• Pro­duk­ti­on und regu­lä­rer Geschäfts­be­trieb wird unver­än­dert fortgeführt

Guten­born. 11. April 2018. Zuge­sag­te, aber aus­ge­blie­be­ne Auf­trä­ge sowie zu hohe Finan­zie­rungs­kos­ten für eine Inves­ti­ti­on in die Pro­duk­ti­ons­stra­ße haben bei der Bagel Bak­e­ry GmbH zu einem Liqui­di­täts­eng­pass geführt. Des­halb hat Geschäfts­füh­rer Chris­ti­an Kie­fer nun beim Amts­ge­richt Hal­le einen Antrag für ein Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren gestellt. Das Gericht hat dem Antrag voll­um­fäng­lich ent­spro­chen und die Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Inner­halb des Sanie­rungs­ver­fah­rens will sich der Pro­du­zent von ame­ri­ka­ni­schen Back­pro­duk­ten wie­der zukunfts­fä­hig auf­stel­len. Bagel Bak­e­ry wird in dem Ver­fah­ren von der Sanie­rungs­be­ra­tung Bucha­lik Bröm­me­kamp  unterstützt.

„Die Pro­duk­ti­on und der Geschäfts­be­trieb wer­den unver­än­dert fort­ge­führt. Alle Auf­trä­ge wer­den wir erfül­len, Neu­auf­trä­ge anneh­men und in gewohn­ter Qua­li­tät lie­fern“, erklärt Geschäfts­füh­rer Kie­fer. Die rund 180 Mit­ar­bei­ter sind über den Ver­lauf des Ver­fah­rens infor­miert wor­den. Die Löh­ne und Gehäl­ter der Mit­ar­bei­ter wer­den pünkt­lich und ohne Ein­schrän­kun­gen wei­ter­be­zahlt. Dabei wer­den die ers­ten drei Mona­te über das Insol­venz­geld abge­si­chert; danach über­nimmt das Unter­neh­men wie­der die Zah­lun­gen. Ein Arbeits­platz­ab­bau ist nicht geplant.

Zusam­men mit Bucha­lik Bröm­me­kamp wird die Geschäfts­füh­rung nun ein trag­fä­hi­ges Sanie­rungs­kon­zept ent­wi­ckeln und in den nächs­ten Mona­ten umset­zen. Die­ses Kon­zept, dem die Gläu­bi­ger zustim­men müs­sen, zeigt die Maß­nah­men für eine Fort­füh­rung des Unter­neh­mens sowie die Ent­schul­dung auf. „Bagel Bak­e­ry ist von den Pro­duk­ten sehr gut auf­ge­stellt. Nun gilt es das Unter­neh­men wie­der in ruhi­ges Fahr­was­ser zu lot­sen und eini­ge Pro­zes­se zu opti­mie­ren. Wir wer­den uns nun schnellst­mög­lich ein exak­tes Bild von der wirt­schaft­li­chen Lage machen und alle Sanie­rungs­op­tio­nen prü­fen“, so Sanie­rungs­ex­per­te Nils Aver­beck, der das Unter­neh­men wäh­rend des Sanie­rungs­ver­fah­rens vor Ort beglei­ten wird.

Das Unter­neh­men nutzt mit der Eigen­ver­wal­tung ein Ver­fah­ren der Insol­venz­ord­nung. Ziel des Ver­fah­rens ist es, dass Unter­neh­men dau­er­haft fort­füh­ren zu kön­nen. Die Geschäfts­füh­rung behält das Ruder in der Hand und kann die Sanie­rungs­maß­nah­men selbst­stän­dig ent­wi­ckeln und durch­füh­ren. Anstel­le eines Insol­venz­ver­wal­ters wird ein vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt. Der vor­läu­fi­ge Sach­wal­ter hat haupt­säch­lich die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prü­fen und die Geschäfts­füh­rung zu über­wa­chen. Das Amts­ge­richt Hal­le hat Dr. Ste­phan Thie­mann von der PLUTA Rechts­an­walts GmbH als vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter bestellt.

image_pdf

Pres­se­mit­tei­lun­gen

Ver­an­stal­tun­gen

News­let­ter

Bücher

Stu­di­en & Leitfäden

Vide­os

image_pdf