Was kann der Steu­er­be­ra­ter bei der Bera­tung von Kri­sen­un­ter­neh­men gestal­ten, um sei­ne Haf­tung zu ver­mei­den und sein Man­dat trotz­dem nicht zu verlieren?

Das Risi­ko von Steu­er­be­ra­tern für Schä­den ihrer Man­dan­ten auf­grund einer ver­spä­te­ten Insol­venz­an­trag­stel­lung haf­ten zu müs­sen, war in der Ver­gan­gen­heit ver­gleichs­wei­se gering. Das hat sich durch ein Urteil des BGH vom 26.01.2017 (IX ZR 285/14) grund­le­gend geän­dert. Das in der Ent­schei­dung auf­ge­sto­ße­ne Ein­falls­tor für die Haf­tung des mit der Erstel­lung des Jah­res­ab­schlus­ses beauf­trag­ten Steu­er­be­ra­ters grün­det auf dem Vor­wurf der unrich­ti­gen Bilanz­er­stel­lung auf­grund eines pflicht­wid­ri­gen Ansat­zes von Fort­füh­rungs­wer­ten gem. § 252 Abs.1 Nr.2 HGB in Ver­bin­dung mit einer Ver­schär­fung der Hin­weis­pflich­ten des Steu­er­be­ra­ters. Andre­as Bart­kow­ski kommt des­halb in sei­nem Blog­bei­trag vom 25.10. zu dem Ergeb­nis, dass es auf­grund die­ses Urteils in einer Kri­sen­si­tua­ti­on in den Man­dats­ver­hält­nis­sen zwi­schen Unter­neh­men und Steu­er­be­ra­tern zu schwe­ren Ver­wer­fun­gen kom­men wird: Nach sei­ner Mei­nung wird der Unter­neh­mer in der Kri­se kaum noch Bera­tung bekom­men können.

Ganz so kri­tisch stellt sich die Situa­ti­on nicht dar. Robert Bucha­lik zeigt Lösungs­we­ge im Insolvenzblog.de auf.

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Pres­se­mit­tei­lun­gen

  • Die NEUERO-Farm- und För­der­tech­nik GmbH will sich mit­hil­fe eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens sanie­ren. Am 23.02.2022 stell­te die Geschäfts­füh­rung einen ent­spre­chen­den Antrag beim Amts­ge­richt Osna­brück. Das Gericht ent­sprach dem Antrag und ord­ne­te die vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung an.

  • Insol­venz­ver­fah­ren Deut­sche Licht­mie­te AG: Rund 20 Gesell­schaf­ten mit über 5.000 Anle­gern sind von der Insol­venz betrof­fen. Rechts­an­walt Sascha Borow­ski ver­tritt im Kapitalmarktrecht.

  • BBR Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­wäl­te hat das ers­te Restruk­tu­rie­rungs­ver­fah­ren eines Ein­zel­un­ter­neh­mers nach den neu­en StaRUG-Rege­lun­gen in Rhein­land-Pfalz erfolg­reich bera­ten und beglei­tet. Die plan­be­trof­fen Gläu­bi­ger nah­men am 28.10.2021 den Restruk­tu­rie­rungs­plan in allen Plan­grup­pen ein­stim­mig an und das AG Koblenz als Restruk­tu­rie­rungs­ge­richt bestä­tig­te den Plan noch im Abstimmungstermin.

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