Zur Anwend­bar­keit des Bar­ge­schäfts­pri­vi­legs (§ 142 InsO) auf § 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO und feh­len­der Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung (§ 129 Abs. 1 InsO)

Der Gesetz­ge­ber hat die Behand­lung von Gesell­schaf­ter­dar­le­hen und Gesell­schaf­ter­si­cher­hei­ten in der Insol­venz der Gesell­schaft durch das am 1.11.2008 in Kraft getre­te­ne Gesetz zur Moder­ni­sie­rung des GmbH-Rechts und zur Bekämp­fung von Miss­bräu­chen (MoMiG) v. 23.10.2008 unter Strei­chung der bis dahin gel­ten­den Regeln des Eigen­ka­pi­tal­er­satz­rechts neu gere­gelt. Vie­le Zwei­fels­fra­gen wur­den seit­dem auch höchst­rich­ter­lich geklärt. Umstrit­ten ist bis heu­te, ob die anfäng­li­che Besi­che­rung eines Dar­le­hens auch unter den erleich­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen des § 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO oder ledig­lich nach ande­ren Vor­schrif­ten, z.B. § 133 Abs. 1 InsO, mög­lich ist. Die­ser Bei­trag zeigt, dass jene Ansicht vor­zugs­wür­dig ist, die § 142 InsO auf § 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO mit der Fol­ge anwen­det, dass die Besi­che­rung eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens anfech­tungs­fest ist, soweit die Vor­aus­set­zun­gen des Bar­ge­schäfts nach § 142 InsO erfüllt sind. Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen des Bar­ge­schäfts vor, schei­det eine Insol­venz­an­fech­tung nach § 135 A s. 1 Nr. 1 InsO in vie­len Fäl­len bereits man­gels Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung (§ 129 Abs. 1 InsO) aus.

Besi­che­rung eines Gesell­schafts­dar­le­hens in der Insol­venz von Dr. Olaf Hiebert

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