­ex­per­ten Dr. Utz Bröm­me­kamp vom Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp (Düs­sel­dorf) unter­stützt. Dr. Bröm­me­kamp agier­te als Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer (CRO) im Unter­neh­men und unter­stütz­te das Manage­ment in allen insol­venz­recht­li­chen Belan­gen. Er wird nun­mehr plan­mä­ßig wie­der aus der Geschäfts­füh­rung ausscheiden.

Die Sanie­rung war laut Geschäfts­füh­rer Gün­disch erfor­der­lich gewor­den, da das Unter­neh­men auf­grund der nega­ti­ven Ent­wick­lung wesent­li­cher Absatz­märk­te und dar­aus resul­tie­ren­der mas­si­ver Auf­trags­stor­nie­run­gen in den Vor­jah­ren in eine finan­zi­el­le Schief­la­ge gera­ten und anschlie­ßend zah­lungs­un­fä­hig gewor­den war.

Statt eines Rege­l­in­sol­venz­ver­fah­rens, das in den meis­ten Fäl­len die Zer­schla­gung oder die Abwick­lung des Unter­neh­mens zur Fol­ge hat, ent­schied sich Hul­ver­shorn für eine Insol­venz in Eigen­ver­wal­tung. Die Eigen­ver­wal­tung ist ein rela­tiv neu­es Instru­ment zur Sanie­rung in Schief­la­ge gera­te­ner Unter­neh­men. Dabei bleibt die Geschäfts­füh­rung wei­ter­hin im Amt und kann die Geschi­cke des Unter­neh­mens eigen­stän­dig wei­ter len­ken. Anstel­le eines Insol­venz­ver­wal­ters wird ledig­lich ein Sach­wal­ter bestellt, wel­cher in ers­ter Linie die Auf­ga­be hat, die wirt­schaft­li­che Lage des schuld­ne­ri­schen Unter­neh­mens zu prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu über­wa­chen. Zum Sach­wal­ter bestell­te das Amts­ge­richt Dr. Sebas­ti­an Hen­ne­ke (Kanz­lei hrm Hen­ne­ke Röp­ke) aus Bocholt.

„Ziel des Ver­fah­rens war es, das Unter­neh­men nach­hal­tig zu ent­schul­den und wie­der wett­be­werbs­fä­hig am Markt zu posi­tio­nie­ren und mög­lichst vie­le Arbeits­plät­ze zu erhal­ten, dies ist uns gelun­gen“ so Geschäfts­füh­rer Chris­ti­an Gün­disch. Seit der Auf­he­bung des Ver­fah­rens kann das Unter­neh­men wie­der frei von insol­venz­recht­li­chen Beschrän­kun­gen agie­ren. Beson­ders erfreu­lich ist, dass 180 der einst 209 Arbeits­plät­ze wäh­rend des Ver­fah­rens erhal­ten wer­den konnten.

Der Insol­venz­plan und die dar­in ent­hal­te­nen Sanie­rungs­maß­nah­men erar­bei­te­te die Geschäfts­lei­tung gemein­sam mit dem Düs­sel­dor­fer Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp. Des­sen inter­dis­zi­pli­nä­res Team aus Rechts­an­wäl­ten, Inge­nieu­ren und Betriebs­wir­ten setz­te alles dar­an, die Hul­ver­shorn Eisen­gie­ße­rei mit Hil­fe der durch die Insol­venz­ord­nung zur Ver­fü­gung ste­hen­den Instru­men­te sowohl in finanz­wirt­schaft­li­cher Hin­sicht als auch unter betriebs­wirt­schaft­li­chen Aspek­ten umfang­reich zu sanie­ren und gleich­zei­tig die Gläu­bi­ger best­mög­lich zu befrie­di­gen. „Allen Betei­lig­ten gilt der Dank zum Gelin­gen der Sanie­rung“, so Inte­rims­ge­schäfts­füh­rer Dr. Bröm­me­kamp. „Finan­zi­el­le Bei­trä­ge von Gesell­schaf­ter­sei­te, eine moti­vier­te Mann­schaft sowie kon­struk­ti­ve Unter­stüt­zung des Sach­wal­ters, des Gläu­bi­ger­aus­schus­ses und des Gerichts haben den Erfolg erst mög­lich gemacht.“ Geschäfts­füh­rer Ten­brink legt Wert auf die Fest­stel­lung, dass Kun­den und Lie­fe­ran­ten Hul­ver­shorn die Treue gehal­ten haben.

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