• Finan­zie­rung für lau­fen­des Geschäfts­jahr ist gesichert
  • Insol­venz des Mit­ge­sell­schaf­ters Schlem­mer Group hat der­zeit kei­nen Ein­fluss auf die Unter­neh­mens­fort­füh­rung und Sanie­rung von Hoppe

Blan­­ken­­fel­­de-Mahlow. 15. Janu­ar 2020. Die Sanie­rung der Hop­pe Kunst­stoff­sprit­ze­rei und For­men­bau GmbH & Co. KG macht wei­te­re Fort­schrit­te und hat den nächs­ten Mei­len­stein erreicht. Anfang des Jah­res 2020 hat das Amts­ge­richt Pots­dam das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren plan­mä­ßig eröff­net und damit die Sanie­rungs­wür­dig­keit des Unter­neh­mens unter­mau­ert. „Durch das Ver­fah­ren bleibt das Unter­neh­men stän­dig voll hand­lungs­fä­hig. Wir kön­nen wei­ter­hin wie gewohnt pro­du­zie­ren und sind bei der Umset­zung der Sanie­rungs­maß­nah­men im Zeit­plan“, erklärt Geschäfts­füh­rer Mar­tin Lief­län­der. Mit dem Ver­fah­ren will sich Hop­pe an die Ver­än­de­run­gen in der Auto­mo­bil­zu­lie­fer­indus­trie anpas­sen und auf die Her­stel­lung hoch­wer­ti­ger Prä­zi­si­ons­tei­le sowie der dazu­ge­hö­ri­gen For­men kon­zen­trie­ren. Die Auf­he­bung des Ver­fah­rens ist für Mai die­ses Jah­res geplant.

Hop­pe stellt hoch­prä­zi­se ther­mo­plas­ti­sche Kunst­stoff­spritz­tei­le für die Auto­mo­bil­in­dus­trie her. Das Unter­neh­men betreibt hier­für einen Pro­duk­ti­ons­stand­ort in Blan­ken­fel­de, an dem ins­ge­samt 85 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt sind. Zu den welt­weit rund 60 Kun­den gehö­ren namen­haf­te Auto­mo­bil­her­stel­ler und die Automobilzulieferindustrie.

Völ­lig über­rascht wur­de Hop­pe von der Insol­venz des Mehr­heits­ge­sell­schaf­ters Schlem­mer Group im Dezem­ber 2019. „Die Rege­l­in­sol­venz von Schlem­mer hat aller­dings der­zeit kei­ne nega­ti­ven Fol­gen für die für 2020 ange­streb­te Sanie­rung und die Unter­neh­mens­fort­füh­rung“, bestä­tigt Geschäfts­füh­rer Lief­län­der. Bereits zu Beginn der Eigen­ver­wal­tung im Okto­ber 2019 hat­te Schlem­mer sei­nen Rück­zug aus dem Ber­li­ner Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men ange­kün­digt. „Ein wesent­li­ches Sanie­rungs­ziel war es, mit den Kun­den siche­re Abnah­me­men­gen zu ver­ein­ba­ren und not­wen­di­ge Preis- und Kos­ten­an­pas­sun­gen vor­zu­neh­men. Dies wer­den wir durch die Umset­zung der Sanie­rungs­maß­nah­men errei­chen. Die Finan­zie­rung für das lau­fen­de Geschäfts­jahr ist gesi­chert“, sagt Lief­län­der weiter.

Zusam­men mit dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp wird der­zeit ein trag­fä­hi­ges Sanie­rungs­kon­zept ent­wi­ckelt, dem das Gericht und die Gläu­bi­ger zustim­men müs­sen. „Wir konn­ten auf­zei­gen, dass wir in dem Ver­fah­ren eine lücken­lo­se Belie­fe­rung unse­rer Kun­den sicher­stel­len kön­nen. Damit haben wir Band­still­stän­de ver­hin­dert. Das hat im vor­läu­fi­gen Ver­fah­ren die Kun­den und Lie­fe­ran­ten über­zeugt und Ver­trau­en geschaf­fen“, so Flo­ri­an Scher­cher, Pro­jekt­lei­ter und Asso­cia­te Part­ner bei Bucha­lik Bröm­me­kamp. „Die Geschäfts­part­ner haben ihre vol­le Unter­stüt­zung signa­li­siert und gehen den nun ein­ge­schla­ge­nen Sanie­rungs­weg mit“, ergänzt André Leh­mann, Pro­jekt­ma­na­ger Finan­ce bei Bucha­lik Brömmekamp.

Die Eigen­ver­wal­tung ver­folgt das Ziel, das Unter­neh­men zu restruk­tu­rie­ren und fort­zu­füh­ren. Dabei bleibt die unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung beim bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rer. Er führt den Sanie­rungs­pro­zess selbst­stän­dig mit einem ihm zur Sei­te gestell­ten Sach­wal­ter und Hand in Hand mit einem sanie­rungs­er­fah­re­nen Bera­tungs­un­ter­neh­men durch. Wäh­rend des Ver­fah­rens wird der Geschäfts­be­trieb unver­än­dert wei­ter­ge­führt. Der Sach­wal­ter über­nimmt eine Auf­sichts­funk­ti­on und hat dar­über hin­aus die Auf­ga­be, die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners zu prü­fen und zusam­men mit den Bera­tern die Sanie­rung im Inter­es­se der Gläu­bi­ger zu unter­stüt­zen. Das Amts­ge­richt Pots­dam hat den sanie­rungs­er­fah­re­nen Rechts­an­walt Chris­ti­an Graf Brock­dorff, Part­ner der Kanz­lei BBL Bern­sau Brock­dorff & Part­ner, als Sach­wal­ter bestellt. Chris­ti­an Graf Brock­dorff war bereits im vor­läu­fi­gen Ver­fah­ren als vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter bestellt worden.

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