Die spek­ta­ku­lä­re Insol­venz des Con­tai­ner­ver­mitt­lers P&R erhitzt wei­ter die Gemü­ter. Im größ­ten Kapi­tal­an­le­ger­skan­dal der deut­schen Geschich­te ste­hen 3,5 Mil­li­ar­den Euro von 54.000 Anle­gern im Feu­er. Aber­tau­sen­de Anle­ger fra­gen sich ver­zwei­felt, ob sie ihre Ein­la­gen jemals wie­der­se­hen wer­den und was sie jetzt am bes­ten tun sol­len. So kri­ti­siert bei­spiels­wei­se das Düs­sel­dor­fer Bera­tungs­un­ter­neh­men Bucha­lik Bröm­me­kamp, dass „weni­ge Infor­ma­tio­nen, aber vie­le Ver­mu­tun­gen” die Berich­ter­erstat­tung beherrschen.

Dass die Insol­venz­ver­wal­ter so gut wie kei­ne Infor­ma­tio­nen her­aus­ge­ben, ver­wun­dert zunächst nicht, da die Insol­venz­ord­nung hier­für den soge­nann­ten Berichts­ter­min, zu wel­chem die Gläu­bi­ger ein­ge­la­den wer­den, vor­sieht und die Unter­­neh­­men­s­­da­­ten/-infor­­ma­­ti­o­­nen nicht für die Öffent­lich­keit bestimmt sind. Vie­le Geschäfts­ge­heim­nis­se dür­fen und sol­len nicht offen­ge­legt wer­den. Ande­rer­seits ist es ein Nach­teil, dass die betrof­fe­nen Anle­ger über die wirt­schaft­li­che Lage kaum infor­miert sind und im Berichts­ter­min über zahl­rei­che Punk­te, wie z. B. die Fort­füh­rung oder die Liqui­da­ti­on des Unter­neh­mens, abstim­men müs­sen. Zwar kön­nen im Berichts­ter­min Fra­gen an den Insol­venz­ver­wal­ter gestellt wer­den, doch die ins­ge­samt zur Ver­fü­gung ste­hen­de Zeit (oft nur weni­ge Stun­den) reicht nicht aus, um die Aus­sa­gen des Ver­wal­ters zu prü­fen oder gar alter­na­ti­ve Kon­zep­te zu erarbeiten.

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