• Lie­fe­ran­ten, Kun­den und Mit­ar­bei­ter unter­stütz­ten mit viel Enga­ge­ment den Sanierungsweg

 

Mecher­nich, 17. Dezem­ber 2013. Die Deut­sche Mecha­tro­nics GmbH hat sich mit ihren Gläu­bi­gern auf eine Ent­schul­dung geei­nigt und steht damit kurz vor der Auf­he­bung des Insol­venz­ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung. Nach­dem bereits die Gläu­bi­ger dem Insol­venz­plan Anfang des Monats zustimm­ten, bestä­tig­te heu­te das Amts­ge­richt Bonn den vom Unter­neh­men ein­ge­reich­ten Insol­venz­plan. Der Plan ist von der Kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp unter Mit­wir­kung des Gläu­bi­ger­aus­schus­ses und dem vom Amts­ge­richt Bonn ein­ge­setz­ten Sach­wal­ter Dirk Ober­mül­ler (Wirt­schafts­kanz­lei DHPG) erar­bei­tet wor­den. Nach einer Ein­spruchs­frist von zwei Wochen kann das Bon­ner Amts­ge­richt das Ver­fah­ren beenden.

Mit der Plan­be­stä­ti­gung macht die Deut­sche Mecha­tro­nics einen gro­ßen Schritt inner­halb des Sanie­rungs­ver­fah­rens. Nach der Auf­he­bung steht das Unter­neh­men wie­der auf einer soli­den finan­zi­el­len Basis und kann ohne Auf­sicht des Gerich­tes und eines Sach­wal­ters eigen­stän­dig die Geschäf­te füh­ren. „Die Kun­den stan­den wäh­rend der Eigen­ver­wal­tung immer zu unse­rem Unter­neh­men und haben uns mit wei­te­ren Auf­trä­gen gestützt. Mein Dank gilt des Wei­te­ren den Lie­fe­ran­ten und Mit­ar­bei­tern, die mit viel Enga­ge­ment den Sanie­rungs­weg beglei­tet haben“, erklärt Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer Hans Frit­sche von der Kanz­lei Bucha­lik Brömmekamp.

Die Deut­sche Mecha­tro­nics GmbH hat­te Ende April 2013 einen Insol­venz­an­trag in Eigen­ver­wal­tung gestellt. Grund für die wirt­schaft­li­che Schief­la­ge waren die hohen Pen­si­ons­ver­pflich­tun­gen durch den Ver­kauf aus dem RWE-Kon­­zern. Von die­sen Ver­pflich­tun­gen ist das Unter­neh­men nach dem Ver­fah­ren befreit. Die wei­te­ren Pen­si­ons­zah­lun­gen über­nimmt nun der Pen­si­ons­si­che­rungs­ver­ein. Mecha­tro­nics kann sich wie­der auf Neu­ent­wick­lun­gen im Anla­gen­bau für die Papier- und Druck­in­dus­trie sowie auf Pro­duk­te für die Medizin‑, Lebens­­­mi­t­­tel- und Ver­pa­ckungs­tech­nik kon­zen­trie­ren. „Für die Fort­füh­rung des Unter­neh­mens ste­hen die Signa­le auf grün. Die ers­ten Sanie­rungs­maß­nah­men sind bereits umge­setzt. Nun gilt es den wei­te­ren Plan abzu­ar­bei­ten und die Gläu­bi­ger bis Juli 2015 zu befrie­di­gen“, erklärt Sach­wal­ter Dirk Ober­mül­ler von der Bon­ner Wirt­schafts­kanz­lei DHPG.

Hin­ter­grund: Was ist eine vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung (§270a InsO): 

Seit dem 1. März 2012 lässt die neue Insol­venz­ord­nung auf Antrag­stel­lung eine soge­nann­te vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung zu. In der Eigen­ver­wal­tung bleibt die Geschäfts­füh­rung wei­ter­hin im Amt und kann die Geschi­cke des Unter­neh­mens wei­ter len­ken. Anstatt eines vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ters wird ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt. Der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter hat haupt­säch­lich die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu über­wa­chen. Im Ein­ver­neh­men mit den Gläu­bi­gern, dem vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter und dem Insol­venz­ge­richt will das Ver­fah­ren die Fort­füh­rung eines Unter­neh­mens unter dem Schutz der Insol­venz­ord­nung ermög­li­chen. Ziel des Ver­fah­rens ist es, dem Unter­neh­men nach Mög­lich­keit den bis­he­ri­gen Gesell­schaf­ter­kreis zu erhal­ten und es nicht zu zer­schla­gen. Des­halb soll das Unter­neh­men auch nicht ver­kauft (asset deal), son­dern über einen Insol­venz­plan ent­schul­det wer­den. Regel­mä­ßig gehen Unter­neh­men deut­lich gestärkt aus die­sem Ver­fah­ren her­vor, denn die Pas­siv­sei­te der Bilanz wird durch Gläu­bi­ger­ver­zich­te erheb­lich gestärkt. Am Ende des Ver­fah­rens hat sich die Eigen­ka­pi­tal­quo­te meist um bis zu 70% verbessert.

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