Mit dem am 23.8.2016 ver­öf­fent­lich­ten Urteil hat der BGH sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung zur Insol­venz­an­fech­tung sehr deut­lich prä­zi­siert und die zuletzt sicht­ba­re Ver­schär­fung des Anfech­tungs­rechts abge­mil­dert. Für die Behand­lung der Insol­venz­an­fech­tung gegen­über Lie­fe­ran­ten dürf­te die nun­mehr vor­lie­gen­de Ent­schei­dung jeden­falls als revo­lu­tio­när ein­zu­schät­zen sein; sie wird zumin­dest mit­tel­bar auch auf die Anfech­tung gegen­über sol­chen Gläu­bi­gern Ein­fluss haben, die kei­ne Lie­fe­ran­ten sind. In der Lite­ra­tur wur­de ver­schie­dent­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ein inter­es­sen­ge­rech­tes Insol­venz­an­fech­tungs­recht weni­ger durch Maß­nah­men des Gesetz­ge­bers, son­dern viel­mehr durch eine sach­ge­rech­te, am kon­kre­ten Ein­zel­fall ori­en­tier­te Beweis­wür­di­gung der Gerich­te erreicht wer­den kann. Der sche­ma­ti­schen Anwen­dung der von der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung ent­wi­ckel­ten Beweis­an­zei­chen hat der IX. Senat in erfreu­lich deut­li­cher Wei­se eine kla­re Absa­ge erteilt. Das Urteil lie­fert zudem wert­vol­le  Hin­wei­se für die Behand­lung des § 133 Abs. 1 InsO in der Pra­xis, die von den Pro­zess­be­tei­lig­ten und den Instanz­ge­rich­ten zwin­gend zu berück­sich­ti­gen sind. Zudem kris­tal­li­siert sich immer deut­li­cher her­aus, wie red­li­che Gläu­bi­ger Insol­venz­an­fech­tungs­an­sprü­che ver­mei­den können.

Dr. Hie­bert zum BGH-Urteil über die Kennt­nis des Gläu­bi­gers von der dro­hen­den Zahlungsunfähigkeit

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