Der Bun­des­tag hat im ver­gan­ge­nen Jahr das Recht der Insol­venz­an­fech­tung geän­dert. Mit der Reform soll­te die Rechts­un­si­cher­heit besei­tigt und aus­ufern­de sowie unbe­rech­tig­te Rück­zah­lungs­for­de­run­gen der Insol­venz­ver­wal­ter in der Zukunft ver­hin­dert wer­den. Die Pra­xis zeigt, dass die­ses Ziel ver­fehlt wur­de und das Anfech­tungs­ri­si­ko für Gläu­bi­ger unver­min­dert hoch ist. Unter­neh­mer bekom­men wei­ter­hin Zah­lungs­auf­for­de­run­gen von Insol­venz­ver­wal­tern, die sie ver­un­si­chern. Die maß­geb­li­chen Vor­schrif­ten sind noch kom­pli­zier­ter geworden.

Mit eini­gen Maß­nah­men lässt sich das Risi­ko einer Insol­venz­an­fech­tung min­dern: Lie­fe­ran­ten kön­nen zum Bei­spiel groß­zü­gi­ge­re Zah­lungs­zie­le ver­ein­ba­ren, etwa drei Mona­te statt sofor­ti­ge Fäl­lig­keit. Dann fällt es dem
Kun­den leich­ter, immer pünkt­lich zu zah­len. Zahlt der Kun­de aber den­noch stets ver­spä­tet, ist Eile gebo­ten. Der Unter­neh­mer muss dann dar­auf ach­ten, dass ein unmit­tel­ba­rer Leis­tungs­aus­tausch statt­fin­det. Wenn zwi­schen Leis­tung und Gegen­leis­tung nicht mehr als 30 Tage lie­gen, ist eine Anfech­tung trotz Kennt­nis aus­ge­schlos­sen. Maß­geb­lich ist aber die tat­säch­li­che Leis­tung, nicht das Rech­nungs­da­tum. Der Kun­de soll­te immer auf die aktu­el­le Rech­nung zah­len. Alt­ver­bind­lich­kei­ten wer­den gestun­det und über eine Raten­zah­lung, die der Kun­de erfül­len kann, abgezahlt.

Der Arti­kel “Damo­kles­schwert Insol­venz­an­fech­tung” in “Unse­re Wirt­schaft” der IHK Lüneburg

Ter­min­hin­weis: Was zu tun ist, wenn der Insol­venz­ver­wal­ter von Gläu­bi­gern Geld zurück­for­dert, erklärt Insol­venz­rechts­ex­per­te Robert Bucha­lik bei der IHK-Ver­­an­stal­­tung „Damo­kles­schwert Insol­venz­an­fech­tung – Risi­ko­mi­ni­mie­rung für Unter­neh­mer“ am 29. Novem­ber, 16 bis 18 Uhr, in unse­rer IHK in Lüneburg.

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