Bocholt. 4. Dezem­ber 2015. Das Insol­venz­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung der Hul­ver­shorn Eisen­gie­ße­rei, Bocholt, wird aller Vor­aus­sicht nach Anfang 2016 nach erfolg­rei­cher Sanie­rung end­gül­tig auf­ge­ho­ben. Das Insol­venz­ge­richt Müns­ter hat mit sei­ner Bestä­ti­gung des Insol­venz­pla­nes dazu einen wesent­li­chen Schritt bei­getra­gen. Zuvor hat­te schon die Gläu­bi­ger­ver­samm­lung dem vom Unter­neh­men vor­ge­stell­ten Insol­venz­plan ein­stim­mig zuge­stimmt und damit dem umfas­sen­den Zukunfts­kon­zept grü­nes Licht gege­ben. Die Arbeit­neh­mer haben im Rah­men eines Fir­men­ta­rif­ver­tra­ges ihre Bei­trä­ge zur Sanie­rung des Unter­neh­mens geleis­tet. Letzt­lich konn­ten 180 Arbeits­plät­ze geret­tet wer­den. Auf der Basis der bis­lang bereits umge­setz­ten Maß­nah­men sieht sich das Unter­neh­men, das einen Umsatz von gut 30 Mio. Euro erwirt­schaf­tet, zukunfts­fä­hig aufgestellt.

Das Zukunfts­kon­zept, das zusam­men mit dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp aus Düs­sel­dorf ent­wi­ckelt wur­de, sieht bei­spiels­wei­se die Opti­mie­rung inter­ner Pro­zes­se und Abläu­fe durch Ein­füh­rung eines ein­heit­li­chen ERP-Sys­­tems, die Ver­brei­te­rung der vor­han­de­nen Füh­rungs­struk­tu­ren sowie die Stär­kung der Ver­triebs­ak­ti­vi­tä­ten vor.

„Mit der Plan­be­stä­ti­gung haben wir fast die Ziel­li­nie erreicht und war­ten nur noch auf die Ver­fah­rens­auf­he­bung durch das Gericht. Das Insol­venz­plan­ver­fah­ren war nur gemein­sam erfolg­reich zum Abschluss zu brin­gen. Unser Dank gilt des­halb allen Mit­ar­bei­tern, Lie­fe­ran­ten und ins­be­son­de­re unse­ren Kun­den, die uns in den letz­ten Mona­ten unter­stützt haben, aber auch den Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten, wie dem Sach­wal­ter Dr. Hen­ne­ke, dem Gläu­bi­ger­aus­schuss, den Gesell­schaf­tern und nicht zuletzt dem Insol­venz­ge­richt, die stets kon­struk­tiv, enga­giert und prag­ma­tisch unse­ren Weg beglei­tet haben. Wir bli­cken opti­mis­tisch in die Zukunft“, wie die Geschäfts­füh­rung verlautete.

Mit der Eigen­ver­wal­tung nutzt Hul­ver­shorn die seit 2012 gel­ten­den Mög­lich­kei­ten einer Sanie­rung unter Insol­venz­schutz. In dem Sanie­rungs­ver­fah­ren mit dem obers­ten Ziel der Unter­neh­mens­fort­füh­rung bleibt die Geschäfts­füh­rung, vor­lie­gend ergänzt durch einen Sanie­rungs­ge­schäfts­füh­rer, wei­ter im Amt und kann die Restruk­tu­rie­rung selb­stän­dig durch­füh­ren. Ein Sach­wal­ter über­nimmt dabei die Auf­sichts­funk­ti­on und prüft lau­fend die wirt­schaft­li­che Lage des Schuld­ners. Die­se Auf­ga­be hat Rechts­an­walt Dr. Sebas­ti­an Hen­ne­ke, Part­ner der Kanz­lei hrm Hen­ne­ke Röp­ke Rechts­an­wäl­te aus Bocholt, übernommen.

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