Neben dem Gesetz­ge­ber haben nun auch die Kran­ken­kas­sen die Fra­ge nach Unter­stüt­zung der vom Coro­­na-Virus betrof­fe­nen Arbeit­ge­ber bei der Zah­lung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen aufgegriffen.
Wie dem Rund­schrei­ben des GKV-Spi­t­­zen­­ver­­­bands vom 24. März 2020 (RS 2020/197) zu ent­neh­men ist, emp­fiehlt die­ser in Abstim­mung mit den Spit­zen­or­ga­ni­sa­tio­nen der Sozi­al­ver­si­che­run­gen eine Erleich­te­rung des Stun­dungs­zu­gangs anzu­bie­ten. „Auf Antrag des Arbeit­ge­bers kön­nen die bereits fäl­lig gewor­de­nen oder noch fäl­lig wer­den­den Bei­trä­ge zunächst für die Ist-Mona­­te März 2020 bis Mai 2020 gestun­det wer­den.“ In die­sem Zusam­men­hang spricht der GKV-Spi­t­­zen­­ver­­­band von „Bei­trä­gen“, die sowohl die Arbei­t­­ge­­ber- als auch die Arbeit­neh­mer­bei­trä­ge umfas­sen dürften.
Der GKV-Spi­t­­zen­­ver­­­band weist jedoch dar­auf hin, dass Arbeit­ge­ber vor­ran­gig die bestehen­den bzw. noch in Kraft tre­ten­den Unter­­stü­t­­zungs- und Hilfs­maß­nah­men (z.B. Kurz­ar­bei­ter­geld, För­der­mit­tel und Kre­di­te etc.) in Anspruch neh­men müs­sen. In wel­cher Form hier­zu Nach­wei­se not­wen­dig sind, wird sicher noch in den nächs­ten Tagen kon­kre­ti­siert werden.
Vor­aus­set­zung für den erleich­ter­ten Stun­dungs­zu­gang ist das Vor­lie­gen erheb­li­cher Här­ten trotz vor­ran­gi­ger Inan­spruch­nah­me von Kurz­ar­bei­ter­geld, För­der­mit­teln und/oder Kre­di­ten. Der Arbeit­ge­ber muss dazu im Antrag auf die Stun­dung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge glaub­haft machen, dass er einen erheb­li­chen finan­zi­el­len Scha­den durch die Pan­de­mie erlit­ten hat.
Die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für den Monat März 2020 wer­den am 27. März 2020 zur Zah­lung fäl­lig. Hier­zu plant die GKV noch kurz­fris­tig ein ent­spre­chen­des Antrags­for­mu­lar zu veröffentlichen.
Wir wer­den Sie wei­ter informieren.

Pres­se­mit­tei­lun­gen

Ver­an­stal­tun­gen

News­let­ter

Bücher

Stu­di­en & Leitfäden

Vide­os